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Porträt Dirk Reinsberg
EU-Verpackungsverordnung

„Das Aus für das deutsche Mehrwegsystem“

Der GFGH-Bundesverband kritisiert – nach dem Deutschen Brauer-Bund – erneut die geplante EU-Verpackungsverordnung (PPWR). „Die Vorgaben der PPWR in ihrem jetzt vorliegenden Entwurf würden das Aus für das deutsche und alle anderen bestehenden europäischen Mehrwegsysteme bedeuten“, ist Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des Verbands, überzeugt. Die jüngste Klarstellung durch die EU-Kommission (wir berichteten) geht ihm dabei noch nicht weit genug. Dass darin bestehende erfolgreiche Wiederverwendungssysteme ausdrücklich anerkannt würden, sei zwar positiv und „elementar wichtig für uns“, so Reinsberg. Zahlreiche Positionen seien jedoch zu ungenau und gingen zu Lasten des deutschen Mehrwegsystems.

Es geht ihm dabei unter anderem um die Vorgabe, Mehrwegverpackungen müssten mit einer dauerhaft angebrachten Kennzeichnung versehen werden. Wie Brauer-Bund-Chef Holger Eichele ist Reinsberg der Auffassung, nach den jetzigen Maßgaben müssten hierzulande im Umlauf befindliche Mehrwegflaschen vernichtet werden, da sie die neuen Standards nicht erfüllen könnten. Hierzu teilte zwar die EU-Kommission bereits mit, dass das in Deutschland gängige System mit ablösbaren Etiketten weiterhin zulässig sein wird, der BV GFGH fordert jedoch eine eindeutige Klarstellung im Gesetzestext, dass bestehende Mehrwegsysteme von dieser Regelung aktuell und zukünftig ausgeschlossen sind.

Statt Abfallvermeidung mehr Bürokratie

Auch, was die Organisationsstruktur von Pfandsystemen angeht, zeigt sich der Verbandschef kritisch. Er spielt damit auf die geforderte Einführung von sogenannten Governance-Strukturen für Pfandsysteme an, die das deutsche Getränke-Mehrwegsystem, das heute einem sogenannten Handelsbrauch folge, vor kaum lösbare Herausforderungen stellen würde. Letztlich würde dadurch das gewünschte Ziel, Abfall zu vermeiden, nicht schneller oder besser erreicht, stattdessen sei mit mehr Bürokratie und Kosten zu rechnen.

Die PPWR steht am kommenden Donnerstag, 8. Juni, auch auf der Agenda der ReUse Conference in Brüssel. Dort diskutieren Vertreter der deutschen und europäischen Getränkewirtschaft mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission über die Chancen und Risiken der geplanten Verordnung. Die Tagung wird unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe und der Cegrobb (Zusammenschluss der Verbände des GFGHs auf europäischer Ebene), organisiert. „Es hat für uns oberste Priorität, das deutsche Mehrwegsystem zu schützen und damit ein funktionierendes und vorbildliches System aufrecht zu erhalten, das ein Paradebeispiel für Effizienz und Nachhaltigkeit ist“, sagt Dirk Reinsberg. Entsprechend wichtig seien die Gespräche in Brüssel für die Getränkewirtschaft.

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„Das Aus für das deutsche Mehrwegsystem“

Der GFGH-Bundesverband kritisiert – nach dem Deutschen Brauer-Bund – erneut die geplante EU-Verpackungsverordnung (PPWR). „Die Vorgaben der PPWR in ihrem jetzt vorliegenden Entwurf würden das Aus für das deutsche und alle anderen bestehenden europäischen Mehrwegsysteme bedeuten“, ist Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des Verbands, überzeugt. Die jüngste Klarstellung durch die EU-Kommission (wir berichteten) geht ihm dabei noch nicht weit genug. Dass darin bestehende erfolgreiche Wiederverwendungssysteme ausdrücklich anerkannt würden, sei zwar positiv und „elementar wichtig für uns“, so Reinsberg. Zahlreiche Positionen seien jedoch zu ungenau und gingen zu Lasten des deutschen Mehrwegsystems.

Es geht ihm dabei unter anderem um die Vorgabe, Mehrwegverpackungen müssten mit einer dauerhaft angebrachten Kennzeichnung versehen werden. Wie Brauer-Bund-Chef Holger Eichele ist Reinsberg der Auffassung, nach den jetzigen Maßgaben müssten hierzulande im Umlauf befindliche Mehrwegflaschen vernichtet werden, da sie die neuen Standards nicht erfüllen könnten. Hierzu teilte zwar die EU-Kommission bereits mit, dass das in Deutschland gängige System mit ablösbaren Etiketten weiterhin zulässig sein wird, der BV GFGH fordert jedoch eine eindeutige Klarstellung im Gesetzestext, dass bestehende Mehrwegsysteme von dieser Regelung aktuell und zukünftig ausgeschlossen sind.

Statt Abfallvermeidung mehr Bürokratie

Auch, was die Organisationsstruktur von Pfandsystemen angeht, zeigt sich der Verbandschef kritisch. Er spielt damit auf die geforderte Einführung von sogenannten Governance-Strukturen für Pfandsysteme an, die das deutsche Getränke-Mehrwegsystem, das heute einem sogenannten Handelsbrauch folge, vor kaum lösbare Herausforderungen stellen würde. Letztlich würde dadurch das gewünschte Ziel, Abfall zu vermeiden, nicht schneller oder besser erreicht, stattdessen sei mit mehr Bürokratie und Kosten zu rechnen.

Die PPWR steht am kommenden Donnerstag, 8. Juni, auch auf der Agenda der ReUse Conference in Brüssel. Dort diskutieren Vertreter der deutschen und europäischen Getränkewirtschaft mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission über die Chancen und Risiken der geplanten Verordnung. Die Tagung wird unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe und der Cegrobb (Zusammenschluss der Verbände des GFGHs auf europäischer Ebene), organisiert. „Es hat für uns oberste Priorität, das deutsche Mehrwegsystem zu schützen und damit ein funktionierendes und vorbildliches System aufrecht zu erhalten, das ein Paradebeispiel für Effizienz und Nachhaltigkeit ist“, sagt Dirk Reinsberg. Entsprechend wichtig seien die Gespräche in Brüssel für die Getränkewirtschaft.

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