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André Weltz (links) und Christian Schätzle
Bilanz 2021

Winzerkeller in schwerem Fahrwasser

Der Badische Winzerkeller hat im Geschäftsjahr 2021 ein „nicht zufriedenstellendes“ Betriebsergebnis erreicht. Das teilte der Vorstand gestern auf der Generalversammlung der Genossenschaft mit. Die Absatz- und Umsatzerlöse lagen mit einem Minus von rund 12 Prozent deutlich hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes, der laut IRI-Marktforschung in der Menge um 5,4 Prozent, im Wert um 4,9 Prozent zurückging. Konkret reduzierte sich der Umsatz des Badischen Winzerkellers gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 11,6 Prozent auf 41,1 Millionen Euro.

Aus dem Erntejahr 2020 habe witterungsbedingt deutlich weniger Wein zur Vermarktung zur Verfügung gestanden, erklärt das Management das schlechte Ergebnis. Dies habe zu signifikanten Umsatzrückgängen im Discount geführt. Die vor allem auf die Pandemie zurückzuführenden Verluste in den Bereichen Gastronomie, Fachhandel und Export konnten laut Unternehmensangaben zwar im Umsatz, nicht aber im Ergebnis vollständig ausgeglichen werden. Der Lebensmittelhandel einschließlich Discount steht in Summe für mehr als 85 Prozent des Vertriebsumsatzes im Eigengeschäft und bleibt bei wachsenden Durchschnittserlösen pro Liter weiterhin der wichtigste Kanal für den Badischen Winzerkeller.

Erschwert wurde die Lage im vergangenen Jahr zusätzlich durch die drastische Verteuerung von Kartonagen. Durch die Verknappung von Rohstoffen stiegen hier die Preise um ca. 20 Prozent. Die Preise für Flaschen und Verschlüsse blieben hingegen stabil, für das laufende Jahr erwartet der Einkauf aber Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent für Neuglas und 20 Prozent für Verschlüsse und Kartonagen.

Schwerer Start ins Jahr 2022

Besser als der Weinmarkt insgesamt (laut Nielsen im ersten Quartal -18 Prozent), jedoch ebenfalls mit Umsatzverlusten ist der Badische Winzerkeller ins Jahr 2022 gestartet. Wegen des Ukrainekriegs und seiner Auswirkungen plant die Genossenschaft mit Absatz, Umsatz, Jahresergebnis und Traubengeldern unter dem Niveau des Vorjahrs. Zusätzlich werde aufs Ergebnis drücken, dass aufgrund der sehr geringen Ernte 2021 in Baden die verfügbare Weinmenge noch unter dem Vorjahr liegt.

Unter der Führung des neuen Vorstands will der Badische Winzerkeller sich neu aufstellen. Man habe die in den letzten Jahren eingeleiteten strukturellen Veränderungen „überprüft, aktualisiert und vor allem in Taten umgesetzt“, heißt es aus Breisach. Der Umbau der Vertriebsorganisation habe bereits zu einer „signifikanten Verbesserung der Effizienz in der Marktbearbeitung bei gleichzeitig deutlich gesenkten Kosten“ geführt. Ein weiterer großer Schritt ist die radikale Komprimierung des Sortiments auf nur noch ein Drittel der bisherigen Produktpalette (wir berichteten).

Der Vorstand handele „im Rahmen eines langfristigen und zunächst auf drei Jahre angelegten grundlegenden Erneuerungsprozesses“ und wolle so den Erzeugerverbund „in eine tragfähige Zukunft leiten“. André Weltz steht seit Januar 2021 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze des Badischen Winzerkellers, Christian Schätzle ist als Vorstand Produktion und Oenologie seit September letzten Jahres an Bord.

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Winzerkeller in schwerem Fahrwasser

Der Badische Winzerkeller hat im Geschäftsjahr 2021 ein „nicht zufriedenstellendes“ Betriebsergebnis erreicht. Das teilte der Vorstand gestern auf der Generalversammlung der Genossenschaft mit. Die Absatz- und Umsatzerlöse lagen mit einem Minus von rund 12 Prozent deutlich hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes, der laut IRI-Marktforschung in der Menge um 5,4 Prozent, im Wert um 4,9 Prozent zurückging. Konkret reduzierte sich der Umsatz des Badischen Winzerkellers gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 11,6 Prozent auf 41,1 Millionen Euro.

Aus dem Erntejahr 2020 habe witterungsbedingt deutlich weniger Wein zur Vermarktung zur Verfügung gestanden, erklärt das Management das schlechte Ergebnis. Dies habe zu signifikanten Umsatzrückgängen im Discount geführt. Die vor allem auf die Pandemie zurückzuführenden Verluste in den Bereichen Gastronomie, Fachhandel und Export konnten laut Unternehmensangaben zwar im Umsatz, nicht aber im Ergebnis vollständig ausgeglichen werden. Der Lebensmittelhandel einschließlich Discount steht in Summe für mehr als 85 Prozent des Vertriebsumsatzes im Eigengeschäft und bleibt bei wachsenden Durchschnittserlösen pro Liter weiterhin der wichtigste Kanal für den Badischen Winzerkeller.

Erschwert wurde die Lage im vergangenen Jahr zusätzlich durch die drastische Verteuerung von Kartonagen. Durch die Verknappung von Rohstoffen stiegen hier die Preise um ca. 20 Prozent. Die Preise für Flaschen und Verschlüsse blieben hingegen stabil, für das laufende Jahr erwartet der Einkauf aber Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent für Neuglas und 20 Prozent für Verschlüsse und Kartonagen.

Schwerer Start ins Jahr 2022

Besser als der Weinmarkt insgesamt (laut Nielsen im ersten Quartal -18 Prozent), jedoch ebenfalls mit Umsatzverlusten ist der Badische Winzerkeller ins Jahr 2022 gestartet. Wegen des Ukrainekriegs und seiner Auswirkungen plant die Genossenschaft mit Absatz, Umsatz, Jahresergebnis und Traubengeldern unter dem Niveau des Vorjahrs. Zusätzlich werde aufs Ergebnis drücken, dass aufgrund der sehr geringen Ernte 2021 in Baden die verfügbare Weinmenge noch unter dem Vorjahr liegt.

Unter der Führung des neuen Vorstands will der Badische Winzerkeller sich neu aufstellen. Man habe die in den letzten Jahren eingeleiteten strukturellen Veränderungen „überprüft, aktualisiert und vor allem in Taten umgesetzt“, heißt es aus Breisach. Der Umbau der Vertriebsorganisation habe bereits zu einer „signifikanten Verbesserung der Effizienz in der Marktbearbeitung bei gleichzeitig deutlich gesenkten Kosten“ geführt. Ein weiterer großer Schritt ist die radikale Komprimierung des Sortiments auf nur noch ein Drittel der bisherigen Produktpalette (wir berichteten).

Der Vorstand handele „im Rahmen eines langfristigen und zunächst auf drei Jahre angelegten grundlegenden Erneuerungsprozesses“ und wolle so den Erzeugerverbund „in eine tragfähige Zukunft leiten“. André Weltz steht seit Januar 2021 als Vorstandsvorsitzender an der Spitze des Badischen Winzerkellers, Christian Schätzle ist als Vorstand Produktion und Oenologie seit September letzten Jahres an Bord.

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