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Brauerei in vier Firmen aufgespalten
Tarifstreit

Gilde in vier Firmen aufgespalten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat laut einem Bericht des NDR rechtliche Schritte gegen die Chefetage der Gilde-Brauerei eingeleitet. Die Gewerkschaft werde sich vor Gericht dagegen wehren, dass das Unternehmen aufgespalten wurde und der Betriebsrat in seiner Arbeit behindert werde, sagte eine Sprecherin. In der Nacht zu Freitag hatte der Eigentümerkonzern TCB die Brauerei in vier unabhängige Firmen aufgespalten. Gut die Hälfte der 136 Mitarbeiter wurden in die drei neuen Gesellschaften für die Bereiche Fass- und Flaschenabfüllung, Dosenabfüllung sowie Logistik ausgegliedert. Mit dem Betriebsrat hatte offenbar zuvor niemand gesprochen. Laut Unternehmenssprecherin sei der Schritt schon länger geplant gewesen und diene dazu, die Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern. Wirtschaftliche Nachteile entstünden für die Mitarbeiter keine, heißt es. Die NGG sieht in der Aufspaltung jedoch einen Verstoß gegen geltendes Recht. Es gehe der Chefetage unter anderem darum, den Betriebsrat zu zerschlagen.

Trennwände aufgestellt

Laut NGG wurde vier Betriebsratsmitgliedern am Werkstor ihre Arbeit als Arbeitnehmervertreter untersagt. Sie würden nun nicht mehr für die Gilde-Brauerei, sondern für eine andere Firma ohne Betriebsrat arbeiten, habe es geheißen. Dies verstößt laut Gewerkschaft gegen geltendes Recht. Um die vier Gesellschaften klar räumlich voneinander zu trennen, seien in der Kantine, im Parkhaus und im Abfüllbereich Trennwände aufgestellt worden. Darüber hinaus haben die Angestellten unter Aufsicht einer privaten Sicherheitsfirma ihre Spinde räumen und sich vor den Sicherheitskräften umziehen müssen, heißt es.

Bei der Gilde-Brauerei gibt es seit Monaten einen Tarifstreit (wir berichteten). Ziel ist ein einheitlicher Tarifvertrag für alle Beschäftigten. Laut NGG-Berechnungen sollen nämlich die Beschäftigten, die erst nach dem Eigentümerwechsel 2016 im Unternehmen angefangen haben, trotz gleicher Tätigkeit deutlich weniger verdienen. Anfang vergangener Woche hatten die Beschäftigten einen unbefristeten Streik beschlossen.

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