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Institut mahnt ab
Mineralwassertest

Lammsbräu will Resultate prüfen lassen

In einem Brief an seine Kunden zweifelt Neumarkter Lammsbräu die Ergebnisse der jüngsten Mineralwasseruntersuchung von Stiftung Warentest an und will die bemängelten Chargen durch ein eigens beauftragtes unabhängiges Labor überprüfen lassen. 

Bei dem aktuellen Test, über den die Stiftung in ihrer Juli-Ausgabe berichtet, wurde die Lammsbräu-Marke „Biokristall still“ unter Verweis auf schlechte Ergebnisse bei den Kriterien „Radium“ und „Mikrobiologie“ mit „mangelhaft“ bewertet. „Es ist uns völlig unverständlich, dass diese Ergebnisse der Stiftung Warentest vollkommen anders sind als alle sonstigen Testergebnisse unseres Bio-Mineralwassers“, betont der Inhaber und Geschäftsleiter Johannes Ehrnsperger in seinem Schreiben. 

Um die hohe Qualität zu überwachen und zu erhalten, analysiere das Unternehmen sein Wasser seit vielen Jahren regelmäßig. Und das sowohl in engmaschigen internen Untersuchungen als auch extern in unabhängigen Laboren. Zudem werde die hohe Qualität durch kontinuierliche Tests des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit immer wieder neu bestätigt. Das Unternehmen sei bereits mit der Stiftung Warentest im Gespräch, um „den Gründen für die völlig unterschiedlichen Testergebnisse auf die Spur zu kommen“.

Sobald klar sei, wie es zu den unerklärlichen Diskrepanzen komme, werde Lammsbräu seine Kunden umgehend informieren, kündigt Ehrnsperger an. Darüber hinaus werde das Unternehmen seinen Kunden jederzeit Einblick in die Testergebnisse gewähren, die jetzt in Auftrag gegeben wurden.

„Keimflora muss unbedenklich sein“

Inzwischen hat sich auch der Brunnenverband VDM über den Testbericht zu Wort gemeldet. Mineralwasser sei ein Naturprodukt und dürfe wie andere Lebensmittel auch Keime enthalten, stellt die Branchenvertretung in einer Pressemeldung klar. Nach der Mineral- und Tafelwasserverordnung seien für Mineralwasser nur wenige schonende Behandlungsverfahren zugelassen. Im Unterschied zu Leitungswasser sei jegliche Behandlung, die den Keimgehalt verändern könnte, untersagt.

Mineralwasser habe eine „quelleigene Keimflora, die gesundheitlich unbedenklich“ sein müsse, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Marion Wüstefeld-Würfel, Referentin Ernährung und Gesundheit beim VDM. Um die Sicherheit des Naturprodukts zu gewährleisten, unterliege Mineralwasser nach den gesetzlichen Bestimmungen strengen Qualitätsanforderungen und -kontrollen. (Die Absätze zum VDM haben wir am 28.6. hinzugefügt.)

Für ihren aktuellen Bericht prüfte die Stiftung Warentest 32 stille Mineralwässer. In jedem zweiten hätten sich unerwünschte Keime sowie mehr oder weniger erhöhte Gehalte an kritischen Stoffen, Verunreinigungen aus Landwirtschaft und Industrie gefunden. Neben den 32 CO2-freien wurden auch 26 Classic- und 20-Medium-Wässer unter die Lupe genommen.

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