Krombacher Vitamalz Sport
Anzeige
Alle Nachrichten auf Getränke News durchsuchen
"Kaufangebot war ein absoluter Glücksfall"
Eggers & Franke

„Kaufangebot war absoluter Glücksfall“

Die Geschichte von Rotkäppchen-Mumm ist in der Branche einzigartig: Bald nach dem Management-Buy-out der Rotkäppchen Sektkellerei 1993 begann das Unternehmen eine beispiellose Expansion – und hat im Sekt- und im Spirituosen-Business in Deutschland längst die Marktführerschaft errungen. Vorläufig letzter Höhepunkt war vor bald zwei Jahren der Kauf des Bremer Wein- und Spirituosen-Distributeurs Eggers & Franke – sicherlich 2018 hierzulande der meistbeachtete Deal in der Branche.

Dabei ist es nicht in erster Linie der hinzugewonnene Umsatz, der die Übernahme so interessant und wichtig macht. Vielmehr gilt der Neuzugang dem Management qualitativ als riesiger Gewinn, wie Christof Queisser, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Gespräch mit Getränke News unterstreicht. Denn mit Eggers & Franke hatte man auf einmal Zugang zu Absatzkanälen, die Rotkäppchen-Mumm zuvor weitgehend verschlossen waren. Angesichts eines hohen Lebensstandards der Deutschen, verbunden mit zunehmender Mobilität, werde immer öfter außer Haus gegessen und getrunken; damit steige die Bedeutung der Gastronomie als Vertriebsschiene mehr und mehr. „In der Gastronomie findet der Markenaufbau statt, hier werden Trends gemacht“, so Queisser. Deshalb sei sie gerade für klassische Markenartikler „strategisch enorm wichtig“. 

Doch wie kann man sich den Zugang zu diesem attraktiven Feld sichern? Diese Frage stellte man sich bei Rotkäppchen-Mumm bereits seit einigen Jahren. Denn Sekt nimmt auf Getränkekarten nicht mehr als zwei Prozent ein – dem marktführenden Sektunternehmen fehlte hier der Türöffner. Deshalb sei man schon länger auf der Suche nach einem „strategischen Partner mit Relevanz“ gewesen. Dass der ehemalige Inhaber Christoph Meier dann sein Unternehmen zum Verkauf angeboten habe, sei „ein absoluter Glücksfall“ gewesen, freut sich Rotkäppchen-Mumm-Chef Queisser. Mit der starken Gastro-Mannschaft der Tochtergesellschaft Reidemeister & Ulrichs wurde das Unternehmen auf einen Schlag in dem so wichtigen Außer-Haus-Markt zu einer respektablen Größe.

„Ganz auf Wachstum ausgerichtet“

Nach dem Zusammenschluss des Gastro-Teams von Rotkäppchen mit Reidemeister & Ulrichs ist nun ein 50-köpfiges Team mit renommierten Premium-Weinmarken wie Baron Philippe de Rothschild, Frescobaldi oder Fetzer sowie Spirituosen der Häuser Branca, Rémy Cointreau, Proximo, Osborne oder Simex (Moskovskaya, MSK) in der Branche unterwegs. Das Portfolio wurde zusätzlich durch die hochwertigen Weine des VDP-Weinguts Markgraf von Baden, sowie den zu Rotkäppchen-Mumm gehörigen Sekten aus der Privatsektkellerei Geldermann und der Premium-Prosecco-Manufaktur Ruggeri gestärkt. Um auch die erst im Frühjahr letzten Jahres übernommenen Marken von Rémy Cointreau und Simex in der Gastronomie und in der Szene zu stärken, wurde die Mannschaft inzwischen zusätzlich vergrößert. Auch insgesamt sei Eggers & Franke unter der neuen Flagge ganz „auf Wachstum ausgerichtet“, betont Christof Queisser. Seit der Fusion hat sich die Zahl der Mitarbeiter in Bremen um 60 auf ca. 240 erhöht.

Dabei arbeiten beide Unternehmen, Eggers & Franke und Rotkäppchen, weiterhin völlig eigenständig. Den LEH-Vertrieb für die Marken unter dem Rotkäppchen-Mumm-Dach managt wie bisher Commercial Director Hannes Wege. Chantré, Echter Nordhäuser und andere Spirituosen von der Nordbrand Nordhausen GmbH bringt unverändert die LEH-Truppe von Vertriebs- und Marketingchef Marcus Berk zum Kunden. „Im Kerngeschäft LEH arbeiten wir weiterhin völlig unabhängig und auf die Produktsegmente und Marken jetzt eher noch fokussierter“, erklärt der Mann an der Spitze.

Sehr spannend ist für das traditionsreiche Sektunternehmen indessen ein weiterer Vertriebskanal: Die neu gewonnene Tochtergesellschaft Ludwig von Kapff bietet mit ihrem kleinen, aber feinen Onlinegeschäft die Möglichkeit, mit den Konsumenten und Fans der großen Sektmarken in direkten Kontakt zu treten. Hier fehlten bislang die notwendigen Strukturen ebenso wie das Know-how. 

Umstellung war „enorm herausfordernd“

All die Vorteile wollen freilich erst einmal errungen werden, das will Queisser gar nicht verhehlen. Die Umstellung der Prozesse und das Wachstum des Unternehmens seien „enorm herausfordernd“ gewesen. Allein beispielsweise die Aufgabe, sich den ausländischen Partnern vorzustellen und deren Vertrauen zu gewinnen: „Rotkäppchen war international schließlich fast überhaupt nicht bekannt“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung. Diese Phase ist inzwischen abgeschlossen – und alle Markeneigner sind an Bord geblieben. Auch hier habe sein Haus wichtige Erfahrungen gewonnen: „Im Austausch mit den internationalen Partnern, den Brand Ownern, kann man vieles lernen“, sagt Queisser. Zumal diese ja – wie das eigene Unternehmen – zumeist familiengeführt sind und damit einen ähnlichen Hintergrund haben.

Und intern – stimmt da denn „die Chemie“? Emotional sei die Integration überraschend einfach gewesen, freut sich der Rotkäppchen-Mumm-Chef, denn „die DNA der Mitarbeiter und der früheren Führung sind praktisch deckungsgleich mit unserer“. In beiden Häusern sei „der Freiheitsgrad“ für die Mitarbeiter sehr groß, man lege in Freyburg bzw. Eltville ebenso wie in Bremen großen Wert auf Eigenverantwortung. Hier wie dort finde man „eine Macher-Kultur“ mit viel Herzblut für das Geschäft und wenigen Bedenkenträgern. „Das hat von Tag 1 an extrem gut gepasst.“

Dabei spielt für ihn noch ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: Beide Unternehmen waren von jeher stark inhabergeprägt. Auch für die zukünftige Entwicklung in einem wettbewerbsintensiven Markt sei das ein großer Vorteil. „Wir sind nicht konzerngetrieben, müssen nicht den Blick Richtung Börse wenden. So ist eine langfristige Strategie viel besser möglich.“ Für die Zukunft jedenfalls sieht sich Queisser in der neuen Konstellation bestens aufgestellt: Mit den hinzugewonnenen Möglichkeiten sei man in der Lage, weitere Marken aufzubauen – und weiter zu wachsen.


Über Eggers & Franke:

Unter der Eggers & Franke Holding sind vier Vertriebsorganisationen angesiedelt: Eggers & Franke beliefert den Lebensmittelhandel und den Cash & Carry-Kanal, Reidemeister & Ulrichs verantwortet den Vertrieb in den Fachhandel und die Gastronomie, Joh. Eggers Sohn ist auf die Top-Gastronomie und den Facheinzelhandel spezialisiert, Ludwig von Kapff hat über sein eigenes Onlinegeschäft den Endverbraucher direkt im Visier und zählt mit www.club-of-wine.de zu den führenden deutschen Online-Weinhändlern.

Die Geschäftsführung der übergeordneten Eggers & Franke Holding bilden Torsten Helbig, Carsten Haase und Frank Albers. Die Mitglieder des Eggers & Franke Management-Teams sind Markus Hotze, Ralf Zinke, Sebastian Mohr, Susanne Scheichl und Lars Kaniok. Das Team wird strategisch von Christoph Meier und Christof Queisser begleitet. 

Das Unternehmen vereint renommierte Weinmarken wie Baron Philippe de Rothschild, Marqués de Riscal, Frescobaldi, Bodegas Osborne, Doppio Passo, Piper-Heidsieck, Peter Lehmann, yellow tail und die KWV unter einem Dach. Im Portfolio sind zudem bekannte Spirituosenklassiker wie Rémy Martin, Cointreau, Fernet-Branca, Moskovskaya, Malteserkreuz und Osborne Veterano. 

Kostenloser wöchentlicher Newsletter
"Kaufangebot war ein absoluter Glücksfall"
Eggers & Franke

„Kaufangebot war absoluter Glücksfall“

Die Geschichte von Rotkäppchen-Mumm ist in der Branche einzigartig: Bald nach dem Management-Buy-out der Rotkäppchen Sektkellerei 1993 begann das Unternehmen eine beispiellose Expansion – und hat im Sekt- und im Spirituosen-Business in Deutschland längst die Marktführerschaft errungen. Vorläufig letzter Höhepunkt war vor bald zwei Jahren der Kauf des Bremer Wein- und Spirituosen-Distributeurs Eggers & Franke – sicherlich 2018 hierzulande der meistbeachtete Deal in der Branche.

Dabei ist es nicht in erster Linie der hinzugewonnene Umsatz, der die Übernahme so interessant und wichtig macht. Vielmehr gilt der Neuzugang dem Management qualitativ als riesiger Gewinn, wie Christof Queisser, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Gespräch mit Getränke News unterstreicht. Denn mit Eggers & Franke hatte man auf einmal Zugang zu Absatzkanälen, die Rotkäppchen-Mumm zuvor weitgehend verschlossen waren. Angesichts eines hohen Lebensstandards der Deutschen, verbunden mit zunehmender Mobilität, werde immer öfter außer Haus gegessen und getrunken; damit steige die Bedeutung der Gastronomie als Vertriebsschiene mehr und mehr. „In der Gastronomie findet der Markenaufbau statt, hier werden Trends gemacht“, so Queisser. Deshalb sei sie gerade für klassische Markenartikler „strategisch enorm wichtig“. 

Doch wie kann man sich den Zugang zu diesem attraktiven Feld sichern? Diese Frage stellte man sich bei Rotkäppchen-Mumm bereits seit einigen Jahren. Denn Sekt nimmt auf Getränkekarten nicht mehr als zwei Prozent ein – dem marktführenden Sektunternehmen fehlte hier der Türöffner. Deshalb sei man schon länger auf der Suche nach einem „strategischen Partner mit Relevanz“ gewesen. Dass der ehemalige Inhaber Christoph Meier dann sein Unternehmen zum Verkauf angeboten habe, sei „ein absoluter Glücksfall“ gewesen, freut sich Rotkäppchen-Mumm-Chef Queisser. Mit der starken Gastro-Mannschaft der Tochtergesellschaft Reidemeister & Ulrichs wurde das Unternehmen auf einen Schlag in dem so wichtigen Außer-Haus-Markt zu einer respektablen Größe.

„Ganz auf Wachstum ausgerichtet“

Nach dem Zusammenschluss des Gastro-Teams von Rotkäppchen mit Reidemeister & Ulrichs ist nun ein 50-köpfiges Team mit renommierten Premium-Weinmarken wie Baron Philippe de Rothschild, Frescobaldi oder Fetzer sowie Spirituosen der Häuser Branca, Rémy Cointreau, Proximo, Osborne oder Simex (Moskovskaya, MSK) in der Branche unterwegs. Das Portfolio wurde zusätzlich durch die hochwertigen Weine des VDP-Weinguts Markgraf von Baden, sowie den zu Rotkäppchen-Mumm gehörigen Sekten aus der Privatsektkellerei Geldermann und der Premium-Prosecco-Manufaktur Ruggeri gestärkt. Um auch die erst im Frühjahr letzten Jahres übernommenen Marken von Rémy Cointreau und Simex in der Gastronomie und in der Szene zu stärken, wurde die Mannschaft inzwischen zusätzlich vergrößert. Auch insgesamt sei Eggers & Franke unter der neuen Flagge ganz „auf Wachstum ausgerichtet“, betont Christof Queisser. Seit der Fusion hat sich die Zahl der Mitarbeiter in Bremen um 60 auf ca. 240 erhöht.

Dabei arbeiten beide Unternehmen, Eggers & Franke und Rotkäppchen, weiterhin völlig eigenständig. Den LEH-Vertrieb für die Marken unter dem Rotkäppchen-Mumm-Dach managt wie bisher Commercial Director Hannes Wege. Chantré, Echter Nordhäuser und andere Spirituosen von der Nordbrand Nordhausen GmbH bringt unverändert die LEH-Truppe von Vertriebs- und Marketingchef Marcus Berk zum Kunden. „Im Kerngeschäft LEH arbeiten wir weiterhin völlig unabhängig und auf die Produktsegmente und Marken jetzt eher noch fokussierter“, erklärt der Mann an der Spitze.

Sehr spannend ist für das traditionsreiche Sektunternehmen indessen ein weiterer Vertriebskanal: Die neu gewonnene Tochtergesellschaft Ludwig von Kapff bietet mit ihrem kleinen, aber feinen Onlinegeschäft die Möglichkeit, mit den Konsumenten und Fans der großen Sektmarken in direkten Kontakt zu treten. Hier fehlten bislang die notwendigen Strukturen ebenso wie das Know-how. 

Umstellung war „enorm herausfordernd“

All die Vorteile wollen freilich erst einmal errungen werden, das will Queisser gar nicht verhehlen. Die Umstellung der Prozesse und das Wachstum des Unternehmens seien „enorm herausfordernd“ gewesen. Allein beispielsweise die Aufgabe, sich den ausländischen Partnern vorzustellen und deren Vertrauen zu gewinnen: „Rotkäppchen war international schließlich fast überhaupt nicht bekannt“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung. Diese Phase ist inzwischen abgeschlossen – und alle Markeneigner sind an Bord geblieben. Auch hier habe sein Haus wichtige Erfahrungen gewonnen: „Im Austausch mit den internationalen Partnern, den Brand Ownern, kann man vieles lernen“, sagt Queisser. Zumal diese ja – wie das eigene Unternehmen – zumeist familiengeführt sind und damit einen ähnlichen Hintergrund haben.

Und intern – stimmt da denn „die Chemie“? Emotional sei die Integration überraschend einfach gewesen, freut sich der Rotkäppchen-Mumm-Chef, denn „die DNA der Mitarbeiter und der früheren Führung sind praktisch deckungsgleich mit unserer“. In beiden Häusern sei „der Freiheitsgrad“ für die Mitarbeiter sehr groß, man lege in Freyburg bzw. Eltville ebenso wie in Bremen großen Wert auf Eigenverantwortung. Hier wie dort finde man „eine Macher-Kultur“ mit viel Herzblut für das Geschäft und wenigen Bedenkenträgern. „Das hat von Tag 1 an extrem gut gepasst.“

Dabei spielt für ihn noch ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: Beide Unternehmen waren von jeher stark inhabergeprägt. Auch für die zukünftige Entwicklung in einem wettbewerbsintensiven Markt sei das ein großer Vorteil. „Wir sind nicht konzerngetrieben, müssen nicht den Blick Richtung Börse wenden. So ist eine langfristige Strategie viel besser möglich.“ Für die Zukunft jedenfalls sieht sich Queisser in der neuen Konstellation bestens aufgestellt: Mit den hinzugewonnenen Möglichkeiten sei man in der Lage, weitere Marken aufzubauen – und weiter zu wachsen.


Über Eggers & Franke:

Unter der Eggers & Franke Holding sind vier Vertriebsorganisationen angesiedelt: Eggers & Franke beliefert den Lebensmittelhandel und den Cash & Carry-Kanal, Reidemeister & Ulrichs verantwortet den Vertrieb in den Fachhandel und die Gastronomie, Joh. Eggers Sohn ist auf die Top-Gastronomie und den Facheinzelhandel spezialisiert, Ludwig von Kapff hat über sein eigenes Onlinegeschäft den Endverbraucher direkt im Visier und zählt mit www.club-of-wine.de zu den führenden deutschen Online-Weinhändlern.

Die Geschäftsführung der übergeordneten Eggers & Franke Holding bilden Torsten Helbig, Carsten Haase und Frank Albers. Die Mitglieder des Eggers & Franke Management-Teams sind Markus Hotze, Ralf Zinke, Sebastian Mohr, Susanne Scheichl und Lars Kaniok. Das Team wird strategisch von Christoph Meier und Christof Queisser begleitet. 

Das Unternehmen vereint renommierte Weinmarken wie Baron Philippe de Rothschild, Marqués de Riscal, Frescobaldi, Bodegas Osborne, Doppio Passo, Piper-Heidsieck, Peter Lehmann, yellow tail und die KWV unter einem Dach. Im Portfolio sind zudem bekannte Spirituosenklassiker wie Rémy Martin, Cointreau, Fernet-Branca, Moskovskaya, Malteserkreuz und Osborne Veterano. 

Kostenloser wöchentlicher Newsletter
Anzeige

Serie


© Getränke News 2018 - 2020