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Dr. Andreas Brokemper
Bilanz 2020

Henkell Freixenet sieht sich auf gutem Kurs

Henkell Freixenet hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Minus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseinflüsse -6,5 Prozent). Dennoch sieht sich das Unternehmen auf einem guten Kurs durch die Corona-Krise.

Wie die Oetker-Tochter in ihrer Bilanz-Pressemeldung mitteilt, wurde die 2018 begonnene Fokussierung auf globale und starke lokale Marken im vergangenen Jahr fortgesetzt. So konnten die Kernmarken in Summe um 5,2 Prozent zulegen, wenn auch die Pandemie sich deutlich auf das Geschäft auswirkte. Insbesondere Sekt und Champagner litten laut Unternehmensangaben unter Corona, vor allem während der Welle im Frühjahr sowie in der konsumstarken Weihnachtszeit und zu Silvester.

Der unterschiedliche Verlauf der Pandemie in den verschiedenen Regionen spiegelt sich dabei auch in den Geschäftsentwicklungen der einzelnen Länder wider: Während die Staaten in Nord- und Mitteleuropa von den Reisebeschränkungen profitierten, mussten die Südeuropäer mit ihrer starken Abhängigkeit vom Tourismus empfindliche Einbußen hinnehmen. Auch das Travel-Retail-Geschäft sei fast vollständig zum Erliegen gekommen, berichtet Dr. Andreas Brokemper, Sprecher der Geschäftsführung von Henkell Freixenet.

Positive Bilanz nur in der DACH-Region

In der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) schloss der Konzern das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 304,2 Millionen Euro und einem kleinen Plus von 1,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahr ab. Bereinigt um Konsolidierungseffekte entspricht das einem Wachstum von 1,7 Prozent. Der Premiumsekt Fürst von Metternich erzielte einen Rekordabsatz von 11,5 Millionen Flaschen (jeweils 1/1-Flaschen) – ein Zuwachs von 18,2 Prozent. Wodka Gorbatschow notiert einen Mengenzuwachs um 5,1 Prozent auf 22 Millionen Flaschen. Der Trend zum Stillweinkonsum zu Hause ließ Freixenet Mederaño um 23,1 Prozent auf 15,9 Millionen Flaschen nach oben schnellen.

Deutliche Verluste musste man hingegen im Westeuropa-Geschäft hinnehmen; dort ging der Umsatz um 10,2 Prozent auf 322,6 Millionen Euro zurück, da das Marktgeschehen stark von Lockdowns und Reisebeschränkungen beeinträchtigt war. In Spanien, Italien und Frankreich gaben die Umsätze wegen des hohen Gastronomieanteils deutlich nach. In Großbritannien und Nordeuropa hingegen konnte der Umsatz gesteigert werden.

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Auf den osteuropäischen Märkten verzeichnete Henkell Freixenet – vornehmlich durch die Reorganisation der Aktivitäten in der Ukraine – einen Umsatzrückgang um 5,4 Prozent auf 164,9 Millionen Euro; bereinigt um Konsolidierungseffekte und Wechselkurseinflüsse blieb der Umsatz aber mit -1,1 Prozent annähernd konstant.

In Amerika schloss Henkell Freixenet das Geschäftsjahr 2020 mit 133,3 Millionen Euro und damit einem Minus von 20,2 Prozent ab. Die USA und Mexiko hätten deutlich unter den Gastronomie- und Standortschließungen gelitten, teilt das Unternehmen mit. Auch die Region Asien-Pazifik hatte 2020 große Verluste hinzunehmen; dort sank der Umsatz um 15,9 Prozent auf 42,2 Millionen Euro.

Unter den Marken tat sich Freixenet mit einem Wachstum von 5,1 Prozent hervor und erreichte einen Rekordabsatz von 99,3 Millionen Flaschen. Der weltweite Absatz von Mionetto hingegen ging um 2,5 Prozent auf 26,6 Millionen Flaschen zurück. Henkell Trocken wies mit 11,3 Millionen Flaschen einen Rückgang um 12,5 Prozent auf. Ein beachtliches Wachstum verzeichnete derweil die Marke „I heart Wines“, die um 43 Prozent auf 31 Millionen Flaschen zulegte. Mangaroca Batida de Côco wuchs um 8,0 Prozent auf 2,3 Millionen verkaufte Flaschen.

Fokussierung auf Kernmarken abgeschlossen

Wie geplant, hat Henkell Freixenet 2020 seine Fokussierung auf starke Marken fortgesetzt. Nach Scharlachberg und Sternmarke im Vorjahr wurde unter anderem die Marke Deinhard veräußert. „Wir haben uns seit der Übernahme von Freixenet von nicht strategischem Geschäft getrennt und niedrigmargiges Geschäft abgebaut“, erklärt Dr. Andreas Brokemper. „Gleichzeitig haben wir zahlreiche Kernmarken überarbeitet und Innovationen eingeführt. Diese Phase ist nunmehr abgeschlossen, sodass wir nach Corona wieder durchstarten können“, so der Henkell Freixenet-Chef.

Mit einer Prognose fürs Gesamtjahr tut sich das Management wegen der anhaltenden Corona-Pandemie schwer. Man gehe aber davon aus, dass die Nachfrage in der Gastronomie in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen werde. Für 2021 erwartet das Unternehmen nach eigener Aussage einen stabilen bis leicht wachsenden Konsum im Wein-, Sekt- und Spirituosenbereich. Die Wiedereröffnung der Gastronomie und die Rückkehr des Tourismus würden insbesondere in den mediterranen Ländern für Wachstum sorgen, so die Annahme. Optimistisch stimmt dabei die breite Aufstellung des Konzerns: „Aufgrund der starken Länder- und Markendiversifikation sind wir zuversichtlich, dass wir die Krise weiterhin gut meistern werden“, resümiert Brokemper.

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Dr. Andreas Brokemper
Bilanz 2020

Henkell Freixenet sieht sich auf gutem Kurs

Henkell Freixenet hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Minus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseinflüsse -6,5 Prozent). Dennoch sieht sich das Unternehmen auf einem guten Kurs durch die Corona-Krise.

Wie die Oetker-Tochter in ihrer Bilanz-Pressemeldung mitteilt, wurde die 2018 begonnene Fokussierung auf globale und starke lokale Marken im vergangenen Jahr fortgesetzt. So konnten die Kernmarken in Summe um 5,2 Prozent zulegen, wenn auch die Pandemie sich deutlich auf das Geschäft auswirkte. Insbesondere Sekt und Champagner litten laut Unternehmensangaben unter Corona, vor allem während der Welle im Frühjahr sowie in der konsumstarken Weihnachtszeit und zu Silvester.

Der unterschiedliche Verlauf der Pandemie in den verschiedenen Regionen spiegelt sich dabei auch in den Geschäftsentwicklungen der einzelnen Länder wider: Während die Staaten in Nord- und Mitteleuropa von den Reisebeschränkungen profitierten, mussten die Südeuropäer mit ihrer starken Abhängigkeit vom Tourismus empfindliche Einbußen hinnehmen. Auch das Travel-Retail-Geschäft sei fast vollständig zum Erliegen gekommen, berichtet Dr. Andreas Brokemper, Sprecher der Geschäftsführung von Henkell Freixenet.

Positive Bilanz nur in der DACH-Region

In der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) schloss der Konzern das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 304,2 Millionen Euro und einem kleinen Plus von 1,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahr ab. Bereinigt um Konsolidierungseffekte entspricht das einem Wachstum von 1,7 Prozent. Der Premiumsekt Fürst von Metternich erzielte einen Rekordabsatz von 11,5 Millionen Flaschen (jeweils 1/1-Flaschen) – ein Zuwachs von 18,2 Prozent. Wodka Gorbatschow notiert einen Mengenzuwachs um 5,1 Prozent auf 22 Millionen Flaschen. Der Trend zum Stillweinkonsum zu Hause ließ Freixenet Mederaño um 23,1 Prozent auf 15,9 Millionen Flaschen nach oben schnellen.

Deutliche Verluste musste man hingegen im Westeuropa-Geschäft hinnehmen; dort ging der Umsatz um 10,2 Prozent auf 322,6 Millionen Euro zurück, da das Marktgeschehen stark von Lockdowns und Reisebeschränkungen beeinträchtigt war. In Spanien, Italien und Frankreich gaben die Umsätze wegen des hohen Gastronomieanteils deutlich nach. In Großbritannien und Nordeuropa hingegen konnte der Umsatz gesteigert werden.

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Auf den osteuropäischen Märkten verzeichnete Henkell Freixenet – vornehmlich durch die Reorganisation der Aktivitäten in der Ukraine – einen Umsatzrückgang um 5,4 Prozent auf 164,9 Millionen Euro; bereinigt um Konsolidierungseffekte und Wechselkurseinflüsse blieb der Umsatz aber mit -1,1 Prozent annähernd konstant.

In Amerika schloss Henkell Freixenet das Geschäftsjahr 2020 mit 133,3 Millionen Euro und damit einem Minus von 20,2 Prozent ab. Die USA und Mexiko hätten deutlich unter den Gastronomie- und Standortschließungen gelitten, teilt das Unternehmen mit. Auch die Region Asien-Pazifik hatte 2020 große Verluste hinzunehmen; dort sank der Umsatz um 15,9 Prozent auf 42,2 Millionen Euro.

Unter den Marken tat sich Freixenet mit einem Wachstum von 5,1 Prozent hervor und erreichte einen Rekordabsatz von 99,3 Millionen Flaschen. Der weltweite Absatz von Mionetto hingegen ging um 2,5 Prozent auf 26,6 Millionen Flaschen zurück. Henkell Trocken wies mit 11,3 Millionen Flaschen einen Rückgang um 12,5 Prozent auf. Ein beachtliches Wachstum verzeichnete derweil die Marke „I heart Wines“, die um 43 Prozent auf 31 Millionen Flaschen zulegte. Mangaroca Batida de Côco wuchs um 8,0 Prozent auf 2,3 Millionen verkaufte Flaschen.

Fokussierung auf Kernmarken abgeschlossen

Wie geplant, hat Henkell Freixenet 2020 seine Fokussierung auf starke Marken fortgesetzt. Nach Scharlachberg und Sternmarke im Vorjahr wurde unter anderem die Marke Deinhard veräußert. „Wir haben uns seit der Übernahme von Freixenet von nicht strategischem Geschäft getrennt und niedrigmargiges Geschäft abgebaut“, erklärt Dr. Andreas Brokemper. „Gleichzeitig haben wir zahlreiche Kernmarken überarbeitet und Innovationen eingeführt. Diese Phase ist nunmehr abgeschlossen, sodass wir nach Corona wieder durchstarten können“, so der Henkell Freixenet-Chef.

Mit einer Prognose fürs Gesamtjahr tut sich das Management wegen der anhaltenden Corona-Pandemie schwer. Man gehe aber davon aus, dass die Nachfrage in der Gastronomie in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen werde. Für 2021 erwartet das Unternehmen nach eigener Aussage einen stabilen bis leicht wachsenden Konsum im Wein-, Sekt- und Spirituosenbereich. Die Wiedereröffnung der Gastronomie und die Rückkehr des Tourismus würden insbesondere in den mediterranen Ländern für Wachstum sorgen, so die Annahme. Optimistisch stimmt dabei die breite Aufstellung des Konzerns: „Aufgrund der starken Länder- und Markendiversifikation sind wir zuversichtlich, dass wir die Krise weiterhin gut meistern werden“, resümiert Brokemper.

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