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Kellner mit Tellern eilig auf dem Weg zum Gast
Dehoga

Branche fordert „verlässliche Perspektiven“

In Deutschlands Gastronomie wächst seit April die Nachfrage wieder – und mit ihr die Zuversicht in vielen Betrieben. Das bilanzierte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bei seiner heutigen Pressekonferenz in Berlin. Der Neustart werde allerdings durch massiv steigende Kosten und wachsende Unsicherheiten infolge des Ukraine-Kriegs erschwert. Die Branche brauche jetzt „Planbarkeit und verlässliche Perspektiven“, unterstrich Verbandspräsident Guido Zöllick.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen aktuell eine bestmögliche Pandemie-Vorsorge für das Winterhalbjahr und die Gewährleistung einer sicheren und finanzierbaren Energieversorgung. Priorität haben für den Dehoga zudem Maßnahmen zur Sicherung von Arbeits- und Fachkräften. „Wir benötigen dringend mehr Mitarbeiter aus dem Inland wie Ausland“, betonte Zöllick. Deshalb müssten die Arbeitskräftezuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zügig ausgeweitet sowie Prozesse und Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden.

Mehrwertsteuer soll unten bleiben

Für die Zukunftssicherung zentral sei zudem die Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung. Die Maßnahme war zur Stärkung der Gastronomie zum 1. Juli 2020 eingeführt worden und gilt noch bis Ende des Jahres. „Mit der Entfristung werden die dringend benötigten Perspektiven geschaffen. Gleichzeitig wird damit die längst überfällige steuerliche Gleichbehandlung von Essen hergestellt“, erklärt Zöllick.

Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie und Hotellerie in ihre schwerste Krise seit der Nachkriegszeit gestürzt. In neun Monaten Lockdown mit weitreichenden Einschränkungen erlitt die Branche Umsatzausfälle historischen Ausmaßes. Dem Dehoga zufolge verlor sie vom März 2020 bis 2022 nominal insgesamt 74,9 Milliarden Euro.

Zu wenige Arbeitskräfte und Azubis

Große Probleme bereitet auch der Corona-bedingte Verlust von Arbeitskräften. Der höchste Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde im Mai 2021 nach dem langen Lockdown mit 14,5 Prozent registriert, das entspricht einem Verlust von gut 160.000 Mitarbeitern verglichen mit dem Mai 2019.

Laut Zöllick sind allerdings auch viele Arbeitskräfte inzwischen zurückgekehrt und es wurden neue gewonnen. Im März dieses Jahres zählte die Bundesagentur für Arbeit gut eine Million sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der Branche. Das sind fast 64.000 weniger als im März 2019 (-6,0 %), aber bereits rund 61.000 mehr als im März 2021. Dramatische Rückgänge meldet der Dehoga bei den Azubizahlen. Aktuell absolvieren ca. 41.000 junge Menschen eine Lehre in der Branche; 2019 waren es noch gut 51.000.

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Branche fordert „verlässliche Perspektiven“

In Deutschlands Gastronomie wächst seit April die Nachfrage wieder – und mit ihr die Zuversicht in vielen Betrieben. Das bilanzierte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bei seiner heutigen Pressekonferenz in Berlin. Der Neustart werde allerdings durch massiv steigende Kosten und wachsende Unsicherheiten infolge des Ukraine-Kriegs erschwert. Die Branche brauche jetzt „Planbarkeit und verlässliche Perspektiven“, unterstrich Verbandspräsident Guido Zöllick.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen aktuell eine bestmögliche Pandemie-Vorsorge für das Winterhalbjahr und die Gewährleistung einer sicheren und finanzierbaren Energieversorgung. Priorität haben für den Dehoga zudem Maßnahmen zur Sicherung von Arbeits- und Fachkräften. „Wir benötigen dringend mehr Mitarbeiter aus dem Inland wie Ausland“, betonte Zöllick. Deshalb müssten die Arbeitskräftezuwanderung aus Nicht-EU-Staaten zügig ausgeweitet sowie Prozesse und Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden.

Mehrwertsteuer soll unten bleiben

Für die Zukunftssicherung zentral sei zudem die Beibehaltung der Mehrwertsteuersenkung. Die Maßnahme war zur Stärkung der Gastronomie zum 1. Juli 2020 eingeführt worden und gilt noch bis Ende des Jahres. „Mit der Entfristung werden die dringend benötigten Perspektiven geschaffen. Gleichzeitig wird damit die längst überfällige steuerliche Gleichbehandlung von Essen hergestellt“, erklärt Zöllick.

Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie und Hotellerie in ihre schwerste Krise seit der Nachkriegszeit gestürzt. In neun Monaten Lockdown mit weitreichenden Einschränkungen erlitt die Branche Umsatzausfälle historischen Ausmaßes. Dem Dehoga zufolge verlor sie vom März 2020 bis 2022 nominal insgesamt 74,9 Milliarden Euro.

Zu wenige Arbeitskräfte und Azubis

Große Probleme bereitet auch der Corona-bedingte Verlust von Arbeitskräften. Der höchste Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde im Mai 2021 nach dem langen Lockdown mit 14,5 Prozent registriert, das entspricht einem Verlust von gut 160.000 Mitarbeitern verglichen mit dem Mai 2019.

Laut Zöllick sind allerdings auch viele Arbeitskräfte inzwischen zurückgekehrt und es wurden neue gewonnen. Im März dieses Jahres zählte die Bundesagentur für Arbeit gut eine Million sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der Branche. Das sind fast 64.000 weniger als im März 2019 (-6,0 %), aber bereits rund 61.000 mehr als im März 2021. Dramatische Rückgänge meldet der Dehoga bei den Azubizahlen. Aktuell absolvieren ca. 41.000 junge Menschen eine Lehre in der Branche; 2019 waren es noch gut 51.000.

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