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Corona-Schutz mit Augenmaß gefordert
Spirituosenbranche

Corona-Schutz mit Augenmaß gefordert

Angesichts der zweiten Covid-19-Welle in Europa appelliert der europäische Spirituosenverband Spirits Europe an die Mitgliedstaaten, die politischen Maßnahmen evidenzbasiert, verhältnismäßig und zeitlich begrenzt zu halten. Zudem ruft die Branchenvertretung die Politik auf, der Gastronomie die notwendige Unterstützung zu gewähren.

Die Branche sei sehr beunruhigt, dass viele Restaurants, Cafés und Bars, die während der ersten Welle stark in Schutzmaßnahmen und innovative Vermarktungsideen investiert hätten, die zweite Welle vielleicht nicht überleben würden. Viele stünden heute am Rande des Abgrunds. 

Gastgewerbe darf nicht zusammenbrechen

Wenn sie aufgeben müssten, sei das nicht nur ein wirtschaftliches Desaster, sondern auch ein soziales und kulturelles, so Spirits Europe. „Unser Gastgewerbe bietet Millionen von Arbeitsplätzen und zieht jährlich Millionen von Gästen nach Europa. Es darf nicht zugelassen werden, dass es zusammenbricht“, heißt es aus Brüssel.

In seiner Mitteilung bittet der Verband die politischen Entscheidungsträger dringend, alles zu tun, um Outlets zu unterstützen, die in der Lage sind, sicher zu arbeiten. Und wo sie es nicht seien, sollten Restriktionen so begrenzt, systematisch und konsequent wie möglich ausfallen.

Zudem ruft der Verband die Regierungen auf, ganz konkrete Maßnahmen zu überdenken: So sei nicht erwiesen, dass Ausgangssperren die Verbreitung des Coronavirus eindämmen könnten: „Wenn ein Outlet sicher funktioniert, kann es das auch nach 21 Uhr.“ Auch strenge Begrenzungen des Alkoholkaufs hätten während der ersten Welle nur zu Vorratskäufen und Überfüllung der Läden geführt. Dies gilt nach Einschätzung des Verbands auch für begrenzte Öffnungszeiten in Supermärkten und im Fachhandel. 

Maßnahmen in Gastronomie teilweise unverhältnismäßig

Ebenfalls nicht schlüssig seien Regeln, die Bars gegenüber Restaurants benachteiligten. Bars, die dieselben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wie Speiselokale, könnten genauso wie diese sicher agieren. Ähnliches gilt laut Spirits Europe für Schließungen im Gastgewerbe: Es gebe keine Hinweise, dass die meisten Infektionen dort aufträten, zumal die Branche stark in Hygiene und Sicherheit investiert habe. Daher seien die Maßnahmen oftmals unverhältnismäßig.

Darüber hinaus müssten die Mitgliedstaaten das Gastgewerbe noch stärker unterstützen, so der Verband. Zwangsurlaube für Angestellte seien zwar eine wichtige Maßnahme, inzwischen sei aber eine Lage erreicht, wo umfassendere Unterstützung notwendig sei. Das aktuelle Herangehen mit Ausgangssperren und Verkaufsbeschränkungen habe sich als wirkungslos und in manchen Fällen kontraproduktiv erwiesen, so Spirits Europe abschließend. „Es wird einen extrem schädlichen Effekt auf die Zukunft der Branche haben.“

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Corona-Schutz mit Augenmaß gefordert
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Corona-Schutz mit Augenmaß gefordert

Angesichts der zweiten Covid-19-Welle in Europa appelliert der europäische Spirituosenverband Spirits Europe an die Mitgliedstaaten, die politischen Maßnahmen evidenzbasiert, verhältnismäßig und zeitlich begrenzt zu halten. Zudem ruft die Branchenvertretung die Politik auf, der Gastronomie die notwendige Unterstützung zu gewähren.

Die Branche sei sehr beunruhigt, dass viele Restaurants, Cafés und Bars, die während der ersten Welle stark in Schutzmaßnahmen und innovative Vermarktungsideen investiert hätten, die zweite Welle vielleicht nicht überleben würden. Viele stünden heute am Rande des Abgrunds. 

Gastgewerbe darf nicht zusammenbrechen

Wenn sie aufgeben müssten, sei das nicht nur ein wirtschaftliches Desaster, sondern auch ein soziales und kulturelles, so Spirits Europe. „Unser Gastgewerbe bietet Millionen von Arbeitsplätzen und zieht jährlich Millionen von Gästen nach Europa. Es darf nicht zugelassen werden, dass es zusammenbricht“, heißt es aus Brüssel.

In seiner Mitteilung bittet der Verband die politischen Entscheidungsträger dringend, alles zu tun, um Outlets zu unterstützen, die in der Lage sind, sicher zu arbeiten. Und wo sie es nicht seien, sollten Restriktionen so begrenzt, systematisch und konsequent wie möglich ausfallen.

Zudem ruft der Verband die Regierungen auf, ganz konkrete Maßnahmen zu überdenken: So sei nicht erwiesen, dass Ausgangssperren die Verbreitung des Coronavirus eindämmen könnten: „Wenn ein Outlet sicher funktioniert, kann es das auch nach 21 Uhr.“ Auch strenge Begrenzungen des Alkoholkaufs hätten während der ersten Welle nur zu Vorratskäufen und Überfüllung der Läden geführt. Dies gilt nach Einschätzung des Verbands auch für begrenzte Öffnungszeiten in Supermärkten und im Fachhandel. 

Maßnahmen in Gastronomie teilweise unverhältnismäßig

Ebenfalls nicht schlüssig seien Regeln, die Bars gegenüber Restaurants benachteiligten. Bars, die dieselben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wie Speiselokale, könnten genauso wie diese sicher agieren. Ähnliches gilt laut Spirits Europe für Schließungen im Gastgewerbe: Es gebe keine Hinweise, dass die meisten Infektionen dort aufträten, zumal die Branche stark in Hygiene und Sicherheit investiert habe. Daher seien die Maßnahmen oftmals unverhältnismäßig.

Darüber hinaus müssten die Mitgliedstaaten das Gastgewerbe noch stärker unterstützen, so der Verband. Zwangsurlaube für Angestellte seien zwar eine wichtige Maßnahme, inzwischen sei aber eine Lage erreicht, wo umfassendere Unterstützung notwendig sei. Das aktuelle Herangehen mit Ausgangssperren und Verkaufsbeschränkungen habe sich als wirkungslos und in manchen Fällen kontraproduktiv erwiesen, so Spirits Europe abschließend. „Es wird einen extrem schädlichen Effekt auf die Zukunft der Branche haben.“

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