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Radeberger Gruppe 2019 "gut behauptet"
Radeberger Gruppe

Bier-Marktführer meldet Minus

Die Radeberger Gruppe meldet für 2020 einen Absatzrückgang von 4,7 Prozent und einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro (-8 Prozent). Weitere Kennzahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Im Inland wie im Ausland habe die Brauereigruppe insbesondere mit regionalen Marken, alkoholfreien Bieren und Neuprodukten punkten können, heißt es.

„Mit einer starken Mannschaftsleistung und viel Engagement unserer Beschäftigten ist es uns trotz der Krisensituation und massiver Vermarktungsbeschränkungen gelungen, unsere Marktposition zu festigen und sich bietende Marktchancen erfolgreich zu ergreifen“, sagt Guido Mockel, Sprecher der Geschäftsführung. Dabei sei der Blick auf den Absatz jedoch nur eine Messgröße für Markterfolg.

Automatisch gespeicherter neuer Geschäftsführer der Radeberger Gruppe
Guido Mockel ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsführung und seit Frühjahr 2020 Srecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe. (Foto: Radeberger Gruppe)

Die Radeberger Gruppe habe den massiven coronabedingten Einbruch des Fassbierabsatzes durch einen Zuwachs bei Flaschenbier zumindest nominal etwas abfedern können. Das entfallene margenträchtige Fassbiergeschäft habe jedoch schmerzhafte Lücken in die Unternehmensergebnisse gerissen. „Wir sind einer der größten Fassbiervermarkter in Deutschland und beliefern weit über 40.000 gastronomische Objekte mit unseren Bieren und alkoholfreien Getränken. Entsprechend hart trifft uns deren monatelange Schließung, die zu einer Halbierung unserer Fassbierabsätze geführt hat“, erklärt Mockel.

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Mit vielen Standbeinen im Markt

Die Krise im Außer-Haus-Markt spürt Deutschlands größte Brauereigruppe auch bei ihren Beteiligungen im Getränkefachgroßhandel und bei den Plattformen für die Gastronomie. Da die Gruppe aber mit vielen Standbeinen im Markt aktiv ist, wurden die Verluste dort teilweise durch andere Geschäftsbereiche abgefedert. Einige Unternehmenstöchter hätten sich sogar erfreulich entwickelt, heißt es. So habe insbesondere die zugehörige größte deutsche Getränkefachmarktkette, Getränke Hoffmann, die verstärkte Verbrauchernachfrage in diesem Absatzformat optimal nutzen können und habe sogar Marktanteile dazugewonnen.

Lieferdienst und Flaschenbier legten zu

Auch der Getränkelieferdienst Durstexpress konnte in der Krise profitieren: Kundenstamm und Umsatz wuchsen. „Die Verbraucher suchen nach neuen Wegen, ihre täglichen Bedarfe zu decken. Unsere Entscheidung, uns in diesem Feld zu engagieren, war goldrichtig“, betont Mockel. Auch das Streckengeschäft der Unternehmensgruppe, insbesondere unter dem Dach der Deutsche Getränke Logistik (ein Joint Venture mit der Brauerei Veltins) habe von einer gestiegenen Flaschenbier-Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten profitiert, während der führende deutsche Leergutlogistiker H. Leiter sich auch in der Krise als wichtiger Pfeiler eines funktionierenden Mehrwegsystems erwiesen habe, so der Radeberger-Chef.

Strukturelle Veränderungen erwartet

Der Ausblick des Marktführers auf 2021 bleibt zurückhaltend: Eine Wiedereröffnung des Außer-Haus-Marktes sei kurzfristig nicht absehbar, sogar eine Ausdehnung des Lockdowns bis in die Saison könne heute nicht mehr ausgeschlossen werden. „Selbst, wenn wir diese Phase als Unternehmensgruppe durchstehen können – jeder Tag mehr, an dem der Außer-Haus-Markt geschlossen bleibt, zieht strukturelle Veränderungen, kaum aufholbare Absatzverluste sowie langfristig reduzierte Geschäftsvolumina für alle Akteure dieses Marktes nach sich“, so Mockel.

Bis zum Ende der Krise werde die Radeberger Gruppe ihre breite Aufstellung optimal ausspielen – und Marktchancen weiterhin beherzt ergreifen: „Wir stehen in allen Teilen unserer Unternehmensgruppe bereit und planen weiterhin mit Zuversicht, Mut und frischen Impulsen, im vollen Bewusstsein, dass sich der Biermarkt in einem dynamischen Veränderungsprozess befindet – und dies nicht nur wegen Corona“, betont der Radeberger-Chef.

 


Über die Radeberger Gruppe

Die Radeberger Gruppe ist Deutschlands größte private Brauereigruppe und Teil des Familienunternehmens Dr. August Oetker KG in Bielefeld. Mit ihrem Getränkeportfolio internationaler, nationaler und regionaler Biermarken und alkoholfreier Getränke, ihren Engagements im Getränkefachgroßhandel, der Streckenlogistik sowie dem Getränke-Einzelhandel und verschiedenen Beteiligungen und Schulterschlüssen mit Marktbegleitern in neu entstehenden Ökosystemen ist sie in allen Bereichen des Getränkemarktes als Anbieter ganzheitlicher Lösungen vertreten.

Radeberger Gruppe 2019 "gut behauptet"
Radeberger Gruppe

Bier-Marktführer meldet Minus

Die Radeberger Gruppe meldet für 2020 einen Absatzrückgang von 4,7 Prozent und einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro (-8 Prozent). Weitere Kennzahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Im Inland wie im Ausland habe die Brauereigruppe insbesondere mit regionalen Marken, alkoholfreien Bieren und Neuprodukten punkten können, heißt es.

„Mit einer starken Mannschaftsleistung und viel Engagement unserer Beschäftigten ist es uns trotz der Krisensituation und massiver Vermarktungsbeschränkungen gelungen, unsere Marktposition zu festigen und sich bietende Marktchancen erfolgreich zu ergreifen“, sagt Guido Mockel, Sprecher der Geschäftsführung. Dabei sei der Blick auf den Absatz jedoch nur eine Messgröße für Markterfolg.

Automatisch gespeicherter neuer Geschäftsführer der Radeberger Gruppe
Guido Mockel ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsführung und seit Frühjahr 2020 Srecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe. (Foto: Radeberger Gruppe)

Die Radeberger Gruppe habe den massiven coronabedingten Einbruch des Fassbierabsatzes durch einen Zuwachs bei Flaschenbier zumindest nominal etwas abfedern können. Das entfallene margenträchtige Fassbiergeschäft habe jedoch schmerzhafte Lücken in die Unternehmensergebnisse gerissen. „Wir sind einer der größten Fassbiervermarkter in Deutschland und beliefern weit über 40.000 gastronomische Objekte mit unseren Bieren und alkoholfreien Getränken. Entsprechend hart trifft uns deren monatelange Schließung, die zu einer Halbierung unserer Fassbierabsätze geführt hat“, erklärt Mockel.

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Mit vielen Standbeinen im Markt

Die Krise im Außer-Haus-Markt spürt Deutschlands größte Brauereigruppe auch bei ihren Beteiligungen im Getränkefachgroßhandel und bei den Plattformen für die Gastronomie. Da die Gruppe aber mit vielen Standbeinen im Markt aktiv ist, wurden die Verluste dort teilweise durch andere Geschäftsbereiche abgefedert. Einige Unternehmenstöchter hätten sich sogar erfreulich entwickelt, heißt es. So habe insbesondere die zugehörige größte deutsche Getränkefachmarktkette, Getränke Hoffmann, die verstärkte Verbrauchernachfrage in diesem Absatzformat optimal nutzen können und habe sogar Marktanteile dazugewonnen.

Lieferdienst und Flaschenbier legten zu

Auch der Getränkelieferdienst Durstexpress konnte in der Krise profitieren: Kundenstamm und Umsatz wuchsen. „Die Verbraucher suchen nach neuen Wegen, ihre täglichen Bedarfe zu decken. Unsere Entscheidung, uns in diesem Feld zu engagieren, war goldrichtig“, betont Mockel. Auch das Streckengeschäft der Unternehmensgruppe, insbesondere unter dem Dach der Deutsche Getränke Logistik (ein Joint Venture mit der Brauerei Veltins) habe von einer gestiegenen Flaschenbier-Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und in Getränkeabholmärkten profitiert, während der führende deutsche Leergutlogistiker H. Leiter sich auch in der Krise als wichtiger Pfeiler eines funktionierenden Mehrwegsystems erwiesen habe, so der Radeberger-Chef.

Strukturelle Veränderungen erwartet

Der Ausblick des Marktführers auf 2021 bleibt zurückhaltend: Eine Wiedereröffnung des Außer-Haus-Marktes sei kurzfristig nicht absehbar, sogar eine Ausdehnung des Lockdowns bis in die Saison könne heute nicht mehr ausgeschlossen werden. „Selbst, wenn wir diese Phase als Unternehmensgruppe durchstehen können – jeder Tag mehr, an dem der Außer-Haus-Markt geschlossen bleibt, zieht strukturelle Veränderungen, kaum aufholbare Absatzverluste sowie langfristig reduzierte Geschäftsvolumina für alle Akteure dieses Marktes nach sich“, so Mockel.

Bis zum Ende der Krise werde die Radeberger Gruppe ihre breite Aufstellung optimal ausspielen – und Marktchancen weiterhin beherzt ergreifen: „Wir stehen in allen Teilen unserer Unternehmensgruppe bereit und planen weiterhin mit Zuversicht, Mut und frischen Impulsen, im vollen Bewusstsein, dass sich der Biermarkt in einem dynamischen Veränderungsprozess befindet – und dies nicht nur wegen Corona“, betont der Radeberger-Chef.

 


Über die Radeberger Gruppe

Die Radeberger Gruppe ist Deutschlands größte private Brauereigruppe und Teil des Familienunternehmens Dr. August Oetker KG in Bielefeld. Mit ihrem Getränkeportfolio internationaler, nationaler und regionaler Biermarken und alkoholfreier Getränke, ihren Engagements im Getränkefachgroßhandel, der Streckenlogistik sowie dem Getränke-Einzelhandel und verschiedenen Beteiligungen und Schulterschlüssen mit Marktbegleitern in neu entstehenden Ökosystemen ist sie in allen Bereichen des Getränkemarktes als Anbieter ganzheitlicher Lösungen vertreten.

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