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Mit Wertstrategie gut gefahren
Bitburger Braugruppe

Mit Wertstrategie gut gefahren

Die Bitburger Braugruppe verzeichnet für 2018 leichte Umsatzzuwächse. Bei einer guten Entwicklung der Hauptmarke Bitburger und einem Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 797,0 Millionen Euro zeigt sich das Management zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Das Absatzminus von 2,7 Prozent auf 6,6 Millionen Hektoliter sei vor allem bedingt durch den bewussten Verzicht auf nicht wertbasierte Mengen im Ausland und die klare wertorientierte Strategie der Braugruppe. 

Neben einem Umsatzplus von vier Prozent und einem auf 8,2 Prozent gestiegenen Umsatz-Marktanteil für die Hauptmarke Bitburger (Pils) hat das 2018 eingeführte Bitburger Kellerbier den Angaben zufolge die Erwartungen deutlich übertroffen. Die in Kooperation mit dem Benediktiner Kloster Ettal vertriebene Weißbiermarke Benediktiner konnte erneut zweistellig zulegen. Ihren Umsatz-Marktanteil auf nun 7,8 Prozent ausgebaut hat zudem die weiter stark wachsende alkoholfreie Bitburger 0,0%-Range. 

Für 2019 kündigt die Braugruppe eine Reihe von Neuheiten an. So soll die Marke König Pilsener künftig unter dem Dachmarken-Namen „König“ mehr Raum für weitere Bierspezialitäten, wie das im März vorgestellte König Rotbier (wir berichteten), bieten. „Wir wollen uns bei König als Qualitätsmarke im Portfolio breiter aufstellen, um – wie mit König Rotbier – auch Konsumenten, die mildere, ungewöhnlichere Biere bevorzugen, anzusprechen“, erläutert Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe. Er gibt sich zuversichtlich, die Marke wieder auf Wachstumskurs führen zu können. 2018 musste die Marke leichte Umsatzeinbußen bei einem stabilen Marktanteil hinnehmen, vor allem bedingt durch die bei König durchgeführte Preiserhöhung und teils aggressive Promotionmaßnahmen des Wettbewerbs. 

Rabattschlachten noch nicht vorbei

„Bier dauerhaft aus dem viel zu niedrigen preislichen Aktionsniveau zu führen, ist ein langer und steiniger Weg“, führt der Bitburger-Chef aus. Dennoch setze die Braugruppe auch weiterhin auf die klar definierte Wert-Strategie. So habe man im Exportgeschäft bewusst auf nicht werthaltige Absatzmengen verzichtet, was sich auf das Gesamt-Absatzergebnis der Gruppe negativ ausgewirkt habe. Während Köstritzer Schwarzbier nicht von dem langen und heißen Sommer profitieren konnte, hat die Marke Wernesgrüner nach ihren Preiserhöhungen nach wie vor mit der hohen Preissensibilität im Osten zu kämpfen. Mit Neuprodukten, wie Köstritzer Schwarzbier Kirsche (wir berichteten), aber auch Gebinde- und Kastenneuheiten für Wernesgrüner, will das Unternehmen 2019 wieder „starke Akzente“ für die ostdeutschen Töchter setzen. Kräftige regionale Impulse erwartet die Braugruppe auch für die Licher Privatbrauerei, die mit „Hessenquell“ eine einstige Traditions-Marke der Brauerei in diesem Jahr neu auflegt. 

„Wir haben uns für 2019 viel vorgenommen und sind guter Dinge“, führt Axel Dahm aus. Allerdings habe gerade das letzte Quartal 2018 gezeigt, dass die Zeit der Rabattschlachten auch für Premium-Bier mit Preisen von teils unter zehn Euro noch nicht der Vergangenheit angehören. Dennoch sei er überzeugt, dass gerade in diesem herausfordernden Markt nur durch die von der Braugruppe verfolgte Werte-Strategie eine langfristige und nachhaltige Sicherung ihrer Premiummarken garantiert sei. „Man braucht einen langen Atem, um Bier aus der Aktionsspirale zu holen, aber wir sind sicher, dies lohnt sich – und zwar für alle Beteiligten“, betont Dahm. 

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