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"Alle Brauereigrößen im Fokus"
Logipack

„Alle Brauereigrößen im Fokus“

Durch die neue strategische Partnerschaft mit dem europaweit agierenden Bierfass-Verleiher CBBR steigt Logipack ganz groß ins Geschäft mit Mehrweg-Mietfässern ein. Getränke News sprach mit Logipack-Geschäftsführer Torsten Hiller über seine Erwartungen und Pläne.


Getränke News: Als Dienstleister für das Mehrwegsystem ist Logipack seit Jahren sehr erfolgreich. Das Geschäft mit den Logi-Keg-Fässern wurde aber bislang nur bei Testkunden eingeführt. Warum wurde es national nicht ausgerollt?

Hiller: Wir haben unsere 20-Liter-Logi-Keg-Fässer mit der Störtebeker Braumanufaktur und ein, zwei kleineren Brauereien getestet. 2017 haben wir Logi-Keg dann auf der Drinktec in München vorgestellt. Dort gab es Nachfragen nach unserem Keg-Pool, und wir haben sehr schnell festgestellt, dass wir eine deutlich größere Lösung anbieten müssen, um insbesondere auch die Nachfrage nach grenzübergreifenden Vermarktungen befriedigen zu können.

Getränke News: Nun konnten Sie mit Close Brothers Brewery Rentals (CBBR) einen Partner für die Vermietung von Keg-Fässern gewinnen. Wie kam es dazu? Wie lange hat das gedauert?

Hiller: Bereits auf der Drinktec 2017 kam CBBR auf uns mit der Idee zu, ein Fass-Pool-System gemeinsam in Deutschland einzuführen. CBBR hat im Bereich Fass-Verleih in England ein enormes Know-how und wir haben in Deutschland die Kontakte und Strukturen, die CBBR gefehlt haben. Wir ergänzen uns also ideal. Wir arbeiten bereits in vielen Bereichen erfolgreich mit Kooperationspartnern zusammen und sind daher in die Verhandlungen eingestiegen. Bis zu unserer Kooperation hat es dann noch 18 Monate gedauert. Aus diesem Grund haben wir in den Logi-Keg-Pool keine weiteren Kunden aufgenommen, um keine Hürden für die Umstellungsphase aufzubauen.

Getränke News: Seit 1. Juli ist Logipack hierzulande exklusiver Vertriebspartner des E-Keg-Poolfasssystems. Was heißt das genau?

Hiller: Wir verkaufen in den kommenden Monaten schrittweise unsere Logi-Keg-Fässer an CBBR. Die Fässer werden neu gebrandet, mit den CBBR High Frequency RFID-Tags ausgestattet und in das E-Keg-Poolfasssystem integriert. Wir fungieren als Vertriebs- und Logistikdienstleister für das E-Keg-System von CBBR zunächst nur in Deutschland. Das heißt, wir schließen die Nutzungsvereinbarungen mit den Brauereien angelehnt an unsere Systemnutzungsvereinbarungen für die Logipack MultiCrate- und Tray-Systeme. Das E-Keg-System wird also einfach in die Logipack Cycle-Prozesswelt integriert. 

Getränke News: Warum wird das E-Keg-Poolfasssystem funktionieren?

Hiller: Wir haben seit langem eine große Nachfrage nach den 20-Liter-Slim-Kegs. Das hängt damit zusammen, dass die Nachfrage nach Bierspezialitäten in der Gastronomie zunimmt und die Gastronomen durch die kleineren Fässer mehrere Biere an den Hahn nehmen können. Auch für die Qualität von Bieren, die in geringeren Mengen nachgefragt werden, sind die kleineren Fässer besser. Die Biere bleiben damit länger frisch und karbonisieren deutlich weniger auf. 

Ich bin sicher: Der Markt für Bierspezialitäten wird weiterwachsen und damit die Nachfrage nach den 20-Liter-Slim-Kegs. Ähnliche Erfahrungen sammelt CBBR seit zwölf Jahren im englischen Markt. Bei uns wird der Bedarf an kleineren Fässern aktuell leider viel zu oft nur mit Einwegfässern gedeckt. Diese kosten viel Geld und es wird damit viel Müll produziert. Nun gibt es mit dem E-Keg-Pool eine sinnvolle Lösung und wir werden mit einer kontrollierten Offensive in den Markt einsteigen.

Getränke News: Welche Brauereigrößen haben Sie im Fokus?

Hiller: Alle! Denn neben der Standardisierung und der festen Kalkulationsbasis liegen die Vorteile für alle Brauereien in den flexiblen Vermarktungschancen ohne hohe Investition in eigene Fässer. So können beispielsweise auch neue Biere vom Fass getestet oder saisonale Sorten in die Gastronomie gebracht werden. 

Getränke News: In England verleiht CBBR auch Brauerei-gebrandete Fässer an Brauereien. So haben dort beispielsweise Heineken und Molson Coors ihren kompletten Fassbestand an CBBR verkauft und mieten die Fässer nun zurück. Ist dieses Modell auch für Deutschland denkbar?

Hiller: Zu dem Thema müssen Sie direkt mit Close Brothers Brewery Rentals sprechen. Logipack ist Vertriebspartner für das E-Keg-Poolsystem. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass der eine oder andere Brauer solche Wege geht, um sein Eigenkapital zu schonen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass deutsche Brauer in dieser Hinsicht deutlich konservativer sind als international tätige Konzerne.


Unser Gesprächspartner

Torsten Hiller ist seit 2006 Geschäftsführer der Logipack GmbH. Er ist bereits seit über 30 Jahre in der Getränkebranche tätig. Unter anderem war er viele Jahre in leitenden Positionen bei der Brauerei Veltins beschäftigt, zuletzt als Verkaufsdirektor. Im Anschluss stand er als Sprecher der Geschäftsführung an der Spitze der Westdeutschen Getränke Logistik und war Geschäftsführer bei Getränke Ahlers.

Über das Logipack-System

Das im Jahr 2006 eingeführte Logipack-System ist auf die nachhaltige Steuerung und umweltschonende Nutzung von Mehrwegsystemen ausgerichtet. Es begleitet den gesamten Weg von der Abfüllung der Getränke bis zur Rückführung und Sortierung der Leergüter. 

Heute steuert Logipack einen Pool mit über fünf Millionen neutralen Logipack-Trays und -MultiCrates (Kisten) in Deutschland und Österreich. In sechs Depots werden die Komponenten gelagert, inspiziert, gereinigt und zur Weiternutzung bereitgestellt. 

Logipack versteht sich als neutrale Plattform für alle Hersteller und Händler zur Standardisierung aller Prozesse der Mehrweg-Supply-Chain. Diese bietet Ladungsträger für alle gängigen Getränkeverpackungen z.B. als Multipacks, Aktionsplatzierung oder Mischdisplay. 

Über 100 Marken nutzen Logipack als Verpackungsdienstleister. In den Zentren wurde bereits über eine Milliarde Mehrwegflaschen in Kleingebinde und Displays für Hersteller verpackt und über sechs Millionen Hektoliter Mehrweggetränke distribuiert. Damit ist Logipack der größte Verpackungsdienstleister von Mehrwegprodukten in Deutschland.

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"Alle Brauereigrößen im Fokus"
Logipack

„Alle Brauereigrößen im Fokus“

Durch die neue strategische Partnerschaft mit dem europaweit agierenden Bierfass-Verleiher CBBR steigt Logipack ganz groß ins Geschäft mit Mehrweg-Mietfässern ein. Getränke News sprach mit Logipack-Geschäftsführer Torsten Hiller über seine Erwartungen und Pläne.


Getränke News: Als Dienstleister für das Mehrwegsystem ist Logipack seit Jahren sehr erfolgreich. Das Geschäft mit den Logi-Keg-Fässern wurde aber bislang nur bei Testkunden eingeführt. Warum wurde es national nicht ausgerollt?

Hiller: Wir haben unsere 20-Liter-Logi-Keg-Fässer mit der Störtebeker Braumanufaktur und ein, zwei kleineren Brauereien getestet. 2017 haben wir Logi-Keg dann auf der Drinktec in München vorgestellt. Dort gab es Nachfragen nach unserem Keg-Pool, und wir haben sehr schnell festgestellt, dass wir eine deutlich größere Lösung anbieten müssen, um insbesondere auch die Nachfrage nach grenzübergreifenden Vermarktungen befriedigen zu können.

Getränke News: Nun konnten Sie mit Close Brothers Brewery Rentals (CBBR) einen Partner für die Vermietung von Keg-Fässern gewinnen. Wie kam es dazu? Wie lange hat das gedauert?

Hiller: Bereits auf der Drinktec 2017 kam CBBR auf uns mit der Idee zu, ein Fass-Pool-System gemeinsam in Deutschland einzuführen. CBBR hat im Bereich Fass-Verleih in England ein enormes Know-how und wir haben in Deutschland die Kontakte und Strukturen, die CBBR gefehlt haben. Wir ergänzen uns also ideal. Wir arbeiten bereits in vielen Bereichen erfolgreich mit Kooperationspartnern zusammen und sind daher in die Verhandlungen eingestiegen. Bis zu unserer Kooperation hat es dann noch 18 Monate gedauert. Aus diesem Grund haben wir in den Logi-Keg-Pool keine weiteren Kunden aufgenommen, um keine Hürden für die Umstellungsphase aufzubauen.

Getränke News: Seit 1. Juli ist Logipack hierzulande exklusiver Vertriebspartner des E-Keg-Poolfasssystems. Was heißt das genau?

Hiller: Wir verkaufen in den kommenden Monaten schrittweise unsere Logi-Keg-Fässer an CBBR. Die Fässer werden neu gebrandet, mit den CBBR High Frequency RFID-Tags ausgestattet und in das E-Keg-Poolfasssystem integriert. Wir fungieren als Vertriebs- und Logistikdienstleister für das E-Keg-System von CBBR zunächst nur in Deutschland. Das heißt, wir schließen die Nutzungsvereinbarungen mit den Brauereien angelehnt an unsere Systemnutzungsvereinbarungen für die Logipack MultiCrate- und Tray-Systeme. Das E-Keg-System wird also einfach in die Logipack Cycle-Prozesswelt integriert. 

Getränke News: Warum wird das E-Keg-Poolfasssystem funktionieren?

Hiller: Wir haben seit langem eine große Nachfrage nach den 20-Liter-Slim-Kegs. Das hängt damit zusammen, dass die Nachfrage nach Bierspezialitäten in der Gastronomie zunimmt und die Gastronomen durch die kleineren Fässer mehrere Biere an den Hahn nehmen können. Auch für die Qualität von Bieren, die in geringeren Mengen nachgefragt werden, sind die kleineren Fässer besser. Die Biere bleiben damit länger frisch und karbonisieren deutlich weniger auf. 

Ich bin sicher: Der Markt für Bierspezialitäten wird weiterwachsen und damit die Nachfrage nach den 20-Liter-Slim-Kegs. Ähnliche Erfahrungen sammelt CBBR seit zwölf Jahren im englischen Markt. Bei uns wird der Bedarf an kleineren Fässern aktuell leider viel zu oft nur mit Einwegfässern gedeckt. Diese kosten viel Geld und es wird damit viel Müll produziert. Nun gibt es mit dem E-Keg-Pool eine sinnvolle Lösung und wir werden mit einer kontrollierten Offensive in den Markt einsteigen.

Getränke News: Welche Brauereigrößen haben Sie im Fokus?

Hiller: Alle! Denn neben der Standardisierung und der festen Kalkulationsbasis liegen die Vorteile für alle Brauereien in den flexiblen Vermarktungschancen ohne hohe Investition in eigene Fässer. So können beispielsweise auch neue Biere vom Fass getestet oder saisonale Sorten in die Gastronomie gebracht werden. 

Getränke News: In England verleiht CBBR auch Brauerei-gebrandete Fässer an Brauereien. So haben dort beispielsweise Heineken und Molson Coors ihren kompletten Fassbestand an CBBR verkauft und mieten die Fässer nun zurück. Ist dieses Modell auch für Deutschland denkbar?

Hiller: Zu dem Thema müssen Sie direkt mit Close Brothers Brewery Rentals sprechen. Logipack ist Vertriebspartner für das E-Keg-Poolsystem. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass der eine oder andere Brauer solche Wege geht, um sein Eigenkapital zu schonen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass deutsche Brauer in dieser Hinsicht deutlich konservativer sind als international tätige Konzerne.


Unser Gesprächspartner

Torsten Hiller ist seit 2006 Geschäftsführer der Logipack GmbH. Er ist bereits seit über 30 Jahre in der Getränkebranche tätig. Unter anderem war er viele Jahre in leitenden Positionen bei der Brauerei Veltins beschäftigt, zuletzt als Verkaufsdirektor. Im Anschluss stand er als Sprecher der Geschäftsführung an der Spitze der Westdeutschen Getränke Logistik und war Geschäftsführer bei Getränke Ahlers.

Über das Logipack-System

Das im Jahr 2006 eingeführte Logipack-System ist auf die nachhaltige Steuerung und umweltschonende Nutzung von Mehrwegsystemen ausgerichtet. Es begleitet den gesamten Weg von der Abfüllung der Getränke bis zur Rückführung und Sortierung der Leergüter. 

Heute steuert Logipack einen Pool mit über fünf Millionen neutralen Logipack-Trays und -MultiCrates (Kisten) in Deutschland und Österreich. In sechs Depots werden die Komponenten gelagert, inspiziert, gereinigt und zur Weiternutzung bereitgestellt. 

Logipack versteht sich als neutrale Plattform für alle Hersteller und Händler zur Standardisierung aller Prozesse der Mehrweg-Supply-Chain. Diese bietet Ladungsträger für alle gängigen Getränkeverpackungen z.B. als Multipacks, Aktionsplatzierung oder Mischdisplay. 

Über 100 Marken nutzen Logipack als Verpackungsdienstleister. In den Zentren wurde bereits über eine Milliarde Mehrwegflaschen in Kleingebinde und Displays für Hersteller verpackt und über sechs Millionen Hektoliter Mehrweggetränke distribuiert. Damit ist Logipack der größte Verpackungsdienstleister von Mehrwegprodukten in Deutschland.

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