Immer mehr Getränkeherstellern in der Ukraine geht das Verpackungsmaterial aus, um noch ausreichende Mengen Trinkwasser für die Bevölkerung abfüllen zu können. Über den Deutschen Brauer-Bund haben sich ukrainische Betriebe an Deutschland gewandt und um Unterstützung gebeten.
Dringend benötigt wird zum einen Trinkwasser, abgefüllt in Flaschen oder Dosen. Zur Aufrechterhaltung der Versorgung ist es jedoch auch entscheidend, dass Brunnen und andere Abfüller weiterarbeiten können. In der Ukraine werden Getränke zu einem großen Teil in Plastik- bzw. PET-Flaschen abgefüllt. Durch die Angriffe auf die Stadt Kharkiv im Osten der Ukraine sei die Produktion im landesweit größten Werk für PET-Flaschen nun vollends zum Erliegen gekommen, berichtete Volodymyr Gomivka von der Brauerei Opillia, die Wasser fördert und abfüllt. Er sendet einen Hilferuf: „Wir brauchen in der Ukraine dringend PET-Rohlinge, um weiter Wasser abfüllen zu können“, so Gomivka. „In Kriegszeiten ist kaum etwas wichtiger als Wasser.“
Die Opillia-Brauerei in Ternopil im bisher noch von Kampfhandlungen weitgehend verschonten Westen der Ukraine ist nur rund 200 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt und kann als Logistikzentrum zur landesweiten Verteilung von Hilfsgütern und Abfüllmaterialien dienen. Neben PET-Preforms für Wasser (Spezifikation: 27-28 g, PCO 1881, Lowneck) werden auch Verschlüsse gebraucht.
Außerdem weist das Netzwerk ukrainischer Brauereien darauf hin, dass dringend auch Schutzausrüstung für Belegschaften und Zivilverteidigung, vor allem Splitterschutzwesten und Helme, benötigt würden.
Deutsche Unternehmen und Organisationen, die mit Hilfslieferungen Unterstützung leisten können, sollen sich direkt an Volodymyr Gomivka wenden (E-Mail: vgomivka@opillia.com).