Die an einer freiwilligen Brancheninitiative beteiligten Hersteller von Erfrischungsgetränken haben zwischen 2015 und 2025 eine Kalorienreduktion von 20,8 Prozent erreicht. Damit übertrafen sie das mit der Bundesregierung vereinbarte Ziel von 15 Prozent. Das geht nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) aus einem unabhängigen Monitoring hervor.
Die beteiligten Unternehmen repräsentierten zum Zeitpunkt der Vereinbarung mehr als 90 Prozent des Marktvolumens der in der wafg organisierten Erfrischungsgetränkehersteller. Ihr Anteil am gesamten Markt lag laut Verband bei mehr als 60 Prozent. Der übrige Markt entfällt unter anderem auf Handelsmarken von Unternehmen, die nicht in der wafg vertreten sind.
Erreicht wurde die Reduktion nach Verbandsangaben durch neue kalorienreduzierte und kalorienfreie Getränke sowie durch veränderte Rezepturen bestehender Produkte. Der Verband nimmt das Ergebnis zum Anlass, die geplante Einführung einer Zuckersteuer zum 1. Januar 2027 erneut zu kritisieren. „Die Branche hat ihre Zusage gehalten. Dies verdeutlichen auch die offiziellen Daten der Bundesregierung“, sagt wafg-Hauptgeschäftsführer Detlef Groß.
Aus Sicht des Verbandes berücksichtigt die Politik die bisherigen Anstrengungen der Unternehmen bei ihren Steuerplänen nicht ausreichend. „Bei Verlässlichkeit darf es nicht zweierlei Maß geben. Die Unternehmen empfinden es als Zumutung, wie die Politik derzeit offenbar ihre Leistungen ignoriert und sie vor enorme wirtschaftliche Belastungen stellt“, sagt Groß.
Der Verband fordert Bundestag und Bundesregierung auf, die geplante Regulierung zu überdenken. „Wenn man ernsthaft eine verlässliche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sucht und den Standort Deutschland stärken möchte, braucht es auch im politischen Raum ein Mindestmaß an Verlässlichkeit. Noch kann die Politik einen sachgerechten Kurs gestalten.“























































































