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Wird Hard Seltzer das neue Trendgetränk?
Alkoholmarkt

Wird Hard Seltzer das neue Trendgetränk?

Kalorienarm, wenig Alkohol, glutenfrei. Hard Seltzers haben das Zeug zum Trendgetränk – insbesondere der Millennials. In den USA haben sie das längst bewiesen. Allein die derzeit führende Marke White Claw brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz um die 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtmarkt steuert auf 2,5 Milliarden zu. 

Hierzulande war das etwa 5 Volumenprozent „leichte“ Getränk aus meist mit Fruchtaromen versetztem Sprudelwasser bis vor kurzem weitgehend unbekannt. Inzwischen versuchen aber einige Anbieter auch in Deutschland Fuß zu fassen und den Trend hier zu initiieren. In den letzten Wochen präsentierten sich gleich vier Marken einem interessierten Publikum: Buzz von der Brennerei Bimmerle, Holy von dem Berliner Start-up HLY, Makai – ebenfalls aus Berlin – und Flywa von der österreichischen Flying Spirits Distillery.

Große Markenartikler bislang zurückhaltend

Auffallend indes: Bislang wagt sich keiner der großen Getränkehersteller an das Thema. Eine hohe Hürde ist sicherlich die drohende Alkopopsteuer, die in den frühen 2000er-Jahren die ganze Kategorie praktisch vom Markt gefegt hat. Nach einem vielversprechenden Start von Marken wie Smirnoff Ice oder Bacardi Rigo gerieten die auf junge Konsumenten zugeschnittenen alkoholarmen, limonadenartigen Mixdrinks bald öffentlich in die Kritik, die 2004 zur Einführung der besagten Sondersteuer auf Alkopops mit 1,2 bis 10 Volumenprozent führte. Eine handelsübliche 275-Milliliter-Flasche mit 5,5 Volumenprozent kostete seitdem rund einen Euro mehr – für die meisten Konsumenten offenbar zu viel.

Im ersten vollen Jahr nach der Besteuerung (2005) nahm der Staat laut Angaben des Bundesfinanzministeriums 9,6 Millionen Euro damit ein, schon 2006 nur noch 6,0 Millionen. In den Folgejahren brach der Markt komplett zusammen. 2019 war mit 1,0 Millionen Euro der bisherige Tiefststand erreicht. Für mögliche neue Player eine schwere Hypothek. Zwar wird die Alkopopsteuer nach Angaben des Spirituosenverbands BSI lediglich auf destillathaltige Produkte erhoben – und die Hard Seltzers basieren fast durchgängig auf fermentiertem Alkohol. 

Steuer könnte für ein schnelles Ende sorgen

Sollte sich das Wasser mit Umdrehungen jedoch auch hier zu einem Boom entwickeln, wäre wohl eine Ausweitung der Steuer nicht unwahrscheinlich. Für bekannte Markenartikler sicherlich ein erhebliches Risiko, sollte dann ein erneutes Desaster mit ihrem Namen in Verbindung gebracht werden.

Was indes für einzelne Anbieter eine Katastrophe wäre, spielt in der Steuerstatistik eine eher untergeordnete Rolle. Mit Einnahmen von einer Million Euro steht die Alkopopsteuer ganz am Ende der Verbrauchsteuern. Allein auf Schaumwein entfielen laut dem Bundesfinanzministerium fast 384 Millionen Euro. Am Bier verdiente der Staat rund 617 Millionen Euro. Und mit gut 2,1 Milliarden Euro stehen die Spirituosen unter den Getränken mit Abstand an der Spitze. Mit ganz anderem Maß wird beim Wein gemessen: Er ist von jeher steuerfrei.

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Kalorienarm, wenig Alkohol, glutenfrei. Hard Seltzers haben das Zeug zum Trendgetränk – insbesondere der Millennials. In den USA haben sie das längst bewiesen. Allein die derzeit führende Marke White Claw brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz um die 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtmarkt steuert auf 2,5 Milliarden zu. 

Hierzulande war das etwa 5 Volumenprozent „leichte“ Getränk aus meist mit Fruchtaromen versetztem Sprudelwasser bis vor kurzem weitgehend unbekannt. Inzwischen versuchen aber einige Anbieter auch in Deutschland Fuß zu fassen und den Trend hier zu initiieren. In den letzten Wochen präsentierten sich gleich vier Marken einem interessierten Publikum: Buzz von der Brennerei Bimmerle, Holy von dem Berliner Start-up HLY, Makai – ebenfalls aus Berlin – und Flywa von der österreichischen Flying Spirits Distillery.

Große Markenartikler bislang zurückhaltend

Auffallend indes: Bislang wagt sich keiner der großen Getränkehersteller an das Thema. Eine hohe Hürde ist sicherlich die drohende Alkopopsteuer, die in den frühen 2000er-Jahren die ganze Kategorie praktisch vom Markt gefegt hat. Nach einem vielversprechenden Start von Marken wie Smirnoff Ice oder Bacardi Rigo gerieten die auf junge Konsumenten zugeschnittenen alkoholarmen, limonadenartigen Mixdrinks bald öffentlich in die Kritik, die 2004 zur Einführung der besagten Sondersteuer auf Alkopops mit 1,2 bis 10 Volumenprozent führte. Eine handelsübliche 275-Milliliter-Flasche mit 5,5 Volumenprozent kostete seitdem rund einen Euro mehr – für die meisten Konsumenten offenbar zu viel.

Im ersten vollen Jahr nach der Besteuerung (2005) nahm der Staat laut Angaben des Bundesfinanzministeriums 9,6 Millionen Euro damit ein, schon 2006 nur noch 6,0 Millionen. In den Folgejahren brach der Markt komplett zusammen. 2019 war mit 1,0 Millionen Euro der bisherige Tiefststand erreicht. Für mögliche neue Player eine schwere Hypothek. Zwar wird die Alkopopsteuer nach Angaben des Spirituosenverbands BSI lediglich auf destillathaltige Produkte erhoben – und die Hard Seltzers basieren fast durchgängig auf fermentiertem Alkohol. 

Steuer könnte für ein schnelles Ende sorgen

Sollte sich das Wasser mit Umdrehungen jedoch auch hier zu einem Boom entwickeln, wäre wohl eine Ausweitung der Steuer nicht unwahrscheinlich. Für bekannte Markenartikler sicherlich ein erhebliches Risiko, sollte dann ein erneutes Desaster mit ihrem Namen in Verbindung gebracht werden.

Was indes für einzelne Anbieter eine Katastrophe wäre, spielt in der Steuerstatistik eine eher untergeordnete Rolle. Mit Einnahmen von einer Million Euro steht die Alkopopsteuer ganz am Ende der Verbrauchsteuern. Allein auf Schaumwein entfielen laut dem Bundesfinanzministerium fast 384 Millionen Euro. Am Bier verdiente der Staat rund 617 Millionen Euro. Und mit gut 2,1 Milliarden Euro stehen die Spirituosen unter den Getränken mit Abstand an der Spitze. Mit ganz anderem Maß wird beim Wein gemessen: Er ist von jeher steuerfrei.

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