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Billigbiere weiter auf Talfahrt
Bierpreise

Billigbiere weiter auf Talfahrt

Das Preiseinstiegs-Segment beim Bier hat laut aktuellen Nielsen-Zahlen im letzten Jahr deutlich verloren. Allein die Sorte Pils zu einem Kastenpreis von unter sieben Euro büßte beinahe die Hälfte ihres Marktanteils im Handel ein. Er sank von 11,8 Prozent in 2018 auf nur noch 6,3 Prozent in 2019. Das lag zwar zum großen Teil auch daran, dass der Marktführer im unteren Preisbereich, die Oettinger Brauerei, zuletzt eine Preissteigerung durchsetzte, die zu einer Niveau-Anhebung des Preiseinstiegs-Sortiments führte. Gleichwohl setzt sich hier ein Trend fort, der bereits seit gut zehn Jahren zu beobachten ist: Billigbiere verlieren kontinuierlich an Marktanteil.


Billigbiere verlieren deutlich
Während Biere zum Kastenpreis von unter sieben Euro deutlich verlieren, steigt die Nachfrage nach Premium. (Quelle: The Nielsen Company)

Dennoch: Bei kaum einem anderen Getränk reagieren die Deutschen so sensibel auf den Preis wie beim Bier. Dabei stiegen die Kastenpreise in den letzten zehn Jahren im Vergleich zu anderen Lebensmitteln sehr moderat. Beim Flaschenbier gibt es heute eine Preisspreizung zwischen 6 und 15 Euro pro Kasten allein beim Pils. Bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach Preiseinstieg in den letzten zehn Jahren hier deutlich zurückging, während die hochpreisigen Pilsbiere kräftig zulegten. Offenbar hatte der Verbraucher nach der 2009 in Deutschland kaum spürbaren Wirtschaftskrise zu einer neuen Wertschätzung von Marken zurückgefunden. 


Entwicklung Biere der mittleren Preisklassen
2008 und 2014 gab es Preiserhöhungen, die jeweils nur noch im Folgejahr sichtbar sind. Die Preiserhöhung von 2018 ist 2019 kaum noch wahrnehmbar. (Quelle: The Nielsen Company)

Parallel dazu stieg die Verbrauchernachfrage nach neuen Sorten, aber vor allem nach Spezialitäten, die der Bierkenner dann honoriert, wenn sie Markengeschichten zu erzählen haben. Hierfür wird auch gerne ein höherer Preis gezahlt. So hat sich die Nachfrage nach Bieren zum Kastenpreis von über 13 Euro innerhalb von zehn Jahren beinahe verdoppelt. Lag der Marktanteil im Handel von Pilsbieren in dieser Preisklasse 2009 laut Nielsen noch bei 4,9 Prozent, stieg dieser bis 2019 auf 9,1 Prozent. 


Bierpreise im freien Fall
Der Handel setzt auch in diesem Jahr auf Premium-Marken als Lockangebote.

Fest steht: Der Handel trägt einen großen Teil zu dieser Entwicklung bei. Waren vor zehn Jahren noch regelmäßig die Preiseinstiegsbiere in der Aktion, sind es heute überwiegend die großen TV-Biermarken, die zum Niedrigpreis angeboten werden und die Kunden in die Supermärkte locken. An der offensiven Vermarktung der Billigbiere hat der Handel offenbar das Interesse verloren. Aktuell erleben die Verbraucher in Deutschland ein neues Aktionsfeuerwerk bei den Bierpreisen der großen Premium-Marken. Die Rabattschlacht ist gerade voll im Gange. Ein Novum dabei: Die Warsteiner Brauerei lässt erstmals den Handel außen vor und erstattet den Verbrauchern im September beim Kauf von zwei Kästen Warsteiner den Preis von einem (wir berichteten). Unterm Strich erhält der Verbraucher dann einen Kasten Warsteiner für um die fünf Euro.

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Bierpreise

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Das Preiseinstiegs-Segment beim Bier hat laut aktuellen Nielsen-Zahlen im letzten Jahr deutlich verloren. Allein die Sorte Pils zu einem Kastenpreis von unter sieben Euro büßte beinahe die Hälfte ihres Marktanteils im Handel ein. Er sank von 11,8 Prozent in 2018 auf nur noch 6,3 Prozent in 2019. Das lag zwar zum großen Teil auch daran, dass der Marktführer im unteren Preisbereich, die Oettinger Brauerei, zuletzt eine Preissteigerung durchsetzte, die zu einer Niveau-Anhebung des Preiseinstiegs-Sortiments führte. Gleichwohl setzt sich hier ein Trend fort, der bereits seit gut zehn Jahren zu beobachten ist: Billigbiere verlieren kontinuierlich an Marktanteil.


Billigbiere verlieren deutlich
Während Biere zum Kastenpreis von unter sieben Euro deutlich verlieren, steigt die Nachfrage nach Premium. (Quelle: The Nielsen Company)

Dennoch: Bei kaum einem anderen Getränk reagieren die Deutschen so sensibel auf den Preis wie beim Bier. Dabei stiegen die Kastenpreise in den letzten zehn Jahren im Vergleich zu anderen Lebensmitteln sehr moderat. Beim Flaschenbier gibt es heute eine Preisspreizung zwischen 6 und 15 Euro pro Kasten allein beim Pils. Bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach Preiseinstieg in den letzten zehn Jahren hier deutlich zurückging, während die hochpreisigen Pilsbiere kräftig zulegten. Offenbar hatte der Verbraucher nach der 2009 in Deutschland kaum spürbaren Wirtschaftskrise zu einer neuen Wertschätzung von Marken zurückgefunden. 


Entwicklung Biere der mittleren Preisklassen
2008 und 2014 gab es Preiserhöhungen, die jeweils nur noch im Folgejahr sichtbar sind. Die Preiserhöhung von 2018 ist 2019 kaum noch wahrnehmbar. (Quelle: The Nielsen Company)

Parallel dazu stieg die Verbrauchernachfrage nach neuen Sorten, aber vor allem nach Spezialitäten, die der Bierkenner dann honoriert, wenn sie Markengeschichten zu erzählen haben. Hierfür wird auch gerne ein höherer Preis gezahlt. So hat sich die Nachfrage nach Bieren zum Kastenpreis von über 13 Euro innerhalb von zehn Jahren beinahe verdoppelt. Lag der Marktanteil im Handel von Pilsbieren in dieser Preisklasse 2009 laut Nielsen noch bei 4,9 Prozent, stieg dieser bis 2019 auf 9,1 Prozent. 


Bierpreise im freien Fall
Der Handel setzt auch in diesem Jahr auf Premium-Marken als Lockangebote.

Fest steht: Der Handel trägt einen großen Teil zu dieser Entwicklung bei. Waren vor zehn Jahren noch regelmäßig die Preiseinstiegsbiere in der Aktion, sind es heute überwiegend die großen TV-Biermarken, die zum Niedrigpreis angeboten werden und die Kunden in die Supermärkte locken. An der offensiven Vermarktung der Billigbiere hat der Handel offenbar das Interesse verloren. Aktuell erleben die Verbraucher in Deutschland ein neues Aktionsfeuerwerk bei den Bierpreisen der großen Premium-Marken. Die Rabattschlacht ist gerade voll im Gange. Ein Novum dabei: Die Warsteiner Brauerei lässt erstmals den Handel außen vor und erstattet den Verbrauchern im September beim Kauf von zwei Kästen Warsteiner den Preis von einem (wir berichteten). Unterm Strich erhält der Verbraucher dann einen Kasten Warsteiner für um die fünf Euro.

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