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Stone Brewing an japanischen Konzern verkauft
Craftbier

Stone an japanischen Konzern verkauft

Greg Koch verkauft seine Craftbier-Brauerei Stone Brewing an Sapporo USA, die nordamerikanische Tochtergesellschaft des gleichnamigen japanischen Konzerns. Der Abschluss des Deals ist bereits für August 2022 geplant. Sapporo schätzt die Kosten der Transaktion auf ca. 165 Millionen US-Dollar (aktuell 156 Millionen Euro).

Das Unternehmen will, nach eigenem Bekunden, seine Biere der Marke Sapporo für den Vertrieb in den USA in den beiden Brauereien von Stone in Kalifornien und Virginia herstellen und damit das Wachstum der Marke deutlich beschleunigen. Bis Ende 2024 wolle man 360.000 Barrel (570.000 hl) in den USA brauen, was einer Verdopplung der aktuellen Produktionsmenge von Stone Brewing entspricht. Zudem werde man durch die Akquisition des „Stone IPA“ und anderer führender Marken sein Geschäft mit alkoholischen Getränken in Nordamerika weiter ausbauen, teilt das Unternehmen mit.

2019 scheiterte Großprojekt in Berlin

Drei Jahre vor dem Verkauf des Gesamtunternehmens Stone scheiterte Greg Koch bereits mit seinem Berliner Großprojekt. Hier hatte er 2016 im zentrumsfernen Vorort Mariendorf in einem historischen Gaswerk eine gigantische Braustätte mit angeschlossener Gastronomie eröffnet, nach Medienberichten wurden in den Umbau mindestens 25 Millionen Euro investiert. Nach nur drei Jahren kam im Mai 2019 das Aus, Koch verkaufte an den schottischen Wettbewerber Brewdog.

Die Braubranche nimmt den nunmehr kompletten Verkauf mit Überraschung auf, mitunter auch mit Häme: Kaum ein Brauunternehmer hätte jemals den Stolz auf seine Unabhängigkeit und zugleich Verachtung für Verkäufe an die „bösen Konzerne“ lauter herausposaunt als Greg Koch, so Branchenkenner. Vielen Vertretern der deutschen Großbrauereien ist sein lauter Auftritt in Berlin noch in unangenehmer Erinnerung – als er mit großer Symbolik einen riesigen Betonklotz auf eine Palette mit deutschem Industriebier fallen ließ. Hinter vorgehaltener Hand spricht man vom Scheitern eines Brauers, „der sich selbst zu wichtig nahm“.

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Stone Brewing an japanischen Konzern verkauft
Craftbier

Stone an japanischen Konzern verkauft

Greg Koch verkauft seine Craftbier-Brauerei Stone Brewing an Sapporo USA, die nordamerikanische Tochtergesellschaft des gleichnamigen japanischen Konzerns. Der Abschluss des Deals ist bereits für August 2022 geplant. Sapporo schätzt die Kosten der Transaktion auf ca. 165 Millionen US-Dollar (aktuell 156 Millionen Euro).

Das Unternehmen will, nach eigenem Bekunden, seine Biere der Marke Sapporo für den Vertrieb in den USA in den beiden Brauereien von Stone in Kalifornien und Virginia herstellen und damit das Wachstum der Marke deutlich beschleunigen. Bis Ende 2024 wolle man 360.000 Barrel (570.000 hl) in den USA brauen, was einer Verdopplung der aktuellen Produktionsmenge von Stone Brewing entspricht. Zudem werde man durch die Akquisition des „Stone IPA“ und anderer führender Marken sein Geschäft mit alkoholischen Getränken in Nordamerika weiter ausbauen, teilt das Unternehmen mit.

2019 scheiterte Großprojekt in Berlin

Drei Jahre vor dem Verkauf des Gesamtunternehmens Stone scheiterte Greg Koch bereits mit seinem Berliner Großprojekt. Hier hatte er 2016 im zentrumsfernen Vorort Mariendorf in einem historischen Gaswerk eine gigantische Braustätte mit angeschlossener Gastronomie eröffnet, nach Medienberichten wurden in den Umbau mindestens 25 Millionen Euro investiert. Nach nur drei Jahren kam im Mai 2019 das Aus, Koch verkaufte an den schottischen Wettbewerber Brewdog.

Die Braubranche nimmt den nunmehr kompletten Verkauf mit Überraschung auf, mitunter auch mit Häme: Kaum ein Brauunternehmer hätte jemals den Stolz auf seine Unabhängigkeit und zugleich Verachtung für Verkäufe an die „bösen Konzerne“ lauter herausposaunt als Greg Koch, so Branchenkenner. Vielen Vertretern der deutschen Großbrauereien ist sein lauter Auftritt in Berlin noch in unangenehmer Erinnerung – als er mit großer Symbolik einen riesigen Betonklotz auf eine Palette mit deutschem Industriebier fallen ließ. Hinter vorgehaltener Hand spricht man vom Scheitern eines Brauers, „der sich selbst zu wichtig nahm“.

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