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"Produkte anbieten, die es so noch nicht gibt"
Drinks & More

„Produkte anbieten, die es so noch nicht gibt“

Abseits der gängigen Wege spürt die Krombacher-Tochter Drinks & More immer neue Trends und Marken auf. Im Interview mit Getränke News gibt Geschäftsführer Philipp Raddatz Einblicke in seine Arbeit.


Getränke News: Viele Ihrer Marken haben ihren Schwerpunkt in der Gastronomie. Wie ist Drinks & More bislang durch die Corona-Pandemie gekommen? Konnten Sie die Verluste aus der Gastronomie anderweitig kompensieren?

Raddatz: Wie viele andere Unternehmen aus dem Getränke-Bereich haben auch wir den Einfluss der Pandemie auf unsere Marken stark wahrgenommen. Wir haben die Situation von Beginn an ernst genommen, konstant beobachtet und können so die nötige Flexibilität aufbringen, auf die neuen Herausforderungen und Gegebenheiten zu reagieren.

Einerseits haben wir unsere Partner aus der Gastronomie, die sehr unter der Situation gelitten haben und es auch immer noch tun, mit Initiativen wie „Support Your Local Bar“ unterstützt, sodass wir Schulter an Schulter durch die Zeit gehen.

Andererseits haben wir Aktivitäten rund um unsere eigenen Marken adaptiert und beispielsweise Aktionen im LEH forciert und konnten so einen Teil kompensieren.

Getränke News: Sie haben im vergangenen und in diesem Jahr einige Neuheiten angeschoben. Wie sind diese am Markt gestartet, wie war die erste Resonanz?

Raddatz: Unser jüngster Launch von Shirin Davids Marke „Dirtea“ wurde sehr positiv angenommen. Nicht zuletzt ist das sicher auch begründet darin, dass bereits in der Produktentwicklung Shirins Community zeitig mit einbezogen wurde und erste Einblicke erhielt, bei denen sie sogar zwischen zwei möglichen Sorten abstimmen konnten. Perspektivisch wird es außerdem „Extra Dirtea“, die Ready-to-Drink-Range mit 5 Prozent Alkohol, bestehend aus zwei Geschmacksrichtungen, geben.

Getränke News: Sicherlich ist auch „White Claw“ ein großes Projekt für Sie …

Raddatz: Mit der Hard-Seltzer-Marke „White Claw“ sind wir einer der großen First Mover in diesem Segment gewesen und starten nach kleineren, lokalen Playern mit der erfolgreichsten Marke in Deutschland. Das Thema steht hierzulande allerdings noch am Anfang und es wird mindestens bis Ende 2022 dauern, um den Erfolg wirklich beurteilen zu können.

Ab November 2021 übernehmen wir außerdem die Marke „Ahoj“ und haben hier ebenfalls eine sehr tolle Resonanz aus dem Markt erhalten. Für 2022 planen wir einiges. Generell haben wir bei Drinks & More für das nächste Jahr weitere spannende Projekte in der Innovations-Pipeline, um der steigenden Erwartung der Konsumenten nachzugehen.

Kostenloser wöchentlicher Newsletter

Getränke News: Wie spüren Sie Marken auf, die Sie in Ihr Vertriebsportfolio nehmen?

Raddatz: Wir sind stets darauf bedacht, dem DACH-Markt neue Marken und Produkte anzubieten, die es so noch nicht gibt. Hierfür eruieren wir konstant den Markt – auch im internationalen Bereich – um nah an Trends zu sein und diese gegebenenfalls auch hier zu etablieren. Dafür haben wir einen Blick auf Zielgruppen, die allgemeine Marktentwicklung im internationalen sowie nationalen Raum sowie Consumer Trends.

So haben sich auch neue Getränke-Kategorien wie Hard Seltzer als international sehr erfolgreich abgezeichnet. Solche Trends übertragen sich meist etwas versetzt in den europäischen Markt.

Durch mein internationales Netzwerk befinde ich mich im stetigen Austausch mit den jeweiligen Brand Ownern in den unterschiedlichsten globalen Märkten wie zum Beispiel Nordamerika oder Europa und gewinne auch darüber neue Perspektiven für den DACH-Markt.

Getränke News: Wie hoch ist im Allgemeinen die Listungsbereitschaft des Handels, wie stark funktioniert die Krombacher Gruppe als Türöffner?

Raddatz: Der Handel ist stetig auf der Suche nach alternativen neuen Produkten zu den gängigen bekannten Marken. Um partnerschaftlich neue Trends zu implementieren sind wir deshalb im starken direkten Austausch mit den jeweiligen Handelspartnern. Drinks & More agiert als ‚Stand-Alone‘-Unternehmen und genießt somit keine Vorteile gegenüber anderen Anbietern.

Abseits der gängigen Wege sind wir stetig auf der Suche nach neuen Ansätzen, auch am POS, die neues Potenzial für unsere Handelspartner schaffen und Konsumenten ansprechen. So haben wir beispielsweise für Dr Pepper eine starke NFL-Aktivierung an den Point of Sale gebracht, der die Marke über den LEH direkt mit dem Kunden verbindet. Ein weiterer Punkt ist der digitale Vorverkauf wie zum Beispiel durch starke Partner wie Shirin David.

Getränke News: Wie funktioniert der Sprung der Marken aus dem urbanen Umfeld in ländlichere Regionen?

Raddatz: Die Urbanität lässt sich mehr denn je auch über eine digitale Verlängerung sowie Verfügbarkeit schneller auch in die ländlicheren Regionen bringen, als das zum Teil vor einigen Jahren noch der Fall war. Trends sind somit schnell in der jeweiligen Zielgruppe flächendeckend bekannt und verfügbar.

Getränke News: In welchem Maße entscheiden Sie über Aktivitäten für die Marken, wieviel Freiheit geben Ihnen die Markeneigner?

Raddatz: Die Mehrheit der Marken unseres Portfolios liegt in Deutschland und zum Teil in Österreich in unserer Hand. Das heißt, wir erörtern und setzen von der strategischen Ausrichtung, dem Produktmanagement, Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen bis hin zum Vertrieb alles eigenständig um.

Marken, bei denen wir wie zum Beispiel bei Dirtea mit einem Partner zusammenarbeiten, führen wir gemeinsam und in engem Schulterschluss, wo beide Parteien ihre Expertise einbringen.

Getränke News: Wie hoch sind die Anteile der verschiedenen Vertriebsschienen an Ihrem Geschäft?

Raddatz: Die Gewichtung ist stark abhängig von der Ausrichtung einzelner Marken und dem aktuellen Marktgeschehen. Während der Pandemie ist die Gastronomie leider nur eingeschränkt bespielbar gewesen und somit hat der Fokus im LEH entsprechend zugenommen. Grundsätzlich sehen wir aber die Wichtigkeit und Relevanz beider Vertriebskanäle und stellen, wenn sinnvoll, neue Schienen, wie beispielsweise die Impulsgastronomie, in den Fokus unserer Arbeit. Die Gastronomie ist und bleibt allerdings die Wirbelsäule von Drinks & More, wenn es um langfristigen Markenaufbau geht.

Getränke News: Was sind Ihre nächsten Pläne? Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?

Raddatz: Wir sind stets darauf bedacht, dem DACH-Markt neue Marken und Produkte anzubieten, die es so noch nicht gibt, und arbeiten mit unserem Team konstant an neuen Projekten. Für 2022 planen wir, in weitere neue Segmente einzusteigen, um den Konsumenten neuen Alternativen der eingesessenen Marken anzubieten.


Unser Gesprächspartner

Philipp Raddatz ist seit März 2018 Geschäftsführer von Drinks & More. Er leitet das Berliner Unternehmen zusammen mit Martin Wurzinger und Volker Arens. Vor seiner Zeit bei Drinks & More war Raddatz zunächst als Verkaufs- und Marketingdirektor bei Red Bull und später als CEO bei Thomas Henry tätig.

Zum Unternehmen

Drinks & More ist ein national agierender Premium-Getränkevermarkter mit Sitz in Berlin. Neben der bekannten Hard-Seltzer-Marke White Claw und der Premiumlimonade Orangina umfasst das Portfolio bekannte Marken wie Schweppes und Dr Pepper. Außerdem baut der Getränkevermarkter Trendmarken wie Proviant, Richard‘s Sun und Desmond‘s aus. Drinks & More ist Teil der Krombacher Gruppe.

 

"Produkte anbieten, die es so noch nicht gibt"
Drinks & More

„Produkte anbieten, die es so noch nicht gibt“

Abseits der gängigen Wege spürt die Krombacher-Tochter Drinks & More immer neue Trends und Marken auf. Im Interview mit Getränke News gibt Geschäftsführer Philipp Raddatz Einblicke in seine Arbeit.


Getränke News: Viele Ihrer Marken haben ihren Schwerpunkt in der Gastronomie. Wie ist Drinks & More bislang durch die Corona-Pandemie gekommen? Konnten Sie die Verluste aus der Gastronomie anderweitig kompensieren?

Raddatz: Wie viele andere Unternehmen aus dem Getränke-Bereich haben auch wir den Einfluss der Pandemie auf unsere Marken stark wahrgenommen. Wir haben die Situation von Beginn an ernst genommen, konstant beobachtet und können so die nötige Flexibilität aufbringen, auf die neuen Herausforderungen und Gegebenheiten zu reagieren.

Einerseits haben wir unsere Partner aus der Gastronomie, die sehr unter der Situation gelitten haben und es auch immer noch tun, mit Initiativen wie „Support Your Local Bar“ unterstützt, sodass wir Schulter an Schulter durch die Zeit gehen.

Andererseits haben wir Aktivitäten rund um unsere eigenen Marken adaptiert und beispielsweise Aktionen im LEH forciert und konnten so einen Teil kompensieren.

Getränke News: Sie haben im vergangenen und in diesem Jahr einige Neuheiten angeschoben. Wie sind diese am Markt gestartet, wie war die erste Resonanz?

Raddatz: Unser jüngster Launch von Shirin Davids Marke „Dirtea“ wurde sehr positiv angenommen. Nicht zuletzt ist das sicher auch begründet darin, dass bereits in der Produktentwicklung Shirins Community zeitig mit einbezogen wurde und erste Einblicke erhielt, bei denen sie sogar zwischen zwei möglichen Sorten abstimmen konnten. Perspektivisch wird es außerdem „Extra Dirtea“, die Ready-to-Drink-Range mit 5 Prozent Alkohol, bestehend aus zwei Geschmacksrichtungen, geben.

Getränke News: Sicherlich ist auch „White Claw“ ein großes Projekt für Sie …

Raddatz: Mit der Hard-Seltzer-Marke „White Claw“ sind wir einer der großen First Mover in diesem Segment gewesen und starten nach kleineren, lokalen Playern mit der erfolgreichsten Marke in Deutschland. Das Thema steht hierzulande allerdings noch am Anfang und es wird mindestens bis Ende 2022 dauern, um den Erfolg wirklich beurteilen zu können.

Ab November 2021 übernehmen wir außerdem die Marke „Ahoj“ und haben hier ebenfalls eine sehr tolle Resonanz aus dem Markt erhalten. Für 2022 planen wir einiges. Generell haben wir bei Drinks & More für das nächste Jahr weitere spannende Projekte in der Innovations-Pipeline, um der steigenden Erwartung der Konsumenten nachzugehen.

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Getränke News: Wie spüren Sie Marken auf, die Sie in Ihr Vertriebsportfolio nehmen?

Raddatz: Wir sind stets darauf bedacht, dem DACH-Markt neue Marken und Produkte anzubieten, die es so noch nicht gibt. Hierfür eruieren wir konstant den Markt – auch im internationalen Bereich – um nah an Trends zu sein und diese gegebenenfalls auch hier zu etablieren. Dafür haben wir einen Blick auf Zielgruppen, die allgemeine Marktentwicklung im internationalen sowie nationalen Raum sowie Consumer Trends.

So haben sich auch neue Getränke-Kategorien wie Hard Seltzer als international sehr erfolgreich abgezeichnet. Solche Trends übertragen sich meist etwas versetzt in den europäischen Markt.

Durch mein internationales Netzwerk befinde ich mich im stetigen Austausch mit den jeweiligen Brand Ownern in den unterschiedlichsten globalen Märkten wie zum Beispiel Nordamerika oder Europa und gewinne auch darüber neue Perspektiven für den DACH-Markt.

Getränke News: Wie hoch ist im Allgemeinen die Listungsbereitschaft des Handels, wie stark funktioniert die Krombacher Gruppe als Türöffner?

Raddatz: Der Handel ist stetig auf der Suche nach alternativen neuen Produkten zu den gängigen bekannten Marken. Um partnerschaftlich neue Trends zu implementieren sind wir deshalb im starken direkten Austausch mit den jeweiligen Handelspartnern. Drinks & More agiert als ‚Stand-Alone‘-Unternehmen und genießt somit keine Vorteile gegenüber anderen Anbietern.

Abseits der gängigen Wege sind wir stetig auf der Suche nach neuen Ansätzen, auch am POS, die neues Potenzial für unsere Handelspartner schaffen und Konsumenten ansprechen. So haben wir beispielsweise für Dr Pepper eine starke NFL-Aktivierung an den Point of Sale gebracht, der die Marke über den LEH direkt mit dem Kunden verbindet. Ein weiterer Punkt ist der digitale Vorverkauf wie zum Beispiel durch starke Partner wie Shirin David.

Getränke News: Wie funktioniert der Sprung der Marken aus dem urbanen Umfeld in ländlichere Regionen?

Raddatz: Die Urbanität lässt sich mehr denn je auch über eine digitale Verlängerung sowie Verfügbarkeit schneller auch in die ländlicheren Regionen bringen, als das zum Teil vor einigen Jahren noch der Fall war. Trends sind somit schnell in der jeweiligen Zielgruppe flächendeckend bekannt und verfügbar.

Getränke News: In welchem Maße entscheiden Sie über Aktivitäten für die Marken, wieviel Freiheit geben Ihnen die Markeneigner?

Raddatz: Die Mehrheit der Marken unseres Portfolios liegt in Deutschland und zum Teil in Österreich in unserer Hand. Das heißt, wir erörtern und setzen von der strategischen Ausrichtung, dem Produktmanagement, Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen bis hin zum Vertrieb alles eigenständig um.

Marken, bei denen wir wie zum Beispiel bei Dirtea mit einem Partner zusammenarbeiten, führen wir gemeinsam und in engem Schulterschluss, wo beide Parteien ihre Expertise einbringen.

Getränke News: Wie hoch sind die Anteile der verschiedenen Vertriebsschienen an Ihrem Geschäft?

Raddatz: Die Gewichtung ist stark abhängig von der Ausrichtung einzelner Marken und dem aktuellen Marktgeschehen. Während der Pandemie ist die Gastronomie leider nur eingeschränkt bespielbar gewesen und somit hat der Fokus im LEH entsprechend zugenommen. Grundsätzlich sehen wir aber die Wichtigkeit und Relevanz beider Vertriebskanäle und stellen, wenn sinnvoll, neue Schienen, wie beispielsweise die Impulsgastronomie, in den Fokus unserer Arbeit. Die Gastronomie ist und bleibt allerdings die Wirbelsäule von Drinks & More, wenn es um langfristigen Markenaufbau geht.

Getränke News: Was sind Ihre nächsten Pläne? Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?

Raddatz: Wir sind stets darauf bedacht, dem DACH-Markt neue Marken und Produkte anzubieten, die es so noch nicht gibt, und arbeiten mit unserem Team konstant an neuen Projekten. Für 2022 planen wir, in weitere neue Segmente einzusteigen, um den Konsumenten neuen Alternativen der eingesessenen Marken anzubieten.


Unser Gesprächspartner

Philipp Raddatz ist seit März 2018 Geschäftsführer von Drinks & More. Er leitet das Berliner Unternehmen zusammen mit Martin Wurzinger und Volker Arens. Vor seiner Zeit bei Drinks & More war Raddatz zunächst als Verkaufs- und Marketingdirektor bei Red Bull und später als CEO bei Thomas Henry tätig.

Zum Unternehmen

Drinks & More ist ein national agierender Premium-Getränkevermarkter mit Sitz in Berlin. Neben der bekannten Hard-Seltzer-Marke White Claw und der Premiumlimonade Orangina umfasst das Portfolio bekannte Marken wie Schweppes und Dr Pepper. Außerdem baut der Getränkevermarkter Trendmarken wie Proviant, Richard‘s Sun und Desmond‘s aus. Drinks & More ist Teil der Krombacher Gruppe.

 

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