Neumarkter Lammsbräu hat 2024 einen Umsatz von 31,7 Millionen Euro und damit genau in der Höhe des Vorjahres erwirtschaftet. Entscheidend für das gute Ergebnis waren laut Unternehmensangaben die alkoholfreien Getränkelinien, deren Absatz um 2,1 Prozent auf 157.134 Hektoliter zulegte.
Insgesamt verkaufte der Biopionier im letzten Jahr aber nur 230.384 Hektoliter Bio-Getränke und damit 3,8 Prozent weniger als 2023, da die alkoholhaltigen Getränke sich dem Rückgang auf dem deutschen Biermarkt nicht entziehen konnten. Sie mussten ein Minus von 14,4 Prozent auf 73.251 Hektoliter hinnehmen. Der Absatz von alkoholhaltigem Bio-Bier ist 2024 laut Nielsen IQ Market-Track am Gesamtmarkt um zwölf Prozent gesunken.
Wie Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu, berichtet, hat sich der Biomarkt insbesondere im Bereich der A-Marken noch nicht ganz von den Corona-bedingten Verlusten erholt. Zwar kämen die Kunden wieder in die Bioläden oder würden im Supermarkt Bio-Artikel kaufen; oftmals entschieden sie sich dann aber für Handelsmarken. Wenn es die, wie bei Bio-Bier, nicht gebe, wichen viele auf konventionelle Ware aus, erklärt Ehrnsperger die deutlich negative Marktentwicklung.
Gerade in dieser Situation zeigt er sich sehr zufrieden mit seiner langjährigen Strategie, auch auf alkoholfreie Getränke zu setzen. „Als wir vor rund 30 Jahren anfingen, alkoholfreies Bio-Bier zu brauen und ein deutschlandweit einzigartiges, sehr breites Sortiment an Alkoholfreien aufzubauen, wurden wir oft belächelt“, berichtet er. Heute liege das Segment absolut im Trend und mache den größten Teil des Absatzes aus.