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„Wir wollen unsere Position ausbauen“

Mit rund zwei Milliarden Euro Jahresumsatz ist Get N die größte Getränkefachgroßhandelsgruppe in Deutschland. Erstmals startet das Unternehmen nun eine bundesweite Werbekampagne. Das Ziel: die Ausweitung der Gesellschafterstruktur und weiteres Wachstum. Getränke News sprach mit Marcus Vollmers, Geschäftsführer der Get N Holding, über die Hintergründe.

"Wir wollen unsere Position ausbauen"
Marcus Vollmers, Geschäftsführer der Get N Holding (Foto: Get N)

Getränke News: Im Juni startet zum ersten Mal eine Imagekampagne der Get N. Was sind Ihre konkreten Ziele?

Vollmers: Unsere Gruppe vereint die führenden Getränkefachgroßhändler aus jeder Region, die in einer deutschlandweiten Erfolgsbeziehung verbunden sind – mit regionaler Nähe und hoher Kompetenz. Es handelt sich bei unseren neun Gesellschaftern durchweg um seit Jahrzehnten im Markt etablierte Unternehmen mit hohem Qualitätsanspruch. Alle agieren stets aus der Kundenperspektive heraus.

Getreu zur Markenphilosophie „Gemeinsam Getränke leben“ stehen sie im regelmäßigen persönlichen Austausch und entwickeln unsere Dienstleistungen weiter. Diese Attribute sollen durch die Imagekampagne unterstrichen und der Zielgruppe nähergebracht werden. Auch zur Erreichung der Unternehmensziele, wie der Ausweitung der Gesellschafterstruktur und des langfristigen Wachstums der Gruppe, ist die Kampagne ein wichtiger Baustein.

Getränke News: Wer genau ist die Zielgruppe?

Vollmers: In erster Linie unsere Kunden bzw. Prospektivkunden aus der Systemgastronomie und Hotellerie sowie Industriepartner. Aber auch die Individualgastronomie in den Regionen der Gesellschafter und, vor dem Hintergrund der angestrebten Ausweitung der Gesellschafterstruktur, der Getränkefachgroßhandel.

Getränke News: Mit dem Eintritt von Trinkkontor als Gesellschafter kam 2021 erstmals ein GFGH mit Herstellerbeteiligung an Bord. Ein Paradigmenwechsel?

Vollmers: Nein, es ist kein Paradigmenwechsel. Trinkkontor ist bei uns Stand heute Gesellschafter der Sparten Gastro Drinks National (GDN) sowie Get N Logistik. Ferner ist Trinkkontor selbst kein Hersteller, sondern ein mittelständischer Getränkefachgroßhandel, dessen Mutter Bitburger sich in Familienhand befindet und zum Teil inhabergeführt ist. Insofern passt Trinkkontor sehr gut in unseren Gesellschafterkreis.

Getränke News: Wie werden die einzelnen Vermarktungskonditionen verhandelt? Zentral für alle und alles oder gibt es eine Unterteilung nach Regionen oder Sparten?

Vollmers: Unsere Sparten Get N Fachmarkt, Get N Logistik und Gastro Drinks National agieren in Sachen Vermarktungskonditionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Get N Fachmarkt verhandelt die Vermarktungskonditionen für unsere Getränkefachmärkte. Von der Get N Logistik werden die Vermarktungskonditionen verhandelt, die den Großhandel selbst betreffen. Und die Vermarktungskonditionen für den Absatzkanal Gastronomie werden zentral von der Gastro Drinks National verhandelt.

Dabei gilt für alle Sparten: Wir verhandeln immer dann in der Gruppe, wenn die Produkte der Industriepartner zum Sortiment mehrerer Gesellschafter zählen bzw. nationale Relevanz besitzen. Bei rein regionalen Produkten sprechen die einzelnen Gesellschafter selbst mit den Herstellern.

Getränke News: In den letzten Jahren wurde bei Get N die Digitalisierung vorangetrieben. Wo steht die Gruppe bei dem Thema heute?

Vollmers: Wir konnten in den letzten Jahren deutliche Prozessoptimierungen realisieren. So haben wir beispielsweise den digitalen Belegtransfer weiter ausgebaut, unser Mahnwesen digitalisiert und ein Konditionenmanagementsystem eingeführt, das – neben der Prozessverschlankung – eine direkte Schnittstelle zu unserer externen Buchhaltung umfasst. Das alles spart Zeit und Aufwand. Fest steht: Die Digitalisierung wird ein dauerhaftes Thema bleiben und transformiert die Getränkebranche über alle Stufen der Wertschöpfungskette. Wir werden der Digitalisierung weiterhin eine hohe Priorität einräumen und auch in diesem Jahr noch einige Prozesse optimieren.

Getränke News: Was sind aktuell die größten Herausforderungen der Get N bzw. deren Gesellschafter?

Vollmers: Aktuell die größten Herausforderungen sind die Kostenexplosionen in allen Bereichen sowie gestörte Lieferketten und der Personalmangel. Hinzu kommt eine enorm gestiegene Komplexität durch ein immer größer werdendes Sortiment. Hier versuchen wir gegenzusteuern, reden mit unseren Kunden und nehmen nicht jeden Artikel auf.

Es bedarf heute wesentlich größerer Anstrengungen, die Rolle des Getränkefachgroßhandels verlässlich und bezahlbar auszufüllen – nicht alle Mitbewerber werden sich unter den herrschenden Bedingungen behaupten können. Unsere Dienstleistung wird deshalb in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Für die Kunden werden starke Partner immer wichtiger, und sie wissen inzwischen, was ein verlässlicher und starker GFGH-Partner wert ist.

Getränke News: Ein Zusammenschluss wie die Get N ist also heute wichtiger denn je, um am Markt bestehen zu können.

Vollmers: Die Beweggründe, die zur Gründung der Get N geführt haben, wie etwa die nationale Marktabdeckung und die Stärkung der eigenen Position sowie die Nutzung von Größenvorteilen und der Erfahrungsaustausch, gelten heute wie damals. Aufgrund der gerade geschilderten erschwerten Rahmenbedingungen spricht heute noch mehr als zu der Zeit der Gründung der Get N dafür, sich zusammenzuschließen.

Getränke News: Welche Ziele hat Get N mittel- und langfristig?

Vollmers: Mittel- und langfristig wollen wir unsere Position als Getränkefachgroßhandelsgruppe durch die Gewinnung weiterer geeigneter und kulturell zu uns passender GFGHs ausbauen, wobei hier Qualität vor Quantität steht.

In der Gastro Drinks National wollen wir im Streckengeschäft Gastronomie weiterwachsen, jedoch nicht um jeden Preis, sondern nur dann, wenn unsere Dienstleistung auch eine entsprechende Wertschätzung erfährt.

Apropos Dienstleistung: Gruppenübergreifend ist eine Weiterentwicklung und gegebenenfalls auch Ausweitung unseres Dienstleistungsportfolios eine strategische Zielsetzung, die natürlich auch die fortschreitende Digitalisierung und auch die Offenheit gegenüber interessanten Kooperationen einschließt.


Über Get N

Die Get N Getränke National GmbH & Co. KG ist ein bundesweiter Zusammenschluss regionaler Getränkefachgroßhändler, der neun Gesellschafter angehören. Zusammen erwirtschaften rund 5.600 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro, die Gesellschafter betreiben mehr als 1.200 Fachmärkte und versorgen über 25.000 Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Handel. Unter der Klammer der Holding operieren vier Gesellschaften: die Get N Fachmarkt GmbH & Co. KG, die Get N Logistik GmbH & Co. KG, die GDN Gastro Drinks national GmbH & Co. KG und die Getprofi – IT-Services & Solutions GmbH & Co. KG.

Die Gesellschafter

  • Ahlers Getränke, Achim
  • Getränke Geins, Passau
  • Getränke Mayer, Preuschwitz
  • Getränke Waldhoff, Höxter
  • Getränkeverlag Max Rössler, Berlin
  • Johann Kirchhoff & Söhne, Barsbüttel
  • Mellis Logistik, Mülheim an der Ruhr
  • Trinkkontor, Duisburg
  • Winkels Getränke Logistik, Sachsenheim
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„Wir wollen unsere Position ausbauen“

Mit rund zwei Milliarden Euro Jahresumsatz ist Get N die größte Getränkefachgroßhandelsgruppe in Deutschland. Erstmals startet das Unternehmen nun eine bundesweite Werbekampagne. Das Ziel: die Ausweitung der Gesellschafterstruktur und weiteres Wachstum. Getränke News sprach mit Marcus Vollmers, Geschäftsführer der Get N Holding, über die Hintergründe.

"Wir wollen unsere Position ausbauen"
Marcus Vollmers, Geschäftsführer der Get N Holding (Foto: Get N)

Getränke News: Im Juni startet zum ersten Mal eine Imagekampagne der Get N. Was sind Ihre konkreten Ziele?

Vollmers: Unsere Gruppe vereint die führenden Getränkefachgroßhändler aus jeder Region, die in einer deutschlandweiten Erfolgsbeziehung verbunden sind – mit regionaler Nähe und hoher Kompetenz. Es handelt sich bei unseren neun Gesellschaftern durchweg um seit Jahrzehnten im Markt etablierte Unternehmen mit hohem Qualitätsanspruch. Alle agieren stets aus der Kundenperspektive heraus.

Getreu zur Markenphilosophie „Gemeinsam Getränke leben“ stehen sie im regelmäßigen persönlichen Austausch und entwickeln unsere Dienstleistungen weiter. Diese Attribute sollen durch die Imagekampagne unterstrichen und der Zielgruppe nähergebracht werden. Auch zur Erreichung der Unternehmensziele, wie der Ausweitung der Gesellschafterstruktur und des langfristigen Wachstums der Gruppe, ist die Kampagne ein wichtiger Baustein.

Getränke News: Wer genau ist die Zielgruppe?

Vollmers: In erster Linie unsere Kunden bzw. Prospektivkunden aus der Systemgastronomie und Hotellerie sowie Industriepartner. Aber auch die Individualgastronomie in den Regionen der Gesellschafter und, vor dem Hintergrund der angestrebten Ausweitung der Gesellschafterstruktur, der Getränkefachgroßhandel.

Getränke News: Mit dem Eintritt von Trinkkontor als Gesellschafter kam 2021 erstmals ein GFGH mit Herstellerbeteiligung an Bord. Ein Paradigmenwechsel?

Vollmers: Nein, es ist kein Paradigmenwechsel. Trinkkontor ist bei uns Stand heute Gesellschafter der Sparten Gastro Drinks National (GDN) sowie Get N Logistik. Ferner ist Trinkkontor selbst kein Hersteller, sondern ein mittelständischer Getränkefachgroßhandel, dessen Mutter Bitburger sich in Familienhand befindet und zum Teil inhabergeführt ist. Insofern passt Trinkkontor sehr gut in unseren Gesellschafterkreis.

Getränke News: Wie werden die einzelnen Vermarktungskonditionen verhandelt? Zentral für alle und alles oder gibt es eine Unterteilung nach Regionen oder Sparten?

Vollmers: Unsere Sparten Get N Fachmarkt, Get N Logistik und Gastro Drinks National agieren in Sachen Vermarktungskonditionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Get N Fachmarkt verhandelt die Vermarktungskonditionen für unsere Getränkefachmärkte. Von der Get N Logistik werden die Vermarktungskonditionen verhandelt, die den Großhandel selbst betreffen. Und die Vermarktungskonditionen für den Absatzkanal Gastronomie werden zentral von der Gastro Drinks National verhandelt.

Dabei gilt für alle Sparten: Wir verhandeln immer dann in der Gruppe, wenn die Produkte der Industriepartner zum Sortiment mehrerer Gesellschafter zählen bzw. nationale Relevanz besitzen. Bei rein regionalen Produkten sprechen die einzelnen Gesellschafter selbst mit den Herstellern.

Getränke News: In den letzten Jahren wurde bei Get N die Digitalisierung vorangetrieben. Wo steht die Gruppe bei dem Thema heute?

Vollmers: Wir konnten in den letzten Jahren deutliche Prozessoptimierungen realisieren. So haben wir beispielsweise den digitalen Belegtransfer weiter ausgebaut, unser Mahnwesen digitalisiert und ein Konditionenmanagementsystem eingeführt, das – neben der Prozessverschlankung – eine direkte Schnittstelle zu unserer externen Buchhaltung umfasst. Das alles spart Zeit und Aufwand. Fest steht: Die Digitalisierung wird ein dauerhaftes Thema bleiben und transformiert die Getränkebranche über alle Stufen der Wertschöpfungskette. Wir werden der Digitalisierung weiterhin eine hohe Priorität einräumen und auch in diesem Jahr noch einige Prozesse optimieren.

Getränke News: Was sind aktuell die größten Herausforderungen der Get N bzw. deren Gesellschafter?

Vollmers: Aktuell die größten Herausforderungen sind die Kostenexplosionen in allen Bereichen sowie gestörte Lieferketten und der Personalmangel. Hinzu kommt eine enorm gestiegene Komplexität durch ein immer größer werdendes Sortiment. Hier versuchen wir gegenzusteuern, reden mit unseren Kunden und nehmen nicht jeden Artikel auf.

Es bedarf heute wesentlich größerer Anstrengungen, die Rolle des Getränkefachgroßhandels verlässlich und bezahlbar auszufüllen – nicht alle Mitbewerber werden sich unter den herrschenden Bedingungen behaupten können. Unsere Dienstleistung wird deshalb in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Für die Kunden werden starke Partner immer wichtiger, und sie wissen inzwischen, was ein verlässlicher und starker GFGH-Partner wert ist.

Getränke News: Ein Zusammenschluss wie die Get N ist also heute wichtiger denn je, um am Markt bestehen zu können.

Vollmers: Die Beweggründe, die zur Gründung der Get N geführt haben, wie etwa die nationale Marktabdeckung und die Stärkung der eigenen Position sowie die Nutzung von Größenvorteilen und der Erfahrungsaustausch, gelten heute wie damals. Aufgrund der gerade geschilderten erschwerten Rahmenbedingungen spricht heute noch mehr als zu der Zeit der Gründung der Get N dafür, sich zusammenzuschließen.

Getränke News: Welche Ziele hat Get N mittel- und langfristig?

Vollmers: Mittel- und langfristig wollen wir unsere Position als Getränkefachgroßhandelsgruppe durch die Gewinnung weiterer geeigneter und kulturell zu uns passender GFGHs ausbauen, wobei hier Qualität vor Quantität steht.

In der Gastro Drinks National wollen wir im Streckengeschäft Gastronomie weiterwachsen, jedoch nicht um jeden Preis, sondern nur dann, wenn unsere Dienstleistung auch eine entsprechende Wertschätzung erfährt.

Apropos Dienstleistung: Gruppenübergreifend ist eine Weiterentwicklung und gegebenenfalls auch Ausweitung unseres Dienstleistungsportfolios eine strategische Zielsetzung, die natürlich auch die fortschreitende Digitalisierung und auch die Offenheit gegenüber interessanten Kooperationen einschließt.


Über Get N

Die Get N Getränke National GmbH & Co. KG ist ein bundesweiter Zusammenschluss regionaler Getränkefachgroßhändler, der neun Gesellschafter angehören. Zusammen erwirtschaften rund 5.600 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro, die Gesellschafter betreiben mehr als 1.200 Fachmärkte und versorgen über 25.000 Kunden aus Gastronomie, Hotellerie und Handel. Unter der Klammer der Holding operieren vier Gesellschaften: die Get N Fachmarkt GmbH & Co. KG, die Get N Logistik GmbH & Co. KG, die GDN Gastro Drinks national GmbH & Co. KG und die Getprofi – IT-Services & Solutions GmbH & Co. KG.

Die Gesellschafter

  • Ahlers Getränke, Achim
  • Getränke Geins, Passau
  • Getränke Mayer, Preuschwitz
  • Getränke Waldhoff, Höxter
  • Getränkeverlag Max Rössler, Berlin
  • Johann Kirchhoff & Söhne, Barsbüttel
  • Mellis Logistik, Mülheim an der Ruhr
  • Trinkkontor, Duisburg
  • Winkels Getränke Logistik, Sachsenheim
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