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"Bei einigen geht es um die Existenz"
Energiekrise

„Wir brauchen schnelle und wirksame Hilfen“

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) begrüßt den von der Bundesregierung in Aussicht gestellten „Abwehrschirm“ zur Senkung der dramatisch gestiegenen Energiepreise. Es sei „ein später, aber richtiger Schritt“, dass der Bund die umstrittene Gasumlage in letzter Minute gestoppt habe und nun eine Preisbremse für Strom und Gas vorbereite, sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Jetzt komme es darauf an, dass die Bundesregierung keine Zeit verliere und für Unternehmen „unbürokratische Hilfen auf den Weg bringt, die schnell kommen und schnell wirken“.

Immer mehr stehen mit dem Rücken zur Wand

„Was Handwerk, Mittelstand und Industrie dringend brauchen, sind bezahlbare Energie und Planungssicherheit“, betont Eichele. Offenbar sei noch nicht jedem Akteur klar, wie ernst die Lage ist: „Immer mehr Branchen stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn Bund und Länder nicht bald eine gemeinsame Linie finden und entschlossen handeln, werden manche Betriebe den Jahreswechsel nicht überleben.“ Zusätzliche Sorgen bereitet der Brauwirtschaft die zunehmend schwierige Lage des Gastgewerbes, wo angesichts explodierender Kosten und sinkender Umsätze laut einer aktuellen Dehoga-Umfrage erneut zwei Drittel der Betriebe um ihr Überleben bangen (wir berichteten). Die Brauereien seien die engsten Partner der Gastronomie und hätten bereits durch mehrmonatige Lockdowns in der Corona-Krise schwere Einbußen erlitten, so Eichele.

Viele Fragen zum Hilfspaket offen

Derzeit diskutieren Bund und Länder auf der einen Seite und eine Expertenkommission der Regierung auf der anderen Seite eine Lösung für die Ausgestaltung der geplanten Preisdeckel für Strom und Gas. Das bestehende Energiekostendämpfungs-Programm soll erweitert werden und Teil des neuen Maßnahmenpaketes sein. 

„Welche Unternehmen können Hilfen beantragen? Welche Kriterien sind zu erfüllen? Welche Laufzeit haben die Programme? Es kommt jetzt darauf an, so schnell wie möglich alle Einzelfragen zu klären und die Hilfen in Kraft zu setzen, bevor es zu spät ist“, fordert der Brauer-Bund, der als Dachverband die Interessen von 1.500 überwiegend handwerklichen und mittelständischen Brauereien in Deutschland vertritt. Die Auflagen für Unternehmen, die in der Krise Unterstützungsleistungen erhalten, müssten mit Augenmaß gestaltet werden, schließlich seien die Unternehmen dringend auf Hilfe angewiesen und nicht durch eigenes Verschulden in die bestehende Notlage geraten. Wichtig sei auch, dass der Bund jene Unternehmen im Blick behalte, die in der Krise in den „Fuel Switch“ investiert haben und von Gas auf Öl umgestiegen sind. 

Die Sicherheit der Lieferketten ist bedroht

Man dürfe auch nicht aus dem Blick verlieren, wie bedroht die Sicherheit der komplexen Lieferketten sei. „Die Verknappung von Ressourcen, Rohstoffen und Werkstoffen nimmt bedrohliche Ausmaße an“, warnt Eichele. Der Mangel an Kohlensäure oder Ad Blue sei nur Vorbote einer Entwicklung, die sich dramatisch beschleunigen werde, sollten in nächster Zeit weitere Zuliefererbranchen wegen hoher Energiekosten ihre Produktion einschränken oder einstellen. 

Als „positives Signal“ bewertet es der Verband, dass sich die Regierungskoalition offen zeigt für ein „Belastungsmoratorium“ zur Vermeidung unverhältnismäßiger Bürokratie. Hier müssten den Ankündigungen nun aber auch Taten folgen.

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„Wir brauchen schnelle und wirksame Hilfen“

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) begrüßt den von der Bundesregierung in Aussicht gestellten „Abwehrschirm“ zur Senkung der dramatisch gestiegenen Energiepreise. Es sei „ein später, aber richtiger Schritt“, dass der Bund die umstrittene Gasumlage in letzter Minute gestoppt habe und nun eine Preisbremse für Strom und Gas vorbereite, sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Jetzt komme es darauf an, dass die Bundesregierung keine Zeit verliere und für Unternehmen „unbürokratische Hilfen auf den Weg bringt, die schnell kommen und schnell wirken“.

Immer mehr stehen mit dem Rücken zur Wand

„Was Handwerk, Mittelstand und Industrie dringend brauchen, sind bezahlbare Energie und Planungssicherheit“, betont Eichele. Offenbar sei noch nicht jedem Akteur klar, wie ernst die Lage ist: „Immer mehr Branchen stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn Bund und Länder nicht bald eine gemeinsame Linie finden und entschlossen handeln, werden manche Betriebe den Jahreswechsel nicht überleben.“ Zusätzliche Sorgen bereitet der Brauwirtschaft die zunehmend schwierige Lage des Gastgewerbes, wo angesichts explodierender Kosten und sinkender Umsätze laut einer aktuellen Dehoga-Umfrage erneut zwei Drittel der Betriebe um ihr Überleben bangen (wir berichteten). Die Brauereien seien die engsten Partner der Gastronomie und hätten bereits durch mehrmonatige Lockdowns in der Corona-Krise schwere Einbußen erlitten, so Eichele.

Viele Fragen zum Hilfspaket offen

Derzeit diskutieren Bund und Länder auf der einen Seite und eine Expertenkommission der Regierung auf der anderen Seite eine Lösung für die Ausgestaltung der geplanten Preisdeckel für Strom und Gas. Das bestehende Energiekostendämpfungs-Programm soll erweitert werden und Teil des neuen Maßnahmenpaketes sein. 

„Welche Unternehmen können Hilfen beantragen? Welche Kriterien sind zu erfüllen? Welche Laufzeit haben die Programme? Es kommt jetzt darauf an, so schnell wie möglich alle Einzelfragen zu klären und die Hilfen in Kraft zu setzen, bevor es zu spät ist“, fordert der Brauer-Bund, der als Dachverband die Interessen von 1.500 überwiegend handwerklichen und mittelständischen Brauereien in Deutschland vertritt. Die Auflagen für Unternehmen, die in der Krise Unterstützungsleistungen erhalten, müssten mit Augenmaß gestaltet werden, schließlich seien die Unternehmen dringend auf Hilfe angewiesen und nicht durch eigenes Verschulden in die bestehende Notlage geraten. Wichtig sei auch, dass der Bund jene Unternehmen im Blick behalte, die in der Krise in den „Fuel Switch“ investiert haben und von Gas auf Öl umgestiegen sind. 

Die Sicherheit der Lieferketten ist bedroht

Man dürfe auch nicht aus dem Blick verlieren, wie bedroht die Sicherheit der komplexen Lieferketten sei. „Die Verknappung von Ressourcen, Rohstoffen und Werkstoffen nimmt bedrohliche Ausmaße an“, warnt Eichele. Der Mangel an Kohlensäure oder Ad Blue sei nur Vorbote einer Entwicklung, die sich dramatisch beschleunigen werde, sollten in nächster Zeit weitere Zuliefererbranchen wegen hoher Energiekosten ihre Produktion einschränken oder einstellen. 

Als „positives Signal“ bewertet es der Verband, dass sich die Regierungskoalition offen zeigt für ein „Belastungsmoratorium“ zur Vermeidung unverhältnismäßiger Bürokratie. Hier müssten den Ankündigungen nun aber auch Taten folgen.

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