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Notfallpaket mit Verbandskasten und Wasserflasche
Mineralbrunnen

„Wesentliches Element der Katastrophenhilfe“

Die deutschen Mineralbrunnen und ihr Verband VDM bringen sich angesichts eines drohenden Gaslieferstopps als systemrelevanter Lieferant von Trinkwasser in Katastrophensituationen in Stellung. Im Vorfeld des VDM-Symposiums am kommenden Dienstag in Berlin wendet sich die Branche mit einem Forderungskatalog an die Politik.

In Krisen- und Notlagen seien Mineralbrunnen „wesentliches Element der Katastrophenhilfe und des Zivilschutzes“, heißt es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung. Im Falle einer Gasverknappung dürften Mineralbrunnen nicht von der Versorgung abgeschnitten werden. Selbst eine kurzfristige Abschaltung könnte die Mineralwasser-Qualität verschlechtern und würde die Notversorgung der Bevölkerung mit Wasser gefährden. Die Mineralbrunnen verbrauchen dem VDM zufolge weniger als 0,5 Prozent des Erdgases in Deutschland.

Darüber hinaus beschäftigt die Erschließung alternativer Gasquellen die Branche. Angesichts eines bereits belasteten Grundwasservorkommens dürfe Fracking im dicht besiedelten Deutschland „unter keinen Umständen eine Option“ sein. Hingegen befürwortet der VDM die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Dabei müsse aber der Schutz des Wassers für den Verzehr oberste Priorität haben. Natürliche Mineralwasservorkommen im Tiefengrundwasser gehörten deshalb unter Bundeskontrolle und müssten gegen Verschlechterungen abgesichert werden.

„Eiserne Reserve“ besonders schützen

Im Sinne einer krisenfesten Wasserversorgung sieht der VDM sich als unverzichtbarer Lieferant neben der öffentlichen Leitungswasserversorgung. Dafür müssten aber Mineralwasser-Vorkommen als „eiserne Reserve“ besonders geschützt werden, bei Knappheit sollten trinkbare Ressourcen im Grundwasser generell Vorrang – insbesondere vor Brauchwasser – genießen.

Angesichts des derzeit verstärkten Fokus auf die Energieversorgung befürchtet der VDM, dass Klimaschutzbemühungen in den Hintergrund treten könnten. Um ihre ambitionierten Pläne weiter vorantreiben zu können, brauche die Branche „verbindliche Rahmenbedingungen und eine aktive Unterstützung der Politik“, heißt es in dem Papier.

Dazu gehören für den VDM auch Veränderungen beim Thema Kreislaufwirtschaft. Um den Recyclinganteil in Getränkeverpackungen weiter zu steigern, müssten die Inverkehrbringer prioritären Zugriff auf Rezyklate erhalten, hochwertige Materialien dürften nicht in andere industrielle Anwendungen abfließen.

Abschließend erneuert der Brunnenverband seine Forderung nach staatlicher Neutralität im Wassermarkt. Abseits von Katastrophenlagen stünden die Mineralbrunnen im Wettbewerb untereinander und auch mit den Wasserversorgern, so der VDM. Jede staatliche Bevormundung durch staatliche Stellen oder staatlich unterstützte Organisationen sei daher als „irreführend“ abzulehnen.

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„Wesentliches Element der Katastrophenhilfe“

Die deutschen Mineralbrunnen und ihr Verband VDM bringen sich angesichts eines drohenden Gaslieferstopps als systemrelevanter Lieferant von Trinkwasser in Katastrophensituationen in Stellung. Im Vorfeld des VDM-Symposiums am kommenden Dienstag in Berlin wendet sich die Branche mit einem Forderungskatalog an die Politik.

In Krisen- und Notlagen seien Mineralbrunnen „wesentliches Element der Katastrophenhilfe und des Zivilschutzes“, heißt es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung. Im Falle einer Gasverknappung dürften Mineralbrunnen nicht von der Versorgung abgeschnitten werden. Selbst eine kurzfristige Abschaltung könnte die Mineralwasser-Qualität verschlechtern und würde die Notversorgung der Bevölkerung mit Wasser gefährden. Die Mineralbrunnen verbrauchen dem VDM zufolge weniger als 0,5 Prozent des Erdgases in Deutschland.

Darüber hinaus beschäftigt die Erschließung alternativer Gasquellen die Branche. Angesichts eines bereits belasteten Grundwasservorkommens dürfe Fracking im dicht besiedelten Deutschland „unter keinen Umständen eine Option“ sein. Hingegen befürwortet der VDM die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Dabei müsse aber der Schutz des Wassers für den Verzehr oberste Priorität haben. Natürliche Mineralwasservorkommen im Tiefengrundwasser gehörten deshalb unter Bundeskontrolle und müssten gegen Verschlechterungen abgesichert werden.

„Eiserne Reserve“ besonders schützen

Im Sinne einer krisenfesten Wasserversorgung sieht der VDM sich als unverzichtbarer Lieferant neben der öffentlichen Leitungswasserversorgung. Dafür müssten aber Mineralwasser-Vorkommen als „eiserne Reserve“ besonders geschützt werden, bei Knappheit sollten trinkbare Ressourcen im Grundwasser generell Vorrang – insbesondere vor Brauchwasser – genießen.

Angesichts des derzeit verstärkten Fokus auf die Energieversorgung befürchtet der VDM, dass Klimaschutzbemühungen in den Hintergrund treten könnten. Um ihre ambitionierten Pläne weiter vorantreiben zu können, brauche die Branche „verbindliche Rahmenbedingungen und eine aktive Unterstützung der Politik“, heißt es in dem Papier.

Dazu gehören für den VDM auch Veränderungen beim Thema Kreislaufwirtschaft. Um den Recyclinganteil in Getränkeverpackungen weiter zu steigern, müssten die Inverkehrbringer prioritären Zugriff auf Rezyklate erhalten, hochwertige Materialien dürften nicht in andere industrielle Anwendungen abfließen.

Abschließend erneuert der Brunnenverband seine Forderung nach staatlicher Neutralität im Wassermarkt. Abseits von Katastrophenlagen stünden die Mineralbrunnen im Wettbewerb untereinander und auch mit den Wasserversorgern, so der VDM. Jede staatliche Bevormundung durch staatliche Stellen oder staatlich unterstützte Organisationen sei daher als „irreführend“ abzulehnen.

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