Die deutschen Weinexporteure ziehen für das vergangene Jahr eine gemischte Bilanz. So wurde nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) 2025 einerseits weltweit ein Prozent mehr deutscher Wein exportiert als im Vorjahr, andererseits sank der Wert der Weinexporte um zwei Prozent auf 377 Millionen Euro.
Getrübt wurde die Exportbilanz 2025 im Wesentlichen durch einen deutlichen Einbruch in Deutschlands wichtigstem Weinexportland USA. Aufgrund der Strafzölle wurden mit 118.000 Hektolitern elf Prozent weniger Wein in die Vereinigten Staaten exportiert als im Vorjahr. Die deutschen Exporteure haben zudem im Verkaufspreis ihrer Weine nachgeben müssen. Er ist ab Hof im Durchschnitt um 41 Cent auf 4,43 Euro pro Liter gesunken. Der Wert der ausgeführten Weine ist aus diesem Grund mit einem Minus von 19 Prozent noch deutlicher auf 51 Millionen Euro zurückgegangen.
Wegen der unsicheren Marktlage in den USA versuchen viele Weinexporteure, in anderen Exportmärkten Fuß zu fassen. Dazu zählen beispielsweise die skandinavischen Länder, Polen oder China, die sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt haben. Von der Marktbedeutung liegen die drei skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland laut DWI-Angaben mit einem Exportvolumen von 211.000 Litern im Wert von 71 Millionen Euro bereits deutlich vor den USA.
Insbesondere profitiere die Branche derzeit von dem globalen Trend zu weißen und leichteren Weinen. Mit zwei Dritteln Weißwein im Anbau seien die deutschen Erzeuger gut aufgestellt, erläutert DWI-Marketingleiter Steffen Schindler. Die Betriebe würden sich auch zunehmend im Weinexport engagieren, um die Absatzrückgänge im heimischen Markt zu kompensieren.
























































































