In seiner neuesten Kampagne setzt der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) den Wein in Beziehung zu anderen – mehr oder weniger alten – Kulturgütern. So zeigt ein Fotomotiv z.B. einen Konzertflügel und den Schriftzug „Flügel. Kulturgut seit 170 Jahren“, „Buch. Kulturgut seit 550 Jahren“ oder „Smartphone. Kulturgut seit 15 Jahren“. Demgegenüber steht jeweils der Wein mit seiner 8.000-jährigen Geschichte. Mit der Kampagne will der VDP den Wein als eines der ältesten und bedeutendsten Kulturgüter in den Fokus rücken. Die Motive sind ab sofort auf Wall-Werbeflächen in deutschen Großstädten zu sehen.

Hintergrund der neuen Werbung ist der gesellschaftliche und mediale Trend, jeglichen Alkoholkonsum als gesundheitsschädlich zu verdammen. Diese Bedenken nehme man ernst, teilt der Verband dazu mit; man wolle Risiken nicht verharmlosen, die durch Alkoholmissbrauch entstehen. Prävention, Aufklärung und die Förderung eines maßvollen Konsums seien zentrale Anliegen des VDP. Zugleich sei aber Wein „von gleicher historischer und kultureller Bedeutung für Mensch und Landschaft wie andere große Errungenschaften der Geschichte“.
„Wir möchten den öffentlichen Blick versachlichen und den Mehrwert von handwerklicher Qualität und nachhaltiger Bewirtschaftung sichtbar machen“, erklärt VDP-Präsident Steffen Christmann. Dabei gehe es keineswegs darum, Wein zu romantisieren oder gar die negativen Seiten zu verbergen. Kaum jemand trinke Wein, weil er gesund sei. „Wir genießen ihn so wie einen Opernbesuch, eine Wanderung in der Natur oder ein gutes Essen im Restaurant – nicht aus medizinischem Nutzen, sondern weil es Freude bereitet“, so der VDP.
























































































