Die Haus Cramer Gruppe hat sich 2025 – unter anderem Dank Zuwächsen im Lohnbraugeschäft – besser entwickelt als der deutsche Biermarkt. Wie das Unternehmen meldet, ging der Absatz um 1,9 Prozent zurück, während der Gesamtmarkt laut dem Deutschen Brauer-Bund ein Minus von 6,4 Prozent verzeichnete. Absolute Zahlen teilt Warsteiner dazu nicht mit. Die Marke Warsteiner soll aber laut Branchenkennern fast acht Prozent in der Menge verloren haben.
2025 sei eines der schwierigsten Jahre in der Geschichte der Braubranche gewesen – so die Einschätzung der Haus Cramer Gruppe. „Die gegenwärtige Marktdynamik erfordert grundlegende und unmittelbare Veränderungen im strategischen Denken wie auch im operativen Handeln – sie zwingt uns alle zur Neuausrichtung“, kommentiert Geschäftsführer Raphael Rauer die von Konsumzurückhaltung und dem Trend zu weniger Alkohol geprägte Lage.
Bei Warsteiner konnten 2025 einige Kategorien mit deutlichem Zuwachs die Verluste in anderen Segmenten nahezu ausgleichen. Ein zweistelliges Wachstum verzeichneten demnach die alkoholfreien Sorten, darunter Warsteiner Alkoholfrei 0,0 %, die kürzlich eingeführte Naturradler-Reihe und die Marke Oberbräu Hell.
Eine positive Bilanz zieht das Haus Cramer auch über sein Exportgeschäft, das um 8,4 Prozent zugelegt habe, sowie über die Fremdmarken, zu denen die spanische Marke Estrella Galicia und die Spezialitäten der irischen Rye River Brewing Company zählen. Hier konnte der Absatz im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden, ebenso im Geschäftsbereich der Lohnfüllung.
Auch für 2026 kündigt Warsteiner Neuprodukte mit Wachstumspotenzial an. „Wir investieren gezielt in Geschäftsbereiche und Segmente mit Zukunft und in denen wir echte Markchancen sehen“, so Raphael Rauer. Auch in Sachen Nachhaltigkeit sind Investitionen geplant: Im April beginnen die Bauarbeiten für eine eigene Windenergieanlage, die künftig etwa die Hälfte des Stromverbrauchs decken soll.



























































































