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Teil 8: Wann kommt die Einwegsteuer?
Mehrwegquote

Wann kommt die Einwegsteuer?

Das Umweltbundesamt hat aktuell erste Überlegungen zur Stärkung des Mehrwegsystems vorgestellt. Durch neue Maßnahmen soll die Mehrwegquote von aktuell 42 Prozent auf mindestens 70 Prozent erhöht werden. Geprüft werden eine Abgabe oder Steuer auf Einwegverpackungen sowie die Einführung verbindlicher Mehrwegquoten für den Handel. Auch ein Mix aus beidem könnte der neuen Bundesregierung empfohlen werden.

Fehlende Transparenz und Klarheit

Die Rewe Group bemängelt fehlende Transparenz und Klarheit über die Eigenschaften von Mehrweg in Sachen Ökobilanz. Der Nachweis des ökologischen Nutzens von Mehrweg sei angesichts erforderlicher gravierender Änderungen operativer Prozesse erforderlich, heißt es. Tatsache ist: Die letzte echte Ökobilanz für Einweg und Mehrweg wurde vor gut 20 Jahren erstellt. Es gab zwar zwischendurch immer wieder Studien, diese wurden aber entweder von der Einweg- oder der Mehrweglobby finanziert. Für eine neue Ökobilanz im Auftrag der Bundesregierung fehlte offenbar das Geld.

Einwegsteuer im Gespräch

Fest steht: Bislang ist die gesetzlich verankerte Mehrwegquote von mindestens 70 Prozent lediglich ein politisches Ziel, jedoch nicht mit einem Sanktionsmechanismus hinterlegt. Umweltverbände fordern aber schon länger eine sanktionierbare Quote. Laut Politik-Insidern ist aktuell ist eine Steuer im Gespräch, die sich auf die Hersteller bzw. Abfüller beschränkt und den Handel ausnimmt. Diese soll sich an Stückzahlen orientieren. Außerdem könnte sich die Höhe der Einwegsteuer bei den eingesetzten Materialien unterscheiden.

Engpässe bei der Logistik

Die Getränkebranche stellt sich die Frage, wie eine höhere Mehrwegquote gemanagt werden soll. Seit Jahren gibt es trotz niedriger Quote immer wieder Engpässe beim Leergut und bei der Logistik. Es bleibt außerdem zu befürchten, dass sich die Situation in Sachen Fahrermangel und Mangel an Frachtraum in den nächsten Jahren nicht verbessern wird. Hinzu kommen die Glashütten, die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Über die geplanten Sanktionen gegen Getränkeeinwegverpackungen und die Folgen für die Branche reden die beiden Getränke News-Redakteure Barbara Rademacher und Dirk Omlor in ihrem aktuellen Podcast.

Hier geht’s zum Podcast.

 

 

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Mehrwegquote

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Das Umweltbundesamt hat aktuell erste Überlegungen zur Stärkung des Mehrwegsystems vorgestellt. Durch neue Maßnahmen soll die Mehrwegquote von aktuell 42 Prozent auf mindestens 70 Prozent erhöht werden. Geprüft werden eine Abgabe oder Steuer auf Einwegverpackungen sowie die Einführung verbindlicher Mehrwegquoten für den Handel. Auch ein Mix aus beidem könnte der neuen Bundesregierung empfohlen werden.

Fehlende Transparenz und Klarheit

Die Rewe Group bemängelt fehlende Transparenz und Klarheit über die Eigenschaften von Mehrweg in Sachen Ökobilanz. Der Nachweis des ökologischen Nutzens von Mehrweg sei angesichts erforderlicher gravierender Änderungen operativer Prozesse erforderlich, heißt es. Tatsache ist: Die letzte echte Ökobilanz für Einweg und Mehrweg wurde vor gut 20 Jahren erstellt. Es gab zwar zwischendurch immer wieder Studien, diese wurden aber entweder von der Einweg- oder der Mehrweglobby finanziert. Für eine neue Ökobilanz im Auftrag der Bundesregierung fehlte offenbar das Geld.

Einwegsteuer im Gespräch

Fest steht: Bislang ist die gesetzlich verankerte Mehrwegquote von mindestens 70 Prozent lediglich ein politisches Ziel, jedoch nicht mit einem Sanktionsmechanismus hinterlegt. Umweltverbände fordern aber schon länger eine sanktionierbare Quote. Laut Politik-Insidern ist aktuell ist eine Steuer im Gespräch, die sich auf die Hersteller bzw. Abfüller beschränkt und den Handel ausnimmt. Diese soll sich an Stückzahlen orientieren. Außerdem könnte sich die Höhe der Einwegsteuer bei den eingesetzten Materialien unterscheiden.

Engpässe bei der Logistik

Die Getränkebranche stellt sich die Frage, wie eine höhere Mehrwegquote gemanagt werden soll. Seit Jahren gibt es trotz niedriger Quote immer wieder Engpässe beim Leergut und bei der Logistik. Es bleibt außerdem zu befürchten, dass sich die Situation in Sachen Fahrermangel und Mangel an Frachtraum in den nächsten Jahren nicht verbessern wird. Hinzu kommen die Glashütten, die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Über die geplanten Sanktionen gegen Getränkeeinwegverpackungen und die Folgen für die Branche reden die beiden Getränke News-Redakteure Barbara Rademacher und Dirk Omlor in ihrem aktuellen Podcast.

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