Die Privatbrauerei Waldhaus hat sich im vergangenen Braujahr deutlich besser entwickelt als der Biermarkt in Baden-Württemberg. Während der Bierabsatz im Land gegenüber dem Vorjahr um fast sieben Prozent zurückging, blieb der Ausstoß der Schwarzwälder Brauerei nahezu auf Vorjahresniveau. Branchenkenner schätzen die Jahresproduktion von Waldhaus auf gut 100.000 Hektoliter.
Für zusätzliche Impulse sorgte insbesondere das alkoholfreie Sortiment. Nach Angaben der Brauerei stieg der Absatz der inzwischen fünf alkoholfreien Biere und Biermischgetränke um 20,9 Prozent. Damit lag Waldhaus deutlich über dem Branchenwachstum von rund neun Prozent. Besonders gefragt waren das Ohne Filter Alkoholfrei mit einem Plus von 26 Prozent sowie das Hell Alkoholfrei, dessen Absatz um mehr als 36 Prozent zulegte.
„Alkoholfrei ist für uns kein Kompromiss, sondern ein eigener Qualitätsanspruch“, sagt Braumeister Steffen Müller. „Ein gutes alkoholfreies Bier muss nicht erklären, was ihm fehlt – es muss zeigen, was es kann.“
Auch Brauereichef Dieter Schmid sieht die Entwicklung als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. „Immer mehr Verbraucher entscheiden sich bewusst für Qualität statt Masse. Dass wir uns seit Jahren deutlich besser entwickeln als der Markt, bestätigt unseren Weg“, sagt Schmid.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr setzt die Brauerei unter anderem auf die neue Produktlinie „Klein Fritzle“. Die Reihe umfasst die Sorten Lager, Pils und Helles in der 0,33-Liter-Euroflasche. Für die Einführung der neuen Flaschen und Kästen investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag (wir berichteten).

























































































