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Verbände wettern gegen Einweg
Mehrweg-Allianz

Verbände wettern gegen Einweg

Die „Mehrweg-Allianz“ fordert von der Bundesregierung einen Maßnahmenplan zur Erreichung der gesetzlichen Mehrwegquote für Getränkeverpackungen. Nach Einschätzung der Initiative gerät das Mehrwegsystem durch die zunehmende Verbreitung von Einwegflaschen und Dosen immer weiter unter Druck. Obwohl im neuen Verpackungsgesetz eine Mehrwegquote von 70 Prozent festgelegt wurde, liege diese nur noch bei rund 43 Prozent, heißt es. Schuld seien, neben internationalen Getränkekonzernen und den Discountern Aldi und Lidl, auch große deutsche Hersteller, die nicht nach der verbindlichen Wiederverwendungsquote handelten.

Die Mehrwegquote solle bis 2021 auf 70 Prozent gesteigert werden, so die Forderung. Als Maßnahme schlägt die Mehrweg-Allianz eine Abgabe auf Einwegplastikflaschen und Dosen in Höhe von 20 Cent zusätzlich zum Pfand vor. Die in dem Zusammenschluss vertretene Deutsche Umwelthilfe kündigt eine regelmäßige Überprüfung des Beitrags der größten Marktakteure  in der Branche an. Die Ergebnisse sollten veröffentlicht werden, heißt es. Als weitere Maßnahme wollen die Einweggegner zum zwölften Mal die große Verbraucherkampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ starten.

 

„Herz für die Kunststoffindustrie“

Die Bundesregierung habe offenbar „ein großes Herz für die Kunststoff- und Dosenindustrie“ und schaue dem Schrumpfen des Mehrwegsystems tatenlos zu, so der Vorwurf an die Politik. Neben einer Lenkungsabgabe wäre eine Kennzeichnung der Verpackungsart auf dem Produkt eine wirksame Maßnahme. Im Verpackungsgesetz wurde lediglich eine Kennzeichnung am Verkaufsort festgeschrieben.

„Völlig unverständlich“ seien auch die Ausnahme für Säfte und Nektare bei der Einwegpfandregelung, macht sich die Mehrweg-Allianz für eine vereinfachte Pfandpflicht stark, die anhand der Getränkeverpackung festgelegt werden müsse. Zudem solle auch der Getränkekarton – laut Mehrweg-Allianz eine „ressourcenvergeudende Einwegverpackung“ – mit dem Pfand belegt werden.

Immerhin hielt sich das Verhältnis von Einweg- und Mehrwegverpackungen bei Softdrinks im vergangenen Jahr weiter stabil. Das teilt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) unter Verweis auf Erhebungen des GfK Consumer Panels mit. Insgesamt liege hier der Einweganteil im Haushaltsverbrauch bei 76,9 Prozent, Mehrwegverpackungen hielten sich bei 23,1 Prozent.

 

1,5 Liter PET-Einweg liegt vorn

Dabei bleibt – bei leichtem Rückgang – die 1,5 l-PET-Einwegflasche mit einem Marktanteil von 48,6 Prozent das beliebteste Gebinde für alkoholfreie Getränke. PET-Mehrweggebinde lagen nahezu stabil auf 12,7 Prozent, wobei 1,0 Liter das meistgekaufte Volumen war. Minimal positiv entwickelte sich der Marktanteil von Glas-Mehrweg-Flaschen, die 10,4 Prozent erreichten, allen voran die Größe 0,7 bzw. 0,75 l. 4,5 Prozent der alkoholfreien Getränke werden in Kartons verkauft, die Dose kommt auf 0,9 Prozent.

Auch die Vertriebssituation alkoholfreier Getränke wurde von der GfK untersucht. Hier blieben die Discounter auf einem nahezu unveränderten Niveau von 49,8 Prozent der stärkste Kanal. Der Bereich „LEH Vollsortimenter Food“ wuchs leicht auf 27,3 Prozent; geringfügig rückläufig entwickelten sich die Verbrauchermärkte (15,0 %) und die Getränkefachmärkte, deren Marktanteile von 6,1 auf 5,8 Prozent sank.

 

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Mehrweg-Allianz

Verbände wettern gegen Einweg

Die „Mehrweg-Allianz“ fordert von der Bundesregierung einen Maßnahmenplan zur Erreichung der gesetzlichen Mehrwegquote für Getränkeverpackungen. Nach Einschätzung der Initiative gerät das Mehrwegsystem durch die zunehmende Verbreitung von Einwegflaschen und Dosen immer weiter unter Druck. Obwohl im neuen Verpackungsgesetz eine Mehrwegquote von 70 Prozent festgelegt wurde, liege diese nur noch bei rund 43 Prozent, heißt es. Schuld seien, neben internationalen Getränkekonzernen und den Discountern Aldi und Lidl, auch große deutsche Hersteller, die nicht nach der verbindlichen Wiederverwendungsquote handelten.

Die Mehrwegquote solle bis 2021 auf 70 Prozent gesteigert werden, so die Forderung. Als Maßnahme schlägt die Mehrweg-Allianz eine Abgabe auf Einwegplastikflaschen und Dosen in Höhe von 20 Cent zusätzlich zum Pfand vor. Die in dem Zusammenschluss vertretene Deutsche Umwelthilfe kündigt eine regelmäßige Überprüfung des Beitrags der größten Marktakteure  in der Branche an. Die Ergebnisse sollten veröffentlicht werden, heißt es. Als weitere Maßnahme wollen die Einweggegner zum zwölften Mal die große Verbraucherkampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ starten.

 

„Herz für die Kunststoffindustrie“

Die Bundesregierung habe offenbar „ein großes Herz für die Kunststoff- und Dosenindustrie“ und schaue dem Schrumpfen des Mehrwegsystems tatenlos zu, so der Vorwurf an die Politik. Neben einer Lenkungsabgabe wäre eine Kennzeichnung der Verpackungsart auf dem Produkt eine wirksame Maßnahme. Im Verpackungsgesetz wurde lediglich eine Kennzeichnung am Verkaufsort festgeschrieben.

„Völlig unverständlich“ seien auch die Ausnahme für Säfte und Nektare bei der Einwegpfandregelung, macht sich die Mehrweg-Allianz für eine vereinfachte Pfandpflicht stark, die anhand der Getränkeverpackung festgelegt werden müsse. Zudem solle auch der Getränkekarton – laut Mehrweg-Allianz eine „ressourcenvergeudende Einwegverpackung“ – mit dem Pfand belegt werden.

Immerhin hielt sich das Verhältnis von Einweg- und Mehrwegverpackungen bei Softdrinks im vergangenen Jahr weiter stabil. Das teilt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) unter Verweis auf Erhebungen des GfK Consumer Panels mit. Insgesamt liege hier der Einweganteil im Haushaltsverbrauch bei 76,9 Prozent, Mehrwegverpackungen hielten sich bei 23,1 Prozent.

 

1,5 Liter PET-Einweg liegt vorn

Dabei bleibt – bei leichtem Rückgang – die 1,5 l-PET-Einwegflasche mit einem Marktanteil von 48,6 Prozent das beliebteste Gebinde für alkoholfreie Getränke. PET-Mehrweggebinde lagen nahezu stabil auf 12,7 Prozent, wobei 1,0 Liter das meistgekaufte Volumen war. Minimal positiv entwickelte sich der Marktanteil von Glas-Mehrweg-Flaschen, die 10,4 Prozent erreichten, allen voran die Größe 0,7 bzw. 0,75 l. 4,5 Prozent der alkoholfreien Getränke werden in Kartons verkauft, die Dose kommt auf 0,9 Prozent.

Auch die Vertriebssituation alkoholfreier Getränke wurde von der GfK untersucht. Hier blieben die Discounter auf einem nahezu unveränderten Niveau von 49,8 Prozent der stärkste Kanal. Der Bereich „LEH Vollsortimenter Food“ wuchs leicht auf 27,3 Prozent; geringfügig rückläufig entwickelten sich die Verbrauchermärkte (15,0 %) und die Getränkefachmärkte, deren Marktanteile von 6,1 auf 5,8 Prozent sank.

 

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