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Veltins zeigt sich in der Krise robust
Biermarkt

Veltins zeigt sich in der Krise robust

Die Brauerei Veltins meldet für 2020 ein Absatzminus von 3,5 Prozent auf 2,94 Millionen Hektoliter. Der Umsatz ging um 4,7 Prozent zurück auf 324 Millionen Euro. Mit einem Plus von 7,3 Prozent beim Flaschenbierverkauf gelang es der Brauerei, die coronabedingten Absatzrückgänge beim Fassbier (- 56,3 Prozent) teilweise auszugleichen. „Die Verbraucher haben sich nach nur kurzer Zurückhaltung neu orientiert und ihr Bier zuhause genossen“, so Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb.

Dritten Platz verteidigt

Im nationalen Premium-Vergleich rangierte die Marke Veltins unverändert auf dem dritten Platz. Veltins Pilsener in der Mehrwegflasche legte sogar um 8,6 Prozent zu. „Gerade in Krisenzeiten entfalten starke Marken beim Verbraucher ihre Nachfragekraft, weil sie in unwägbaren Zeiten für Vertrauen und Zuversicht stehen“, so Kuhl. Mit ihren gut 14.000 Gastronomiepartnern bilanziert die Brauerei zum Jahresende ein Fassbiervolumen von rund 228.000 Hektolitern. „Mit den beiden Lockdowns erlitten die Fassbierabsätze für Wochen eine Vollbremsung“, sagt Kuhl. Die Gastronomie sei zwar krisengebeutelt, signalisiere aber vielerorts Durchhaltevermögen und einen engagierten Aufbruchswillen.

Vorjahresergebnis erneut übertroffen 1
Generalbevollmächtigter Michael Huber (links) und Veltins-Geschäftsführer Dr. Volker Kuhl (Foto: Veltins)

Neben der Marke Veltins punkteten auch die Bierspezialitäten unter der Marke Grevensteiner. Die Sorten Landbier, Helles und Natur-Radler trugen insgesamt 244.500 Hektoliter (+1,3 Prozent) zum Gesamtausstoß bei und konnten mit dem Flaschenbierverkauf die Grevensteiner-Fassbierverluste komplett ausgleichen. Das Portfolio der Fassbrause legte mit einem Plus von 48,7 Prozent auf rund 55.000 Hektoliter deutlich zu. Dagegen verlor die Biermixrange V+ gut drei Prozent auf rund 286.000 Hektoliter.

Pülleken gut gestartet

Als echter Glücksgriff erwies sich die Neueinführung des Püllekens. Das Hellbier im Retro-Look kam seit der Einführung auf gut 44.000 Hektoliter. „Wir waren im Sommer 2020 zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben mit unserem Pülleken den Verbraucherwunsch nach unbeschwertem Biergenuss getroffen“, sagt Kuhl. Das Bier in der kleinen Euro-Flasche habe von Beginn an für einen spaßvollen, süffigen Biergenuss gestanden und sei für den Verbraucher eine willkommene Produktantwort als Kontrast zum Alltag gewesen, so Kuhl.

Kontinuität als Erfolgsfaktor

Generalbevollmächtigter Michael Huber setzt weiterhin auf Kontinuität. „Gerade jetzt brauchen wir keine Schwarzmalerei, sondern unternehmerischen Mut, um die eigene Zuversicht zu beweisen.“ So werde die Belegschaft noch 2021 um ein Dutzend Mitarbeiter erhöht, sodass man zum Jahresende die Zahl von mehr als 700 Beschäftigten erreichen werde. Auch die geplanten Investitionen am Standort laufen weiter: Schon im Frühjahr geht das neue Logistiklager mit einem Gesamt-Projektvolumen von 30 Millionen Euro ans Netz, zugleich befindet sich das neue Abfüllzentrum im Bau. Es gehört ebenfalls zur mehrjährigen Investitionsoffensive von 420 Millionen Euro, die 2024 abgeschlossen sein wird.

Folgen für die Brauwirtschaft

Für die Brauwirtschaft werde der Eintritt ins neue Jahrzehnt auf lange Sicht folgenreich bleiben, prognostiziert Huber. „Schon jetzt ist absehbar, dass es für viele Anbieter langfristig wirtschaftlich schwierig, für manchen existenzbedrohlich wird.“ Für viele Unternehmen sei augenfällig geworden, wie instabil sich ihre Marktposition mit schwindender Liquidität entwickelt habe. „Betriebsaufgaben werden uns als Folge der Pandemie noch das ganze Jahrzehnt begleiten“, so Huber. „Wir sind dank unseres Wachstums der letzten Jahre deutlich besser durch die Krise gekommen als so manch anderer Marktteilnehmer.“ Die Brauerei Veltins erreichte seit der Jahrtausendwende ein Wachstum von 24,6 Prozent und konsolidierte sich 2020 auf dem Ausstoßniveau von 2017. 

Sichtbare Entspannung erwartet

Die Brauerei Veltins rechnet aber schon bald mit einer sichtbaren Entspannung der Corona-Krise. „Wir gehen davon aus, dass wir im Sommer in den Biergärten langsam zur Normalität zurückkehren, weil die Menschen die Einschränkungen hinter sich lassen wollen“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. Laufe alles nach den Erwartungen, könne man im zweiten Halbjahr auch wieder mit Veranstaltungen rechnen. Dennoch werde es nach dem Ende der Pandemie mindestens 30 Monate dauern, bis der Markt sich wieder erholt habe. „Erst 2023 wird der Biermarkt wieder mit ganzer Kraft durchstarten“, so Huber.

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Veltins zeigt sich in der Krise robust
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Veltins zeigt sich in der Krise robust

Die Brauerei Veltins meldet für 2020 ein Absatzminus von 3,5 Prozent auf 2,94 Millionen Hektoliter. Der Umsatz ging um 4,7 Prozent zurück auf 324 Millionen Euro. Mit einem Plus von 7,3 Prozent beim Flaschenbierverkauf gelang es der Brauerei, die coronabedingten Absatzrückgänge beim Fassbier (- 56,3 Prozent) teilweise auszugleichen. „Die Verbraucher haben sich nach nur kurzer Zurückhaltung neu orientiert und ihr Bier zuhause genossen“, so Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb.

Dritten Platz verteidigt

Im nationalen Premium-Vergleich rangierte die Marke Veltins unverändert auf dem dritten Platz. Veltins Pilsener in der Mehrwegflasche legte sogar um 8,6 Prozent zu. „Gerade in Krisenzeiten entfalten starke Marken beim Verbraucher ihre Nachfragekraft, weil sie in unwägbaren Zeiten für Vertrauen und Zuversicht stehen“, so Kuhl. Mit ihren gut 14.000 Gastronomiepartnern bilanziert die Brauerei zum Jahresende ein Fassbiervolumen von rund 228.000 Hektolitern. „Mit den beiden Lockdowns erlitten die Fassbierabsätze für Wochen eine Vollbremsung“, sagt Kuhl. Die Gastronomie sei zwar krisengebeutelt, signalisiere aber vielerorts Durchhaltevermögen und einen engagierten Aufbruchswillen.

Vorjahresergebnis erneut übertroffen 1
Generalbevollmächtigter Michael Huber (links) und Veltins-Geschäftsführer Dr. Volker Kuhl (Foto: Veltins)

Neben der Marke Veltins punkteten auch die Bierspezialitäten unter der Marke Grevensteiner. Die Sorten Landbier, Helles und Natur-Radler trugen insgesamt 244.500 Hektoliter (+1,3 Prozent) zum Gesamtausstoß bei und konnten mit dem Flaschenbierverkauf die Grevensteiner-Fassbierverluste komplett ausgleichen. Das Portfolio der Fassbrause legte mit einem Plus von 48,7 Prozent auf rund 55.000 Hektoliter deutlich zu. Dagegen verlor die Biermixrange V+ gut drei Prozent auf rund 286.000 Hektoliter.

Pülleken gut gestartet

Als echter Glücksgriff erwies sich die Neueinführung des Püllekens. Das Hellbier im Retro-Look kam seit der Einführung auf gut 44.000 Hektoliter. „Wir waren im Sommer 2020 zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben mit unserem Pülleken den Verbraucherwunsch nach unbeschwertem Biergenuss getroffen“, sagt Kuhl. Das Bier in der kleinen Euro-Flasche habe von Beginn an für einen spaßvollen, süffigen Biergenuss gestanden und sei für den Verbraucher eine willkommene Produktantwort als Kontrast zum Alltag gewesen, so Kuhl.

Kontinuität als Erfolgsfaktor

Generalbevollmächtigter Michael Huber setzt weiterhin auf Kontinuität. „Gerade jetzt brauchen wir keine Schwarzmalerei, sondern unternehmerischen Mut, um die eigene Zuversicht zu beweisen.“ So werde die Belegschaft noch 2021 um ein Dutzend Mitarbeiter erhöht, sodass man zum Jahresende die Zahl von mehr als 700 Beschäftigten erreichen werde. Auch die geplanten Investitionen am Standort laufen weiter: Schon im Frühjahr geht das neue Logistiklager mit einem Gesamt-Projektvolumen von 30 Millionen Euro ans Netz, zugleich befindet sich das neue Abfüllzentrum im Bau. Es gehört ebenfalls zur mehrjährigen Investitionsoffensive von 420 Millionen Euro, die 2024 abgeschlossen sein wird.

Folgen für die Brauwirtschaft

Für die Brauwirtschaft werde der Eintritt ins neue Jahrzehnt auf lange Sicht folgenreich bleiben, prognostiziert Huber. „Schon jetzt ist absehbar, dass es für viele Anbieter langfristig wirtschaftlich schwierig, für manchen existenzbedrohlich wird.“ Für viele Unternehmen sei augenfällig geworden, wie instabil sich ihre Marktposition mit schwindender Liquidität entwickelt habe. „Betriebsaufgaben werden uns als Folge der Pandemie noch das ganze Jahrzehnt begleiten“, so Huber. „Wir sind dank unseres Wachstums der letzten Jahre deutlich besser durch die Krise gekommen als so manch anderer Marktteilnehmer.“ Die Brauerei Veltins erreichte seit der Jahrtausendwende ein Wachstum von 24,6 Prozent und konsolidierte sich 2020 auf dem Ausstoßniveau von 2017. 

Sichtbare Entspannung erwartet

Die Brauerei Veltins rechnet aber schon bald mit einer sichtbaren Entspannung der Corona-Krise. „Wir gehen davon aus, dass wir im Sommer in den Biergärten langsam zur Normalität zurückkehren, weil die Menschen die Einschränkungen hinter sich lassen wollen“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. Laufe alles nach den Erwartungen, könne man im zweiten Halbjahr auch wieder mit Veranstaltungen rechnen. Dennoch werde es nach dem Ende der Pandemie mindestens 30 Monate dauern, bis der Markt sich wieder erholt habe. „Erst 2023 wird der Biermarkt wieder mit ganzer Kraft durchstarten“, so Huber.

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