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Junge Leute im Biergarten
Halbjahresbilanz

Veltins wächst doppelt so stark wie der Markt

Die Brauerei Veltins hat im ersten Halbjahr 2022 ein Allzeithoch erreicht: Wie das Unternehmen mitteilt, wuchs der Ausstoß trotz der Schwierigkeiten am Beschaffungsmarkt um 10,1 Prozent auf 1,71 Millionen Hektoliter. Damit legte Veltins doppelt so stark zu wie der Gesamtmarkt. „Noch nie wurde in der Brauereigeschichte innerhalb eines halben Jahres so viel Bier gebraut“, unterstrich der Generalbevollmächtigte Michael Huber bei der Präsentation der Zahlen. „Die Lust auf Bier ist ungebrochen und wieder allerorts möglich – der Markt kehrt langsam zu gewohntem Verhalten zurück.“

Eine positive Bilanz zieht die Brauerei auch über die Entwicklung ihrer meisten Marken. So legte die Marke Veltins um 12,7 Prozent auf 1,26 Millionen Hektoliter zu, und das „Helle Pülleken“ wuchs um 24,9 Prozent auf 124.000 Hektoliter. Grevensteiner indessen litt unter dem Wettbewerbsdruck im Spezialitätensegment und verlor 15,2 Prozent an Volumen. Aufwärts ging es für den Biermix V+, der ein Plus von 3,3 Prozent verzeichnete; für die Fassbrause-Range ging es um 5,6 Prozent aufwärts.

„Straffe Aufholjagd“ beim Fassbier

Das Fassbiergeschäft stabilisierte sich nach dem Ende der coronabedingten Lockdowns schnell wieder. Nach den Verlusten der Pandemie sei hier bereits wieder ein Volumen von 77 Prozent von 2019 erreicht worden, freute sich Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Hier habe man „eine straffe Aufholjagd hingelegt“. In den ersten sechs Monaten 2022 habe das Unternehmen 194.000 Hektoliter im Fass abgefüllt und gehe von einer weitreichenden Erholung bis 2023 aus. „Die Zuversicht aller Marktbeteiligten wurde von der vielerorts begeisterten Resonanz der Gäste, die die Pandemie endlich hinter sich lassen wollten, belohnt“, so Dr. Kuhl.

Mit einer Prognose fürs zweite Halbjahr zeigt sich Veltins wegen der unsicheren Gasversorgung indessen zurückhaltend. „Es ist skurril: Da schreiben wir das beste Halbjahresergebnis in der Brauereigeschichte und wissen gleichzeitig nicht, ob wir in wenigen Monaten noch vollumfänglich lieferfähig sind“, sagte Michael Huber. Man habe allerdings weitreichende Vorsorge getroffen, um über eine längere Dauer eine Produktions- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Für Umstellung von Gas auf Heizöl gerüstet

Angesichts gestörter Lieferketten hat sich die Brauerei mit Neuglas, Paletten, Etiketten und Leim bevorratet und dafür Lagerflächen angemietet. Dazu wurden Mittel von 30 Millionen Euro vorgezogen bereitgestellt. Um bei eingeschränkter Gasversorgung den Braubetrieb aufrechtzuerhalten, habe man Vorkehrungen getroffen, um innerhalb weniger Stunden im Kesselhaus auf Heizölbefeuerung umstellen zu können.

Trotz der extrem angespannten Kostensituation auf den Beschaffungsmärkten stehen Preiserhöhungen für Veltins angesichts einer steigenden Preissensibilität der Verbraucher zurzeit nicht auf der Tagesordnung. „Wir müssen in dieser schwierigen Marktphase erneut zurückstecken, solange es wirtschaftlich vertretbar ist“, betonte der Generalbevollmächtigte.

Angesichts des jüngsten Wachstums sieht sich die Brauerei weiterhin stabil und ertragsstark aufgestellt. Auch die Investitionen liefen nach Plan, sodass die erste von zwei neuen Flaschen-Abfüllanlagen noch im Sommer ans Netz gehen könne. „Wir brauchen mehr Flexibilität in der Abfüllung – deshalb holen wir uns neue Anlagentechnik ins Haus. Für das gesamte Projekt Abfüllung werden am Ende mehr als 100 Millionen Euro investiert sein. Das neue Logistiklager gibt uns die Möglichkeit, schneller und individueller als bisher unsere Kunden im LEH zu bedienen. Außerdem ist dort die Exportverladung besser möglich“, erklärt Huber.

Mit dem Projekt Abfüllung wird 2024 eine mehrjährige Investitionsoffensive der Brauerei abgeschlossen sein. Insgesamt werden 420 Millionen Euro in neue Anlagentechnik und Infrastruktur investiert.

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Veltins wächst doppelt so stark wie der Markt

Die Brauerei Veltins hat im ersten Halbjahr 2022 ein Allzeithoch erreicht: Wie das Unternehmen mitteilt, wuchs der Ausstoß trotz der Schwierigkeiten am Beschaffungsmarkt um 10,1 Prozent auf 1,71 Millionen Hektoliter. Damit legte Veltins doppelt so stark zu wie der Gesamtmarkt. „Noch nie wurde in der Brauereigeschichte innerhalb eines halben Jahres so viel Bier gebraut“, unterstrich der Generalbevollmächtigte Michael Huber bei der Präsentation der Zahlen. „Die Lust auf Bier ist ungebrochen und wieder allerorts möglich – der Markt kehrt langsam zu gewohntem Verhalten zurück.“

Eine positive Bilanz zieht die Brauerei auch über die Entwicklung ihrer meisten Marken. So legte die Marke Veltins um 12,7 Prozent auf 1,26 Millionen Hektoliter zu, und das „Helle Pülleken“ wuchs um 24,9 Prozent auf 124.000 Hektoliter. Grevensteiner indessen litt unter dem Wettbewerbsdruck im Spezialitätensegment und verlor 15,2 Prozent an Volumen. Aufwärts ging es für den Biermix V+, der ein Plus von 3,3 Prozent verzeichnete; für die Fassbrause-Range ging es um 5,6 Prozent aufwärts.

„Straffe Aufholjagd“ beim Fassbier

Das Fassbiergeschäft stabilisierte sich nach dem Ende der coronabedingten Lockdowns schnell wieder. Nach den Verlusten der Pandemie sei hier bereits wieder ein Volumen von 77 Prozent von 2019 erreicht worden, freute sich Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Hier habe man „eine straffe Aufholjagd hingelegt“. In den ersten sechs Monaten 2022 habe das Unternehmen 194.000 Hektoliter im Fass abgefüllt und gehe von einer weitreichenden Erholung bis 2023 aus. „Die Zuversicht aller Marktbeteiligten wurde von der vielerorts begeisterten Resonanz der Gäste, die die Pandemie endlich hinter sich lassen wollten, belohnt“, so Dr. Kuhl.

Mit einer Prognose fürs zweite Halbjahr zeigt sich Veltins wegen der unsicheren Gasversorgung indessen zurückhaltend. „Es ist skurril: Da schreiben wir das beste Halbjahresergebnis in der Brauereigeschichte und wissen gleichzeitig nicht, ob wir in wenigen Monaten noch vollumfänglich lieferfähig sind“, sagte Michael Huber. Man habe allerdings weitreichende Vorsorge getroffen, um über eine längere Dauer eine Produktions- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Für Umstellung von Gas auf Heizöl gerüstet

Angesichts gestörter Lieferketten hat sich die Brauerei mit Neuglas, Paletten, Etiketten und Leim bevorratet und dafür Lagerflächen angemietet. Dazu wurden Mittel von 30 Millionen Euro vorgezogen bereitgestellt. Um bei eingeschränkter Gasversorgung den Braubetrieb aufrechtzuerhalten, habe man Vorkehrungen getroffen, um innerhalb weniger Stunden im Kesselhaus auf Heizölbefeuerung umstellen zu können.

Trotz der extrem angespannten Kostensituation auf den Beschaffungsmärkten stehen Preiserhöhungen für Veltins angesichts einer steigenden Preissensibilität der Verbraucher zurzeit nicht auf der Tagesordnung. „Wir müssen in dieser schwierigen Marktphase erneut zurückstecken, solange es wirtschaftlich vertretbar ist“, betonte der Generalbevollmächtigte.

Angesichts des jüngsten Wachstums sieht sich die Brauerei weiterhin stabil und ertragsstark aufgestellt. Auch die Investitionen liefen nach Plan, sodass die erste von zwei neuen Flaschen-Abfüllanlagen noch im Sommer ans Netz gehen könne. „Wir brauchen mehr Flexibilität in der Abfüllung – deshalb holen wir uns neue Anlagentechnik ins Haus. Für das gesamte Projekt Abfüllung werden am Ende mehr als 100 Millionen Euro investiert sein. Das neue Logistiklager gibt uns die Möglichkeit, schneller und individueller als bisher unsere Kunden im LEH zu bedienen. Außerdem ist dort die Exportverladung besser möglich“, erklärt Huber.

Mit dem Projekt Abfüllung wird 2024 eine mehrjährige Investitionsoffensive der Brauerei abgeschlossen sein. Insgesamt werden 420 Millionen Euro in neue Anlagentechnik und Infrastruktur investiert.

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