Die Semper idem Underberg AG hat sich in ihrem Geschäftsjahr 2025/26 (April bis März) im schwierigen Spirituosenmarkt behauptet: Während der deutsche Markt laut Nielsen IQ beim Umsatz um 3,7 Prozent zurückging, konnte das Unternehmen seine Konzernerlöse um 1,6 Prozent auf 136,9 Millionen Euro steigern.
Das bereinigte Ebitda lag mit 12,3 Millionen Euro über dem prognostizierten Zielkorridor von 11 bis 12 Millionen Euro. Wesentliche Wachstumstreiber waren den Angaben zufolge das wachsende internationale Geschäft, das Portfolio der Third-Party-Marken und Innovationen im eigenen Portfolio, insbesondere unter der Marke St. Hubertus-Tropfen.
Hochgesteckte Ziele übertroffen
„Angesichts der geopolitischen Krisen und der andauernden Konsumzurückhaltung war das Ziel, das Vorjahresniveau zu erreichen, durchaus ambitioniert. Umso erfreulicher ist es, dass wir dank eines guten zweiten Halbjahres diese Vorgabe übertreffen konnten“, sagt Michael Söhlke, CEO der Semper idem Underberg AG. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“
Großen Anteil an der positiven Entwicklung hat die starke Präsenz in den USA. Die hundertprozentige Vertriebstochter Underberg Sales Corporation ist zuletzt stark gewachsen. Als weitere, vielversprechende Wachstumsmärkte sieht Thomas Mempel, CCO der Underberg Gruppe, die nordischen Länder, Österreich und die Schweiz sowie touristische Ziele in Südeuropa, ausgesuchte Märkte in Afrika und den Global Travel Retail.
Neue Abfüllung startet 2027
Indessen hat das Wachstum von St. Hubertus-Tropfen die Kleinflaschenabfüllung in Rüdesheim an ihre Kapazitätsgrenzen geführt. Deshalb hat das Unternehmen bereits vor einiger Zeit den Bau einer zusätzlichen Abfülllinie beschlossen. Die Vorbereitungen laufen seit dem Frühjahr; die Inbetriebnahme ist für die Zeit vor Ostern 2027 vorgesehen.
Angesichts des nach wie vor schwachen Konsumklimas in Deutschland habe der Konzern die Kosten weiterhin ständig im Blick und steuere unverändert nach Profitabilität, blickt Söhlke in die nähere Zukunft. Die Herausforderungen am Markt bleiben nach seiner Einschätzung groß. Beispielsweise werde die Erhöhung der Alkoholsteuer auch für Underberg zu Absatzrückgängen führen.























































































