Die TCB-Gruppe plant, die Wolters-Marken zu übernehmen und künftig Produktion und Abfüllung innerhalb der Gruppe zu organisieren. Der Brauereistandort in Braunschweig schließt am 31. Dezember 2026. Endgültige Vereinbarungen zur Übernahme stehen noch aus.
Seit 2021 ist die Volksbank Brawo alleinige Eigentümerin des Hofbrauhauses Wolters. Die Bank hat gemeinsam mit der Hofbrauhaus Wolters GmbH und TCB ein Konzept zur Fortführung der Marke erarbeitet.
TCB will die Originalrezeptur beibehalten und Handel sowie Gastronomie ohne Unterbrechung mit Wolters-Bieren versorgen. Die Mitteilung nennt keinen künftigen Produktionsstandort.
TCB plant bis zu 40 neue Beschäftigungsangebote für Wolters-Mitarbeiter an verschiedenen Standorten der Gruppe. Dabei berücksichtigt TCB die benötigten Funktionen und Qualifikationen. Eine Garantie für konkrete Angebote gibt es jedoch nicht. Die Bank begründet die Schließung des bisherigen Standorts mit dessen technischem und strukturellem Zustand sowie dem Zustand der Immobilien.
Neben den Marken sollen weitere markenbezogene Vermögenswerte und das Brauereigrundstück an TCB übergehen. Ein Nutzungskonzept für das Grundstück wird noch erarbeitet. Teile der Immobilien könnten für Veranstaltungen genutzt werden. Das Sponsoring von Eintracht Braunschweig soll fortgeführt werden.
Die Umsetzung der Pläne hängt vom Abschluss der endgültigen Vereinbarungen und den erforderlichen Zustimmungen ab. Die zu übertragenden Vermögenswerte müssen noch rechtlich und technisch geprüft, die Verträge ausgearbeitet und das Übergangs- und Produktionskonzept vorbereitet werden. Auch die Angaben zur Standortnutzung, Produktion und zum Sponsoring stehen unter Vorbehalt.
Wolters hatte am 19. Juni Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und anhaltende Absatzschwäche sowie gestiegene Kosten als Ursachen genannt. Die Suche nach einem Investor für den Brauereistandort blieb erfolglos. Am 28. September informierte die Brauerei ihre rund 90 Beschäftigten über die geplante Schließung.
Die Unternehmer Mike Gärtner und Karsten Uhlmann stiegen 2003 mit der Übernahme der damaligen Oderland-Brauerei in Frankfurt (Oder) ins Brauereigeschäft ein. Später kamen Feldschlößchen in Dresden und Gilde in Hannover hinzu. Das Geschäftsmodell der TCB-Gruppe verbindet regionale Biermarken mit der Produktion von Handelsmarken für den Discount.
Mehr über die TCB lesen Sie hier in unserem Brauerei-Gruppen-Report.

























































































