Der Süßstoff Aspartam-Acesulfam-Salz ist für die Verwendung in Lebensmitteln und Getränken sicher. Das teilt der Süßstoff-Verband unter Verweis auf eine aktuelle Neubewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) mit. Damit sei zugleich auch die Unbedenklichkeit von Aspartam und Acesulfam K bestätigt, aus denen diese Mischung besteht.
Die Evaluierung dürfte Argumenten für eine Ausweitung der geplanten Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke den Boden entziehen. In einem Ende August an die Öffentlichkeit gelangten Papier des Finanzministeriums waren auch solche Produkte enthalten. Inzwischen hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil klargestellt, dass diese nicht mit der vorgesehenen Abgabe belastet werden sollen.
Mit der neuesten Efsa-Untersuchung liegt ein weiteres positives Ergebnis in der Liste von Neubewertungen vor: Vor Aspartam-Acesulfam-Salz haben bereits Aspartam, Thaumatin, Neohesperidin DC, Saccharin, Acesulfam K, Neotam und Sucralose die Untersuchung erfolgreich durchlaufen. Die Bewertung ist Teil eines Prozesses, in dem alle Lebensmittelzusatzstoffe, die vor 2009 in der EU zugelassen wurden, noch einmal überprüft werden.
Konsum im Allgemeinen unter den Grenzwerten
Bei Aspartam-Acesulfam-Salz kam die Behörde zu dem Schluss, dass bei den festgelegten zulässigen Tagesdosen von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für Aspartam und 15 Milligramm für Acesulfam K sicher ist. Die Efsa hebt hervor, dass die Aufnahme der einzelnen Süßstoffe in allen Bevölkerungsgruppen im Allgemeinen unter diesen Werten lag.
Die Ergebnisse seien „ein gutes Signal für Verbraucher, die oft durch Ernährungsmythen und selbsternannte Experten verunsichert werden“, kommentiert Isabelle Begger vom Süßstoff-Verband die Untersuchung. Auch für die Lebensmittelwirtschaft sei sie eine gute Nachricht, denn sie könne weiterhin „auf die Vielfalt von Süßstoffen mit ihren jeweiligen Besonderheiten zurückgreifen und so eine große Auswahl an kalorienfreien und -reduzierten Lebensmitteln und Getränken anbieten“.
Mit Süßstoff gesüßte Lebensmittel und Getränke gehören zum Konsumalltag der Deutschen – insbesondere von Konsumenten unter 35 Jahren. Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage, die der Süßstoffe-Verband in Auftrag gegeben hat, konsumieren über 70 Prozent von ihnen mindestens einmal in der Woche mit Süßstoff gesüßte Produkte. Über alle Altersgruppen hinweg sind es 58 Prozent.
Zero-Cola bei Getränken der Favorit
Besonders beliebt sind demnach Light-Getränke: Zero-Colas führen die Rangliste an, gefolgt von Zero-Limonaden und anderen Getränken wie Zero-Energy-Drinks. In der Zielgruppe der 18- bis 24- Jährigen sind die zuckerfreien Getränken besonders beliebt: Nahezu jeder Zweite greift mindestens einmal in der Woche zu einer Zero-Cola.

























































































