Der US-Spirituosenkonzern Sazerac ist offenbar am Erwerb der Berentzen-Gruppe interessiert. Laut übereinstimmenden Medienberichten verhandeln die beiden Unternehmen aktuell über den Kauf der ausstehenden Berentzen-Aktien. Sazerac hat seinen Firmensitz in New Orleans. Zum Portfolio gehören Marken wie Southern Comfort, Buffalo Trace und Blanton’s.
Der Konzern verfolgt seit Längerem eine Strategie der Expansion. Ein kürzlich angeblich angestrebter Kauf von Brown-Forman kam zunächst nicht zustande. Zuletzt übernahm Sazerac den britischen Spirituosenanbieter Au Vodka. Eine Übernahme von Berentzen würde den Amerikanern den Zugang zum deutschen und europäischen Markt erleichtern.
Wirtschaftlich bewegt sich die Berentzen-Gruppe aktuell in schwerem Fahrwasser. Wie das Unternehmen Mitte Juli mitteilte, sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum von 79,9 auf 71,0 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging von 3,2 auf 0,6 Millionen Euro zurück.
Oliver Schwegmann, CEO der Berentzen-Gruppe, führte die negative Entwicklung vor allem auf die anhaltende Markt- und Konsumschwäche in Deutschland zurück. Diese habe man zwar bereits bei den Planungen berücksichtigt, der Markt habe sich aber „deutlich ausgeprägter als erwartet“ entwickelt.
























































































