Der US-Spirituosenkonzern Sazerac will die Berentzen-Gruppe übernehmen. Das teilen die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemeldung mit und bestätigen damit Medienberichte der letzten Woche. Demnach plant Sazerac ein Übernahmeangebot von 5,55 Euro je Aktie. Voraussetzung für den Vollzug sei eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie.
Der Angebotspreis liegt nach Angaben der Unternehmen 68 Prozent über dem Durchschnittskurs der Berentzen-Aktie während der drei Monate vor dem 16. September 2026. Sazerac und die Berentzen-Gruppe haben am heutigen 21. September eine Vereinbarung über den Unternehmenszusammenschluss geschlossen.
Größer und internationaler werden
Berentzen sieht in Sazerac vor allem einen Partner für weiteres Wachstum und eine stärkere Internationalisierung. „Für die Erreichung unserer strategischen Unternehmensziele ist ein hohes und stetiges Wachstumstempo von größter Bedeutung“, erklären die Vorstände Oliver Schwegmann und Ralf Brühöfner. Als global aufgestellter, kapitalstarker Partner könne Sazerac insbesondere bei Innovationskraft, Vertrieb und Internationalisierung zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Sazerac kündigt an, die bestehenden Standorte der Berentzen-Gruppe weiterzuführen und durch zusätzliche Investitionen weiterzuentwickeln. Marken des Unternehmens sollen künftig ebenfalls vom deutschen Team produziert und vertrieben werden. Der US-Konzern verfolgt seit längerem eine Strategie der Expansion und hat bereits mehrere ähnliche Übernahmen getätigt.
Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot strebt Sazerac an, die Börsennotierung der Berentzen-Gruppe zu beenden.
Über die Unternehmen
Sazerac wurde 1850 gegründet und befindet sich in Familienbesitz. Zum Portfolio gehören nach Unternehmensangaben mehr als 525 Marken, darunter Buffalo Trace Bourbon, Fireball Cinnamon Whisky, Southern Comfort, Svedka Vodka und Au Vodka. Die Berentzen-Gruppe ist mit den Geschäftsbereichen Spirituosen, alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme in mehr als 60 Ländern vertreten.

























































































