Der Rhenser Mineralbrunnen hat gestern beim Amtsgericht Koblenz einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht bestellte Dr. Alexander Jüchser von Lieser Rechtsanwälte aus Koblenz zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Wie Rhenser mitteilt, soll der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen. Die Abfüllung der gesamten Range und die Auslieferung an die Kunden seien sichergestellt.
„Unser vorrangiges Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu schaffen“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Jüchser, der sich derzeit einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation verschafft. Als Gründe für die Insolvenz führt der kaufmännische Leiter von Rhenser, Christian Kolb, den hohen Wettbewerbsdruck im Getränkemarkt, gestiegene Transportkosten, anhaltend geringe Margen und die aktuelle allgemeine Konsumzurückhaltung an.
Noch vor einer Woche teilte das Unternehmen mit, nach dem überraschenden Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen den sanierungserfahrenen Manager Holger Sieck als Interims-Geschäftsführer einzusetzen, um einen stabilen Übergang sicherzustellen. Er hatte den Brunnen bereits 2016 in einem Insolvenzverfahren unterstützt und durch das Eigenverwaltungsverfahren geführt. Nach erfolgreicher Restrukturierung konnte das Unternehmen damals an die Brüder Christian und Friedrich Berentzen übertragen werden.






















































































