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Kellerei bilanziert Umsatzplus
Bilanz 2019/20

Reh Kendermann in der Krise robust

Die Weinkellerei Reh Kendermann ist bislang glimpflich durch die Corona-Krise gekommen und hat ihr Geschäftsjahr 2019/20 (Juli 2019 bis Juni 2020) mit einem moderaten Minus von 2,4 Prozent auf 81 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen. Der Absatz lag bei 37 Millionen Litern. Die Pandemie habe das Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen gestellt, resümierte Geschäftsführer Alexander Rittlinger bei der heutigen Online-Pressekonferenz.

Während die Situation den Absatz in Deutschland eher beflügelt habe, sei im Ausland die Entwicklung in manchen Märkten gebremst worden. Der Rohertrag habe sich aber unter dem Strich sogar leicht verbessert, so Rittlinger. Das Ergebnis bestätige erneut die Strategie der Kellerei, das Risiko zu streuen und sich mit der Kombination aus Marken- und exklusiven Handelskonzepten für Im- und Export breit aufzustellen.

Auch die internationalen Tochtergesellschaften und Beteiligungen wie North South Wines (NSW) und Yapp Brothers aus England entwickelten sich in ihren Märkten positiv; ebenso das rumänische Weingut Crama Oprisor.

Deutschland-Geschäft gewinnt in Pandemie

Durch die coronabedingten Zuwächse im Handel wurde erstmals knapp über die Hälfte des Umsatzes am Inlandsmarkt generiert. „Die Deutschen haben im Lebensmitteleinzelhandel deutlich mehr Wein als im Vorjahr eingekauft“, freut sich Alexander Rittlinger. Davon habe auch Reh Kendermann profitiert. Als besonders positiv bewertet er, dass die Verbraucher dabei sehr qualitätsbewusst einkauften und im Schnitt mehr Geld ausgäben. So hätten sich die Premium- und hochwertigen Terroirkonzepte des Binger Unternehmens im Berichtsjahr im In- und Ausland „deutlich positiv“ entwickelt. Die Bemühungen im Premiumbereich sollen auch künftig weiter forciert werden.

Negativ bemerkbar machte sich die Pandemie indessen im Export, wobei sich die Geschäfte in den verschiedenen Ländern laut Rittlinger sehr unterschiedlich entwickelten. So seien die Verkäufe in Asien in den ersten Monaten der Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen; in den USA erschwerten zusätzlich die Zölle den Handel; und der Mittelmeerraum litt durch die ausbleibenden Touristen. Andererseits konnten beispielsweise Norwegen und Finnland deutlich zulegen.

Ein wichtiger, aber schwieriger Markt bleibe Großbritannien, so der Geschäftsführer, der sich zugleich optimistisch zeigt, dass die im Frühjahr 2020 aufgenommene Beteiligung am britischen Weindistributeur North South Wines die Präsenz von Reh Kendermann am britischen Markt stärken könnte.

Standort Bingen vor Erweiterung

Um sich für die Zukunft fit zu machen, hat Reh Kendermann in den zurückliegenden Monaten die Digitalisierung im Unternehmen stark vorangetrieben, um möglichst kosteneffizient zu arbeiten und dem anhaltenden Preisdruck gewachsen zu sein. Als weiteren großen Schritt in die Zukunft führte Rittlinger die kürzlich begonnene Standorterweiterung an: Auf einem 26.000 Quadratmeter großen Grundstück neben dem bisherigen Firmengelände entsteht zunächst ein Gebäudekomplex für Gär- und Lagertanks für rund 5,5 Millionen Liter Wein; in einem zweiten Bauabschnitt soll das Verwaltungsgebäude umgebaut werden.

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Reh Kendermann in der Krise robust

Die Weinkellerei Reh Kendermann ist bislang glimpflich durch die Corona-Krise gekommen und hat ihr Geschäftsjahr 2019/20 (Juli 2019 bis Juni 2020) mit einem moderaten Minus von 2,4 Prozent auf 81 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen. Der Absatz lag bei 37 Millionen Litern. Die Pandemie habe das Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen gestellt, resümierte Geschäftsführer Alexander Rittlinger bei der heutigen Online-Pressekonferenz.

Während die Situation den Absatz in Deutschland eher beflügelt habe, sei im Ausland die Entwicklung in manchen Märkten gebremst worden. Der Rohertrag habe sich aber unter dem Strich sogar leicht verbessert, so Rittlinger. Das Ergebnis bestätige erneut die Strategie der Kellerei, das Risiko zu streuen und sich mit der Kombination aus Marken- und exklusiven Handelskonzepten für Im- und Export breit aufzustellen.

Auch die internationalen Tochtergesellschaften und Beteiligungen wie North South Wines (NSW) und Yapp Brothers aus England entwickelten sich in ihren Märkten positiv; ebenso das rumänische Weingut Crama Oprisor.

Deutschland-Geschäft gewinnt in Pandemie

Durch die coronabedingten Zuwächse im Handel wurde erstmals knapp über die Hälfte des Umsatzes am Inlandsmarkt generiert. „Die Deutschen haben im Lebensmitteleinzelhandel deutlich mehr Wein als im Vorjahr eingekauft“, freut sich Alexander Rittlinger. Davon habe auch Reh Kendermann profitiert. Als besonders positiv bewertet er, dass die Verbraucher dabei sehr qualitätsbewusst einkauften und im Schnitt mehr Geld ausgäben. So hätten sich die Premium- und hochwertigen Terroirkonzepte des Binger Unternehmens im Berichtsjahr im In- und Ausland „deutlich positiv“ entwickelt. Die Bemühungen im Premiumbereich sollen auch künftig weiter forciert werden.

Negativ bemerkbar machte sich die Pandemie indessen im Export, wobei sich die Geschäfte in den verschiedenen Ländern laut Rittlinger sehr unterschiedlich entwickelten. So seien die Verkäufe in Asien in den ersten Monaten der Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen; in den USA erschwerten zusätzlich die Zölle den Handel; und der Mittelmeerraum litt durch die ausbleibenden Touristen. Andererseits konnten beispielsweise Norwegen und Finnland deutlich zulegen.

Ein wichtiger, aber schwieriger Markt bleibe Großbritannien, so der Geschäftsführer, der sich zugleich optimistisch zeigt, dass die im Frühjahr 2020 aufgenommene Beteiligung am britischen Weindistributeur North South Wines die Präsenz von Reh Kendermann am britischen Markt stärken könnte.

Standort Bingen vor Erweiterung

Um sich für die Zukunft fit zu machen, hat Reh Kendermann in den zurückliegenden Monaten die Digitalisierung im Unternehmen stark vorangetrieben, um möglichst kosteneffizient zu arbeiten und dem anhaltenden Preisdruck gewachsen zu sein. Als weiteren großen Schritt in die Zukunft führte Rittlinger die kürzlich begonnene Standorterweiterung an: Auf einem 26.000 Quadratmeter großen Grundstück neben dem bisherigen Firmengelände entsteht zunächst ein Gebäudekomplex für Gär- und Lagertanks für rund 5,5 Millionen Liter Wein; in einem zweiten Bauabschnitt soll das Verwaltungsgebäude umgebaut werden.

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