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Regionale Spezialitäten wachsen weiter
Spezialitäten

Regionale Biere wachsen weiter

Die Pandemie hat dem Trend zur Regionalität noch einmal neuen Schwung gegeben. In der Krise legen immer mehr Konsumenten Wert auf Lebensmittel und Getränke aus der Heimat. Regionale Spezialitäten verzeichnen aber schon seit Jahren eine steigende Nachfrage.

Gerade beim Bier sind immer mehr heimische Erzeugnisse, auch von den großen Brauereien, auf den Markt gekommen. So stieg die Zahl der Land- und Kellerbiere enorm an. Heute sind über 350 Land- und Kellerbiere aus ganz Deutschland auf dem Markt. Marken mit authentischen und lebendigen Bildern feiern gerade Erfolge. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch die Brauerei Veltins, die 2013 mit dem Grevensteiner Landbier in das Segment einstieg. Rund 245.000 Hektoliter der Marke, von der es inzwischen auch ein Hellbier und ein Naturradler gibt, hat Veltins im letzten Jahr abgesetzt.

Sortengewinner Hellbier

Insgesamt haben Bierspezialitäten 2020 im Handel laut Nielsen um 2,1 Prozent zugelegt. Der absolute Gewinner der letzten Jahre ist aber die Sorte Hell. Sie wuchs dem Marktforschungsinstitut Nielsen zufolge allein im letzten Jahr im Handel um rund 20 Prozent. Inzwischen ist Hell die zweitstärkste Biersorte nach Pils. Tatsache ist: Helles kommt traditionell aus Bayern und wird als regionale Sorte wahrgenommen. Insbesondere die authentischen Marken wie Augustiner oder Tegernseer sind enorm erfolgreich. Und das Bayreuther Hell von Maisel ist so stark gewachsen, dass die Brauerei sogar schon bald an ihre Kapazitätsgrenzen kommen dürfte.

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Beim Hellen geht es vielen Verbrauchern auch um das bayerische Lebensgefühl, das früher durch das Weißbier von Bayern in die gesamte Republik gebracht wurde. Es steht hier inzwischen im Wettbewerb mit der Sorte Hell. Auch die Krombacher Brauerei, die unter ihrer Dachmarke seit einigen Jahren erfolgreich ein eigenes Helles auf dem Markt hat, will künftig an dem Bayern-Trend partizipieren. Sie hat sich letztes Jahr am Starnberger Brauhaus beteiligt und nimmt deren Biere in ihren Vertrieb mit auf, also auch das Starnberger Hell.

Ein anderes Beispiel ist die Bitburger Braugruppe: Sie führt unter der Marke Benediktiner ebenfalls ein sehr erfolgreiches Helles im Sortiment. Das trägt zwar keinen ausgesprochen bayerischen Absender, wirkt aber authentisch und spielt das Thema Bayern in der Kommunikation.

Hochpreisige Produkte wachsen

Auffällig ist, dass der Preis des Hellen oder der anderen Bierspezialitäten deutlich über dem der meisten anderen Biere liegt. Trotzdem werden sie zunehmend gekauft. So hat sich die Nachfrage nach Bieren zum Kastenpreis von über 13 Euro innerhalb von zehn Jahren beinahe verdoppelt. Dagegen hat das Preiseinstiegssegment beim Bier deutlich verloren. Dazu trägt auch der Handel bei: Vor ein paar Jahren waren noch regelmäßig die Billigbiere im Angebot, heute sind es überwiegend die großen Biermarken, die Kunden in die Supermärkte locken sollen. Gerade während der Pandemie wollen die Leute zuhause etwas Besonderes genießen. Auch bei Wein und Spirituosen wurden im letzten Jahr mehr hochwertige Produkte verkauft.

Relevanz steigt

Klar ist: Das Thema Regionalität dürfte künftig weiter an Bedeutung gewinnt. In den vergangenen Jahren haben viele Verbraucher aufgrund der Globalisierung mehr Sicherheit im Regionalen gesucht. In diesen Krisenzeiten wächst dieses Bedürfnis noch. Es kommt hinzu, dass viele Leute ihren Urlaub im letzten Jahr in Deutschland verbracht und dabei auch Spezialitäten aus den Regionen stärker zu schätzen gelernt haben. Nicht zuletzt werden der Klimawandel und das Thema Nachhaltigkeit heimische Produkte noch einmal voranbringen. Immer mehr Verbraucher schauen genauer hin und wünschen sich wegen der günstigeren CO2-Bilanz Produkte, die nicht so weit gereist sind.

Um den Trend zur Regionalität geht es auch im aktuellen Podcast von Getränke News mit Barbara Rademacher und Dirk Omlor.

Hier gehts zum Podcast

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Regionale Biere wachsen weiter

Die Pandemie hat dem Trend zur Regionalität noch einmal neuen Schwung gegeben. In der Krise legen immer mehr Konsumenten Wert auf Lebensmittel und Getränke aus der Heimat. Regionale Spezialitäten verzeichnen aber schon seit Jahren eine steigende Nachfrage.

Gerade beim Bier sind immer mehr heimische Erzeugnisse, auch von den großen Brauereien, auf den Markt gekommen. So stieg die Zahl der Land- und Kellerbiere enorm an. Heute sind über 350 Land- und Kellerbiere aus ganz Deutschland auf dem Markt. Marken mit authentischen und lebendigen Bildern feiern gerade Erfolge. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch die Brauerei Veltins, die 2013 mit dem Grevensteiner Landbier in das Segment einstieg. Rund 245.000 Hektoliter der Marke, von der es inzwischen auch ein Hellbier und ein Naturradler gibt, hat Veltins im letzten Jahr abgesetzt.

Sortengewinner Hellbier

Insgesamt haben Bierspezialitäten 2020 im Handel laut Nielsen um 2,1 Prozent zugelegt. Der absolute Gewinner der letzten Jahre ist aber die Sorte Hell. Sie wuchs dem Marktforschungsinstitut Nielsen zufolge allein im letzten Jahr im Handel um rund 20 Prozent. Inzwischen ist Hell die zweitstärkste Biersorte nach Pils. Tatsache ist: Helles kommt traditionell aus Bayern und wird als regionale Sorte wahrgenommen. Insbesondere die authentischen Marken wie Augustiner oder Tegernseer sind enorm erfolgreich. Und das Bayreuther Hell von Maisel ist so stark gewachsen, dass die Brauerei sogar schon bald an ihre Kapazitätsgrenzen kommen dürfte.

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Beim Hellen geht es vielen Verbrauchern auch um das bayerische Lebensgefühl, das früher durch das Weißbier von Bayern in die gesamte Republik gebracht wurde. Es steht hier inzwischen im Wettbewerb mit der Sorte Hell. Auch die Krombacher Brauerei, die unter ihrer Dachmarke seit einigen Jahren erfolgreich ein eigenes Helles auf dem Markt hat, will künftig an dem Bayern-Trend partizipieren. Sie hat sich letztes Jahr am Starnberger Brauhaus beteiligt und nimmt deren Biere in ihren Vertrieb mit auf, also auch das Starnberger Hell.

Ein anderes Beispiel ist die Bitburger Braugruppe: Sie führt unter der Marke Benediktiner ebenfalls ein sehr erfolgreiches Helles im Sortiment. Das trägt zwar keinen ausgesprochen bayerischen Absender, wirkt aber authentisch und spielt das Thema Bayern in der Kommunikation.

Hochpreisige Produkte wachsen

Auffällig ist, dass der Preis des Hellen oder der anderen Bierspezialitäten deutlich über dem der meisten anderen Biere liegt. Trotzdem werden sie zunehmend gekauft. So hat sich die Nachfrage nach Bieren zum Kastenpreis von über 13 Euro innerhalb von zehn Jahren beinahe verdoppelt. Dagegen hat das Preiseinstiegssegment beim Bier deutlich verloren. Dazu trägt auch der Handel bei: Vor ein paar Jahren waren noch regelmäßig die Billigbiere im Angebot, heute sind es überwiegend die großen Biermarken, die Kunden in die Supermärkte locken sollen. Gerade während der Pandemie wollen die Leute zuhause etwas Besonderes genießen. Auch bei Wein und Spirituosen wurden im letzten Jahr mehr hochwertige Produkte verkauft.

Relevanz steigt

Klar ist: Das Thema Regionalität dürfte künftig weiter an Bedeutung gewinnt. In den vergangenen Jahren haben viele Verbraucher aufgrund der Globalisierung mehr Sicherheit im Regionalen gesucht. In diesen Krisenzeiten wächst dieses Bedürfnis noch. Es kommt hinzu, dass viele Leute ihren Urlaub im letzten Jahr in Deutschland verbracht und dabei auch Spezialitäten aus den Regionen stärker zu schätzen gelernt haben. Nicht zuletzt werden der Klimawandel und das Thema Nachhaltigkeit heimische Produkte noch einmal voranbringen. Immer mehr Verbraucher schauen genauer hin und wünschen sich wegen der günstigeren CO2-Bilanz Produkte, die nicht so weit gereist sind.

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