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Radeberger Gruppe 2019 "gut behauptet"
Oetker-Gruppe

Radeberger Gruppe 2019 „gut behauptet“

Die Radeberger Gruppe hat das Jahr 2019 mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen und sich damit nach dem Rekordjahr 2018 in einem branchenweit angespannten Marktumfeld „vergleichweise gut behauptet“. Das teilt der Oetker-Konzern im Rahmen seiner Bilanzpressemeldung mit. 

Bei der Geschäftsentwicklung sei zu beachten, dass die bis zum 1. März 2019 vollkonsolidierten Gesellschaften von Getränke Essmann zu diesem Zeitpunkt in das mit der Brauerei Veltins geschlossene Joint Venture eingebracht wurden. Das neu gegründete Joint Venture unter dem Namen Deutsche Getränke Logistik (DGL) bündelt die Kompetenzen der Getränke- und Logistikspezialisten der beiden Brauereigruppen. Nach diesem Zeitpunkt werde die Beteiligung nach einer anderen Methode bilanziert, so dass die Umsatzerlöse der Radeberger Gruppe unbereinigt um 20,2 Prozent auf 1.741 Millionen Euro zurückgegangen sind. 

Verschiedene Segmente entwickeln sich heterogen

Die Entwicklung innerhalb der einzelnen Segmente und Marken war dem Unternehmen zufolge im Berichtsjahr heterogen. Die nationalen Marken im Portfolio der Radeberger Gruppe – Radeberger Pilsner, Jever und Schöfferhofer – verzeichneten insgesamt einen leichten Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Absatz der Hauptmarke Radeberger Pilsner konnte sich nach dem Rückgang im Vorjahr in 2019 wieder stabilisieren und lag in etwa auf Vorjahresniveau. 

Der Absatz von Jever stieg dank Jever Fun sowie Jever Fun Zitrone um 1,2 Prozent, während bei Schöfferhofer Weizen die Entwicklung insbesondere durch die Mixgetränke beeinträchtigt war. Dies resultierte sowohl aus dem im Vergleich zum Vorjahr weniger warmen Frühjahr als auch aus der zunehmenden Konkurrenz durch Naturradler. Bei den nationalen Spezialitäten konnten die drei Volumenmarken Clausthaler, Guinness und Altenmünster zum Teil zulegen. Bei Clausthaler und Altenmünster zeigten sich hier die positiven Effekte aus den umgesetzten Maßnahmen zur Modernisierung der Marken. 

Regionale Premium-Biermarken bleiben Wachstumsmotor

Wachstumsmotor blieben den Angaben zufolge die regionalen Premiummarken im Portfolio. Insbesondere Ur-Krostitzer und Freiberger sowie die Berliner Marken konnten mit Wachstumsraten zwischen 2,9 Prozent und 10,1 Prozent die positive Absatzentwicklung der letzten Jahre fortsetzen. Aber auch das Allgäuer Büble Bier ist im Jahr 2019 mit 11,0 Prozent zum wiederholten Male zweistellig gewachsen. Bei den regionalen Traditionsmarken stellte sich erwartungsgemäß ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ein. 

Im Exportgeschäft konnte eine rückläufige Mengenentwicklung in den USA, Italien und China nicht vollständig durch das Wachstum in Kanada, Australien und Namibia kompensiert werden. 

Die alkoholfreien Getränke haben die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre auch ohne eine Wiederholung des 2018er Jahrhundertsommers 2019 fortgesetzt. Dabei profitierte Selters unter anderem von der Umstellung auf das neue Glas-Mehrweg-GdB-Gebinde. 

An Bedeutung gewinnen indessen die Distributions- und Handelsaktivitäten der Radeberger Gruppe, was sich auch im steigenden Ergebnisbeitrag wie auch in den Investitionen in neue Partnerschaften und Unternehmen der entsprechenden Geschäftsfelder bemerkbar machte. 

Erfreuliches Geschäftsjahr für Sekt & Co.

Für den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen meldet der Konzern ein „erfreuliches erstes gesamtes Geschäftsjahr von Henkell Freixenet“. Die Umsatzerlöse konnten 2019 um 27,9 Prozent auf 1.044 Millionen Euro gesteigert werden (wir berichteten bereits ausführlich; die geringfügig abweichenden Umsatzzahlen an dieser Stelle erklären sich laut Unternehmensangaben durch leicht abweichende Berechnungen durch das Konzerncontrolling).

Die gesamte Oetker-Gruppe hat das Geschäftsjahr in einem schwierigen Marktumfeld mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Geschäftsbereiche Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke, Sekt, Wein und Spirituosen sowie „Weitere Interessen“ erreichten einen konsolidierten Nettoumsatz von 7.406 Millionen Euro. Damit wuchs die Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent.

„Unser erfreuliches Umsatzwachstum war sowohl von einem deutlich über dem Marktniveau liegenden organischen Wachstum in unseren Kerngeschäften geprägt als auch durch Akquisitionen bedingt“, erklärt Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter. Wachstumstreiber waren insbesondere Akquisitionen bei Dr. Oetker sowie das erste gemeinsame Geschäftsjahr von Henkell und Freixenet, während zugleich die Umsätze von Getränke Essmann, nach dem Joint Venture mit der Deutschen Getränke Logistik (DGL), entkonsolidiert wurden. 

Von Corona-Krise erheblich betroffen

Durch die Corona-Pandemie scheinen allerdings die Planungen für das laufende Geschäftsjahr 2020 überholt zu sein. „Zwar sind auch die Unternehmen der Oetker-Gruppe von den Einschränkungen, teilweise sogar erheblich, betroffen. Erfreulicherweise werden Umsatzeinbußen in einzelnen Sparten durch Zugewinne bei anderen zumindest teilweise wieder ausgeglichen“, erläutert Christmann. „Wir werden die Krise meistern, sich ergebende unternehmerische Chancen beherzt ergreifen und letztlich gestärkt daraus hervorgehen“, zeigt er sich für die Zukunft vorsichtig optimistisch.

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Radeberger Gruppe 2019 "gut behauptet"
Oetker-Gruppe

Radeberger Gruppe 2019 „gut behauptet“

Die Radeberger Gruppe hat das Jahr 2019 mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen und sich damit nach dem Rekordjahr 2018 in einem branchenweit angespannten Marktumfeld „vergleichweise gut behauptet“. Das teilt der Oetker-Konzern im Rahmen seiner Bilanzpressemeldung mit. 

Bei der Geschäftsentwicklung sei zu beachten, dass die bis zum 1. März 2019 vollkonsolidierten Gesellschaften von Getränke Essmann zu diesem Zeitpunkt in das mit der Brauerei Veltins geschlossene Joint Venture eingebracht wurden. Das neu gegründete Joint Venture unter dem Namen Deutsche Getränke Logistik (DGL) bündelt die Kompetenzen der Getränke- und Logistikspezialisten der beiden Brauereigruppen. Nach diesem Zeitpunkt werde die Beteiligung nach einer anderen Methode bilanziert, so dass die Umsatzerlöse der Radeberger Gruppe unbereinigt um 20,2 Prozent auf 1.741 Millionen Euro zurückgegangen sind. 

Verschiedene Segmente entwickeln sich heterogen

Die Entwicklung innerhalb der einzelnen Segmente und Marken war dem Unternehmen zufolge im Berichtsjahr heterogen. Die nationalen Marken im Portfolio der Radeberger Gruppe – Radeberger Pilsner, Jever und Schöfferhofer – verzeichneten insgesamt einen leichten Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Absatz der Hauptmarke Radeberger Pilsner konnte sich nach dem Rückgang im Vorjahr in 2019 wieder stabilisieren und lag in etwa auf Vorjahresniveau. 

Der Absatz von Jever stieg dank Jever Fun sowie Jever Fun Zitrone um 1,2 Prozent, während bei Schöfferhofer Weizen die Entwicklung insbesondere durch die Mixgetränke beeinträchtigt war. Dies resultierte sowohl aus dem im Vergleich zum Vorjahr weniger warmen Frühjahr als auch aus der zunehmenden Konkurrenz durch Naturradler. Bei den nationalen Spezialitäten konnten die drei Volumenmarken Clausthaler, Guinness und Altenmünster zum Teil zulegen. Bei Clausthaler und Altenmünster zeigten sich hier die positiven Effekte aus den umgesetzten Maßnahmen zur Modernisierung der Marken. 

Regionale Premium-Biermarken bleiben Wachstumsmotor

Wachstumsmotor blieben den Angaben zufolge die regionalen Premiummarken im Portfolio. Insbesondere Ur-Krostitzer und Freiberger sowie die Berliner Marken konnten mit Wachstumsraten zwischen 2,9 Prozent und 10,1 Prozent die positive Absatzentwicklung der letzten Jahre fortsetzen. Aber auch das Allgäuer Büble Bier ist im Jahr 2019 mit 11,0 Prozent zum wiederholten Male zweistellig gewachsen. Bei den regionalen Traditionsmarken stellte sich erwartungsgemäß ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ein. 

Im Exportgeschäft konnte eine rückläufige Mengenentwicklung in den USA, Italien und China nicht vollständig durch das Wachstum in Kanada, Australien und Namibia kompensiert werden. 

Die alkoholfreien Getränke haben die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre auch ohne eine Wiederholung des 2018er Jahrhundertsommers 2019 fortgesetzt. Dabei profitierte Selters unter anderem von der Umstellung auf das neue Glas-Mehrweg-GdB-Gebinde. 

An Bedeutung gewinnen indessen die Distributions- und Handelsaktivitäten der Radeberger Gruppe, was sich auch im steigenden Ergebnisbeitrag wie auch in den Investitionen in neue Partnerschaften und Unternehmen der entsprechenden Geschäftsfelder bemerkbar machte. 

Erfreuliches Geschäftsjahr für Sekt & Co.

Für den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen meldet der Konzern ein „erfreuliches erstes gesamtes Geschäftsjahr von Henkell Freixenet“. Die Umsatzerlöse konnten 2019 um 27,9 Prozent auf 1.044 Millionen Euro gesteigert werden (wir berichteten bereits ausführlich; die geringfügig abweichenden Umsatzzahlen an dieser Stelle erklären sich laut Unternehmensangaben durch leicht abweichende Berechnungen durch das Konzerncontrolling).

Die gesamte Oetker-Gruppe hat das Geschäftsjahr in einem schwierigen Marktumfeld mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Geschäftsbereiche Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke, Sekt, Wein und Spirituosen sowie „Weitere Interessen“ erreichten einen konsolidierten Nettoumsatz von 7.406 Millionen Euro. Damit wuchs die Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent.

„Unser erfreuliches Umsatzwachstum war sowohl von einem deutlich über dem Marktniveau liegenden organischen Wachstum in unseren Kerngeschäften geprägt als auch durch Akquisitionen bedingt“, erklärt Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter. Wachstumstreiber waren insbesondere Akquisitionen bei Dr. Oetker sowie das erste gemeinsame Geschäftsjahr von Henkell und Freixenet, während zugleich die Umsätze von Getränke Essmann, nach dem Joint Venture mit der Deutschen Getränke Logistik (DGL), entkonsolidiert wurden. 

Von Corona-Krise erheblich betroffen

Durch die Corona-Pandemie scheinen allerdings die Planungen für das laufende Geschäftsjahr 2020 überholt zu sein. „Zwar sind auch die Unternehmen der Oetker-Gruppe von den Einschränkungen, teilweise sogar erheblich, betroffen. Erfreulicherweise werden Umsatzeinbußen in einzelnen Sparten durch Zugewinne bei anderen zumindest teilweise wieder ausgeglichen“, erläutert Christmann. „Wir werden die Krise meistern, sich ergebende unternehmerische Chancen beherzt ergreifen und letztlich gestärkt daraus hervorgehen“, zeigt er sich für die Zukunft vorsichtig optimistisch.

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