Die Paulaner Brauerei Gruppe hat ihren Getränkeabsatz 2025 deutlich gesteigert und sich damit vom negativen Branchentrend abgesetzt. Der Absatz erhöhte sich – ohne die Mehrheitsbeteiligung an der Kulmbacher Brauerei AG – von 6,9 auf 7,9 Millionen Hektoliter. Das entspricht einem Plus von 13,8 Prozent.
Das Wachstum erfolgte in einem insgesamt rückläufigen Marktumfeld. Während der Bierabsatz in Deutschland um 6 Prozent sank, legte die Paulaner Brauerei Gruppe beim Bierabsatz um 4,7 Prozent zu. Zuwächse verzeichnete das Unternehmen sowohl im Inland als auch im Ausland. „Gerade der Erfolg in unserem Heimatmarkt Deutschland freut uns besonders, da wir uns hier gegen einen seit Jahren andauernden Abwärtstrend behaupten und, anders als viele unserer Wettbewerber, positive Zahlen schreiben“, sagt Jörg Biebernick, CEO der Paulaner Brauerei Gruppe.
Treiber im Biersegment war vor allem das Helle. Paulaner Münchner Hell steigerte seinen Absatz um 14,3 Prozent. Das gesamte Hellbier-Portfolio der Gruppe wuchs um 7 Prozent, der Marktanteil erhöhte sich um 0,9 Prozentpunkte. Zusammen mit dem Mönchshof Hell der Mehrheitsbeteiligung Kulmbacher Gruppe (+5,2 Prozent) sieht sich das Unternehmen als Marktführer im deutschen Hellbiermarkt. Im Weißbiersegment entwickelte sich die Marke stabiler als der Gesamtmarkt. Während dieser um 6,3 Prozent zurückging, erzielte Paulaner inklusive der alkoholfreien Varianten ein Absatzplus von 1,5 Prozent. Der Marktanteil stieg auf 21,2 Prozent. Das Weißbier wird in 85 Ländern vertrieben.
Auch im Ausland setzte sich der Wachstumskurs fort. Die gesamte Paulaner Markenfamilie steigerte ihren Absatz 2025 um 9 Prozent. Besonders stark wuchs China (+23,8 Prozent), gefolgt von Italien (+8 Prozent) und Spanien (+7,3 Prozent). Mit 36 Prozent (+1,5 Prozent) macht das Exportgeschäft mehr als ein Drittel des gesamten Bierabsatzes der Gruppe aus. Seit 2015 hat die Paulaner Brauerei Gruppe ihren Auslandsabsatz nahezu verdoppelt.
Zunehmend an Bedeutung gewinnen die kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke. Sie machen inzwischen ein Drittel des produzierten Gesamtabsatzes aus. Paulaner Spezi habe seinen Absatz in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht und sei Marktführer im Cola-Mix-Segment in Deutschland. Zum konkreten Absatzvolumen von Paulaner Spezi nennt das Unternehmen keine Zahl; Branchenkenner schätzen den Spezi-Absatz inzwischen auf rund 3 Millionen Hektoliter.
Auch die Zero-Variante sei nach einem Marktanteilszuwachs von 10 Prozent Marktführer. Für 2026 plant das Unternehmen den Markteintritt von Paulaner Spezi in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz; ab März soll zudem eine neue Paulaner Cola eingeführt werden.
Die Entwicklung führt die Schörghuber Gruppe, zu der die Brauereigruppe mehrheitlich gehört, auf ihre strategische Neuausrichtung zurück. „Vor fünf Jahren haben wir die Weichen für unsere Zukunft neu gestellt – bewusst und mit dem Mut, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen“, sagt Florian Schörghuber, CEO der Schörghuber Gruppe. Durch Neuaufstellung und Verschlankung der Strukturen, die Verankerung der Familienwerte Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung einer fokussierten Marktstrategie sei ein starkes Fundament entstanden, „auf dem wir unsere ambitionierten Ziele für die Zukunft erreichen“, so Schörghuber.

























































































