Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft heute zu einem vierstündigen Warnstreik bei der Oettinger Brauerei und ihrer Logistiktochterfirma TSL in Braunschweig auf. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen. Die NGG fordert eine Erhöhung der Entgelte in den Braustätten der Oettinger-Gruppe um 6,6 Prozent und 8,2 Prozent für die TSL. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 200 Euro steigen. Die Entgelttarifverträge wurden zum 31. Mai dieses Jahres gekündigt. Die zweite Tarifverhandlung findet am 8. Juli in Oettingen statt.
Wie die NGG mitteilt, hatte die Arbeitgeberseite in der ersten Tarifverhandlung am 4. Juni kein Angebot für eine Entgelterhöhung gemacht, weder für die Braustätten noch für die TSL. Stattdessen fordere sie eine Verlängerung der Arbeitszeit von 37 auf 40 Stunden in der Woche sowie weitere Verschlechterungen im Manteltarifvertrag. „Die Belegschaft liefert gute Arbeit ab und die Brauerei schreibt schwarze Zahlen. Jetzt erwarten die Beschäftigten ein Angebot mit einer fairen Lohnerhöhung und dafür legen sie heute an allen Standorten die Arbeit nieder“, sagt Katja Derer, Geschäftsführerin der Gewerkschaft NGG in der Region Braunschweig.
Die Oettinger Brauerei betreibt drei Braustätten in Deutschland: den Stammsitz in Oettingen sowie Brauereien in Mönchengladbach und Braunschweig und ein Logistiklager in Walldorf. Als Tochterunternehmen ist die TSL – Transport Service und Logistik GmbH mit Sitz in Dessow in das operative Geschäft in Braunschweig eingebunden. Laut NGG finden heute an allen Standorten Warnstreiks statt.


























































































