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Mineralwasser nicht auf Knopfdruck
Sprudler

Mineralwasser nicht auf Knopfdruck

In einer gemeinsamen Presseerklärung positionieren sich der Verband Pro Mehrweg, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels klar gegen Wassersprudler.  Sprudelgeräte liefern kein Mineralwasser, schonen nur in bestimmten Fällen den Geldbeutel und können ihren Umweltvorteil nicht klar belegen, so die Verbände. So sei etwa die Vorstellung weit verbreitet, die Geräte würden einen Ersatz für natürliches Mineralwasser bieten und seien eine umweltfreundliche Alternative. „Wer Wert auf das Naturprodukt Mineralwasser und auf nachhaltig produzierte Erfrischungsgetränke legt, greift am besten zu regional abgefüllten Produkten in Mehrwegflaschen“, sagt Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg. 

Leitungswasser ist kein Mineralwasser

Die Geräte sprudeln lediglich Leitungswasser auf und produzieren kein Mineralwasser, stellen die Verbände klar. Leitungswasser sei jedoch ein technisches Produkt, das aufbereitet werden muss. Die Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren führe in über 100 Punkten chemische Stoffe auf, die dazu verwendet werden dürfen. Darunter fänden sich Stoffe zur Desinfektion, aber auch Mittel zum Korrosionsschutz, um die Wasserleitungen zu schützen, heißt es. Natürliches Mineralwasser sei hingegen ein Naturprodukt, das unverändert an der Quelle in Flaschen abgefüllt werde, um so in der ursprünglichen, natürlichen Qualität zum Verbraucher zu gelangen.

Neue Kategorie Verpackungsmüll

Auch dass das Wasser aus Sprudlergeräten umweltfreundlicher sei als der Konsum von Mineralwasser aus Flaschen, ist laut den Verbänden ein Mythos. Hierfür fehlten bislang klare Belege für den deutschen Markt. Häufig sei das Argument anzutreffen, dass sich mit Sprudlern der Gebrauch von Einwegflaschen einsparen ließen. „Das können Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher haben, indem sie zu Mehrwegflaschen greifen“, sagt Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH.

Kritisch sieht Andreas Vogel, Vorstand des VDGE auch die neuerdings auf den Markt kommenden Sirupe, zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. „Ganz abgesehen von der Qualitätsfrage, entsteht hier außerdem eine neue Kategorie Verpackungsmüll, der nicht einmal in den Verwertungskreislauf gängiger Getränkeverpackungen integriert ist.“

Preisvorteil durch Sprudler?

Ein weiterer Mythos laute, dass die Sprudelgeräte den Geldbeutel schonen würden. Modellrechnungen der Verbände zeigten jedoch, dass gerade die gängigsten Geräte beim Verbrauch durch den Preis der CO2-Kartuschen im Vergleich zu günstigen Mineralwässern keinen Vorteil bieten. Werde der Anschaffungspreis für ein Sprudelgerät hinzugerechnet, könne der Preis pro Liter bei dem eines gängigen Markenmineralwassers liegen, so die Verbände.

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Sprudler

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In einer gemeinsamen Presseerklärung positionieren sich der Verband Pro Mehrweg, der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels klar gegen Wassersprudler.  Sprudelgeräte liefern kein Mineralwasser, schonen nur in bestimmten Fällen den Geldbeutel und können ihren Umweltvorteil nicht klar belegen, so die Verbände. So sei etwa die Vorstellung weit verbreitet, die Geräte würden einen Ersatz für natürliches Mineralwasser bieten und seien eine umweltfreundliche Alternative. „Wer Wert auf das Naturprodukt Mineralwasser und auf nachhaltig produzierte Erfrischungsgetränke legt, greift am besten zu regional abgefüllten Produkten in Mehrwegflaschen“, sagt Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg. 

Leitungswasser ist kein Mineralwasser

Die Geräte sprudeln lediglich Leitungswasser auf und produzieren kein Mineralwasser, stellen die Verbände klar. Leitungswasser sei jedoch ein technisches Produkt, das aufbereitet werden muss. Die Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren führe in über 100 Punkten chemische Stoffe auf, die dazu verwendet werden dürfen. Darunter fänden sich Stoffe zur Desinfektion, aber auch Mittel zum Korrosionsschutz, um die Wasserleitungen zu schützen, heißt es. Natürliches Mineralwasser sei hingegen ein Naturprodukt, das unverändert an der Quelle in Flaschen abgefüllt werde, um so in der ursprünglichen, natürlichen Qualität zum Verbraucher zu gelangen.

Neue Kategorie Verpackungsmüll

Auch dass das Wasser aus Sprudlergeräten umweltfreundlicher sei als der Konsum von Mineralwasser aus Flaschen, ist laut den Verbänden ein Mythos. Hierfür fehlten bislang klare Belege für den deutschen Markt. Häufig sei das Argument anzutreffen, dass sich mit Sprudlern der Gebrauch von Einwegflaschen einsparen ließen. „Das können Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher haben, indem sie zu Mehrwegflaschen greifen“, sagt Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des BV GFGH.

Kritisch sieht Andreas Vogel, Vorstand des VDGE auch die neuerdings auf den Markt kommenden Sirupe, zur Herstellung von Erfrischungsgetränken. „Ganz abgesehen von der Qualitätsfrage, entsteht hier außerdem eine neue Kategorie Verpackungsmüll, der nicht einmal in den Verwertungskreislauf gängiger Getränkeverpackungen integriert ist.“

Preisvorteil durch Sprudler?

Ein weiterer Mythos laute, dass die Sprudelgeräte den Geldbeutel schonen würden. Modellrechnungen der Verbände zeigten jedoch, dass gerade die gängigsten Geräte beim Verbrauch durch den Preis der CO2-Kartuschen im Vergleich zu günstigen Mineralwässern keinen Vorteil bieten. Werde der Anschaffungspreis für ein Sprudelgerät hinzugerechnet, könne der Preis pro Liter bei dem eines gängigen Markenmineralwassers liegen, so die Verbände.

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