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Brunnen kontern Stiftung Warentest
Stiftung Warentest

Mineralbrunnen schlagen zurück

Die deutschen Mineralbrunnen werfen der Stiftung Warentest schwere Fehler bei deren Wassertest vor und kontern nun mit einer eigenen wissenschaftlichen Untersuchung. Im Juli-Heft 2019 verglich Stiftung Warentest Mineralwasser mit Leitungswasser und kam zu dem Ergebnis, dass die Qualität von Leitungswasser ebenbürtig oder sogar besser als die von Mineralwasser sei. Aufgrund unterschiedlicher Prüfprogramme habe hier eine Irreführung der Verbraucher stattgefunden und die Stiftung Warentest habe bei ihrer Berichterstattung gegen das in ihrer Satzung enthaltene Prinzip der Objektivität verstoßen lauten zwei Kernergebnisse von Prof. Dr. Bernhard Heidel, Inhaber der Professur für Marketingforschung/Statistik an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden Business School, der intensiv die Methoden und Ergebnisse der Stiftung Warentest analysiert hat.

Leitungswasser ohne sensorische Prüfung

Die sensorische Bewertung von Mineralwasser spielte mit einem außergewöhnlich hohen Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote eine besonders große Rolle. Gleichzeitig sei bei Leitungswasser ohne Angaben von Gründen auf eine sensorische Prüfung vollständig verzichtet worden, obwohl sechs der 20 getesteten Leitungswässer mit Chlor desinfiziert worden waren, erklärt Heidel. Statt auf Geschmack habe die Stiftung Warentest Leitungswasser auf Verunreinigungen oberirdischen Ursprungs untersucht. Obwohl 80 Prozent der untersuchten Leitungswässer Spuren davon auswiesen, bescheinigten die Prüfer allen getesteten Leitungswässern eine hohe Qualität. Zudem hätten sie auf eine Schulnotenbewertung verzichtet.

Bei der Untersuchung der mikrobiologischen Qualität habe die Stiftung Warentest Mineralwasser faktisch nach den Anforderungen der klinischen Mikrobiologie an medizinische Spezialnahrung für Hochrisikopatienten bewertet und nicht nach den maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen der Mineral- und Trinkwasserverordnung. Bei Leitungswasser hingegen habe die Stiftung Warentest komplett auf eine Untersuchung der mikrobiologischen Qualität verzichtet, weil eine mögliche Keimbelastung auch von der individuellen Hygiene am Hahn abhänge.

Wirtschaftlicher Schaden gefährdet Existenz

„Für die Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland ist es unerträglich, dass die Stiftung Warentest durch wissenschaftlich nicht haltbare Vergleiche Verbraucher in die Irre führt beziehungsweise die Desinformation der Verbraucher billigend in Kauf nimmt“, sagt Dr. Karl Tack, Vorsitzender des Verbands Deutscher Mineralbrunnen. „Das mag zwar der Erhöhung der Auflage der Zeitschrift zugutekommen, hinterlässt allerdings bei den nahezu ausschließlich familiengeführten Mineralbrunnenbetrieben einen existenzgefährdenden wirtschaftlichen Schaden.“

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