Die Zahl der Pfandsammler in Deutschland ist wieder gestiegen. Laut einer neuen Yougov-Studie im Auftrag von Fritz-Kola und der Initiative „Pfand gehört daneben“ sammeln inzwischen rund 1,1 Millionen Menschen regelmäßig Pfandflaschen und -dosen ein. Im Vorjahr waren es noch 1,05 Millionen gewesen.
Parallel dazu wächst nach Wahrnehmung vieler Verbraucher das Vermüllungsproblem im öffentlichen Raum. 74 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass achtlos weggeworfener Müll zunimmt. 62 Prozent beobachten häufiger entsorgte Pfandflaschen und -dosen, bei Glasflaschen sehen 59 Prozent ein besonderes Problem.
Die Studie liefert zugleich neue Argumente für die Diskussion um ein höheres Mehrwegpfand. 61 Prozent der befragten Pfandsammler geben an, bei höheren Pfandbeträgen mehr Glasflaschen sammeln zu wollen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 51 Prozent.
Unterstützung erhält die Forderung auch aus der Kommunalwirtschaft. „Aus Sicht der kommunalen Entsorgungsunternehmen und der Stadtreinigung ist eine Erhöhung des Mehrwegpfands überfällig“, sagt Uwe Feige, VKU-Vizepräsident und Leiter des Kommunalservice Jena. Die bisherigen Beträge hätten durch die Inflation deutlich an Wirkung verloren.
Eine Mehrheit der Befragten sieht offenbar Vorteile in einem einheitlichen Pfandsystem. 63 Prozent erwarten von einem einheitlichen Pfandwert eine einfachere Rückgabe und höhere Rücklaufquoten.
























































































