Ende August meldete die Hütt-Brauerei, Baunatal, ihre Liquidation – nun können zumindest die beiden Marken Hütt und Hessisch Löwen erhalten werden: Zum 1. Dezember übernimmt die Schlossbrauerei Rheder aus dem ostwestfälischen Brakel die Originalrezepte und Lieferverträge und wird die Produktion fortsetzen.
Die Auflösung der Hütt-Brauerei ist damit allerdings nicht mehr abzuwenden. Der Geschäftsführer und Inhaber Frank Bettenhäuser (69), der die Brauerei mehr als 40 Jahre lang in neunter Generation führte, konnte trotz langjähriger Bemühungen keinen Nachfolger finden (wir berichteten).
Mit Rheder glaubt Bettenhäuser die beste Lösung gefunden zu haben. Sie sei „eine, wie wir, handwerkliche mittelständische Brauerei mit regionaler Nähe“, die auf die gleichen Werte und höchsten Qualitätsansprüche setze wie Hütt. „Der gute persönliche Draht und die Gewissheit, dass man wirklich an den Marken interessiert ist, hat mir die Entscheidung erleichtert“, so Bettenhäuser.
„Die Biere der Hütt-Brauerei ergänzen unser Sortiment exzellent und sorgen auch für eine signifikant höhere Auslastung unserer Produktionskapazitäten“, erklärt Jens-Uwe Göke (49), Eigentümer der Schlossbrauerei Rheder. Er ist zugleich auch Eigentümer des benachbarten Hotels Schloss Gehrden. Die zugehörigen Restaurants werden neben dem Schlossbräu Rheder künftig auch die Bierspezialitäten von Hütt und Hessisch Löwen ausschenken.
Die 1686 gegründete Schlossbrauerei Rheder produziert heute mit insgesamt 15 Mitarbeitern 16 Biersorten. Geleitet wird sie von ihrem Braumeister Michael Lange. Der jährliche Brauereiausstoß liegt bei ca. 15.000 Hektolitern. Gesellschafter der Brauerei sind neben dem Bielefelder Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jens-Uwe Göke Ferdinand Freiherr von Spiegel von und zu Peckelsheim, dessen Familie in zehnter Generation an der Brauerei beteiligt ist, sowie der Bielefelder Unternehmer Jörg Siekmann.
Indessen bedeutet der Verkauf der Marken die Stilllegung der Hütt-Brauerei und damit den Verlust der Arbeitsplätze in Baunatal. „Bis zuletzt habe ich gehofft, die Brauerei als Ganzes zu verkaufen und damit die Arbeitsplätze zu erhalten. Durch die äußert schwierige Lage des Biermarktes war das leider nicht möglich“, bedauert Frank Bettenhäuser.
























































































