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Lightspeed übernimmt Gastrofix
Digitalisierung

Lightspeed übernimmt Gastrofix

Lightspeed POS Inc. hat heute eine Vereinbarung zur Übernahme von Gastrofix – einem der führenden Kassensystemanbieter für die Gastronomie – unterzeichnet. Das kanadische Unternehmen zählt nach eigenem Bekunden zu den größten Omnichannel-POS-Plattformen. Weltweit sind knapp 57.000 kleine und mittlere Einzelhandels- und Restaurantbetriebe angeschlossen. 

Die Hauptanteile von Gastrofix lagen zuletzt bei Reinhard Martens, Dirk Owerfeldt und Stefan Brehm, die das Unternehmen 2011 gründeten. Auch sämtliche Minderheitsgesellschafter stimmten dem Deal zu, darunter die Radeberger Gruppe, die sich Anfang 2017 im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie als Lead Investor an dem Berliner Start-up beteiligt hatte.

Radeberger Gruppe setzt ganz auf Gastivo

Das Interesse des weltweiten Investors zeige, „wie wesentlich die Schnittstelle, die Gastrofix mit seinem digitalen Kassensystem besetzt hat, auch von großen Marktakteuren bewertet wird – und welche Zukunftschancen in diesem Marktbereich gesehen werden“, unterstreicht Birte Kleppien, Pressesprecherin der Radeberger Gruppe, die Bedeutung von Gastrofix und ähnlicher Plattformen auf Anfrage von Getränke News.

Ihr Unternehmen sei allerdings inzwischen mit dem Portal Gastivo von Team Beverage „sehr gut aufgestellt“, das Schnittstellen für alle wesentlichen digitalen Kassensysteme biete. „Dies ließ uns unsere Beteiligung an Gastrofix über die vergangenen Wochen und Monate – auch vor dem Hintergrund eines hoch attraktiven Kaufangebotes durch Lightspeed – neu bewerten“, erklärt Kleppien.

Deutschland gehört zu Schlüsselmärkten

Mit der Übernahme von mehr als 8.000 Kunden von Gastrofix werde man zu einem der stärksten POS-Anbieter für die Gastronomie in ganz Europa, teilt indessen Lightspeed mit. Zu den Schlüsselmärkten der Kanadier gehören Deutschland, Österreich und Norwegen. Gleichzeitig werde europäischen Unternehmen der Zugang zu einer Reihe von cloudbasierten Lightspeed-Diensten ermöglicht. 

Die Übernahme kommt nach Einschätzung des Unternehmens „zu einem idealen Zeitpunkt, da aktuell zahlreiche Händler und Gastronomen überlegen, auf cloudbasierte POS-Systeme umzurüsten“. Grund ist das vor wenigen Tagen eingeführte neue Kassengesetz in Deutschland, die „Kassensicherungsverordnung”.

Mit den zusätzlichen Büros in Berlin und Hamburg umfasst die Präsenz von Lightspeed jetzt neun europäische Standorte, darunter Amsterdam, Gent, London, Genf, Lausanne, Zürich und Paris.


Nach der Stellungnahme der Radeberger Gruppe haben wir diesen Beitrag am 7. Januar, 19:30 Uhr, aktualisiert.

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