Die Private Kornbrennerei H. Heydt stellt zum Jahresende 2026 die Produktion am Hauptstandort in Haselünne ein. Die Marken des Unternehmens werden an Schwarze und Schlichte und an die Feinbrennerei Sasse verkauft. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung in ihrer Online-Ausgabe (noz.de) berichtet, hat Heydt die Mitarbeiter am heutigen Freitag über die Geschäftsaufgabe informiert.
Den überwiegenden Teil der Marken übernimmt zum Jahresende Schwarze und Schlichte aus Oelde. Dazu gehören die Heydt Manufaktur und das Markengeschäft mit Heydt Korn sowie die Marken Hell Yeah Butterscotch, Wippermann Wacholder und Schinkenhäger. Die Marken Hullmann, Ostfriesenwhisky, Ammerländer Löffeltrunk, White Frisian und Abel gehen demnach an die Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen. Ab dem 1. Januar 2027 sollen die Marken und Produkte unter der Verantwortung ihrer jeweiligen neuen Eigentümer fortgeführt werden.
Heydt begründet die Entscheidung mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre und hohen Investitionen in den Betrieb. Geschäftsführer Heinz Hermeling erklärte, steigende Kosten sowie notwendige Investitionen in Gebäude und Produktionsanlagen im Millionenbereich hätten zu dem Entschluss geführt, das 1860 gegründete Traditionsunternehmen zu schließen. Von einer Insolvenz sei man aber „weit entfernt“.
Bereits im August war bekannt geworden, dass Hermeling zum 30. September aus der Unternehmensleitung ausscheidet. Der 49-Jährige wechselt zu Ahlers Getränke in Achim bei Bremen. Hermeling war im Oktober 2021 als Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer bei Heydt eingestiegen und hatte auch Gesellschaftsanteile übernommen. Zuvor war er 26 Jahre bei Getränke Essmann in Lingen tätig.
Aktualisierung: Die Kornbrennerei Heydt hat die Transaktion am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung bestätigt.

























































































