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Kaufpreis für Flaschenpost deutlich niedriger
Online-Handel

Kaufpreis für Flaschenpost deutlich niedriger

Der Kaufpreis für den Online-Getränkelieferdienst Flaschenpost soll deutlich niedriger sein als von der Start-up-Szene kolportiert wird. Am Montag gab der Bielefelder Oetker-Konzern die geplante Übernahme von Flaschenpost bekannt (wir berichteten). Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Medienberichten zufolge soll er bei einer Milliarde Euro liegen. 

Getränke News sprach mit einem großen Start-up-Investor. Ihm sei das Unternehmen vor einiger Zeit für 600 Millionen Euro angeboten worden. Er glaube nicht, dass Oetker wesentlich mehr dafür zahle. Die meisten der 1.300 Lieferfahrzeuge von Flaschenpost seien geleast und die Lager weitgehend angemietet. Den hohen Kaufpreis zu kolportieren, hält er für eine clevere PR-Strategie. Der Informationsdienst „Deutsche Startups.de“ hatte am Sonntag als Erster über den Deal berichtet und einen Kaufpreis von einer Milliarde Euro genannt. Auch andere Branchenteilnehmer, die Getränke News befragt hat, gehen von einem deutlich niedrigeren Kaufpreis aus. Mit einer Milliarde Euro hätte Oetker seinen eigenen Lieferdienst Durstexpress bundesweit zur Nummer eins machen können, so unisono die Meinung.

Flaschenpost gilt als Erfolgsmodell

Das 2016 gegründete Start-up Flaschenpost gilt als Erfolgsmodell, obwohl das Unternehmen laut dem Nachrichtenportal „t3n“ einen negativen monatlichen Cash-Flow von 2,5 Millionen Euro ausweist. Der Umsatz habe sich jedoch von 2018 auf 2019 und von 2019 auf 2020 jeweils verdreifacht. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 200 Millionen Euro. Wie viele E-Commerce-Firmen konnte auch Flaschenpost durch die Corona-Pandemie profitieren. Dies belegen eindrucksvoll die Umsatzzuwächse der letzten Monate. Allein im Oktober dieses Jahres hat der Lieferdienst rund 27 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, meldet „t3n“.

In der Vergangenheit sorgte Flaschenpost jedoch auch vermehrt für negative Schlagzeilen. So berichtete „Der Spiegel“ bereits im März 2019 in einem Artikel mit der Überschrift „Wie seriös ist das Getränke-Start-up Flaschenpost?“ über unzufriedene Mitarbeiter und unseriöse Zustände. Anfang Februar 2020 wurde ein Brandanschlag auf die Dortmunder Filiale des Unternehmens verübt. Ebenfalls im Februar dieses Jahres stellte die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) Strafanzeige gegen die Flaschenpost-Geschäftsführer. Skrupellos und brutal habe der Lieferdienst die Beschäftigten in seiner Düsseldorfer Filiale an der Wahl eines Betriebsrates zu hindern versucht, so die NGG. Die Gewerkschaft fordert den Oetker-Konzern dazu auf, nach Abschluss des Deals mit der NGG einen Tarifvertrag für die Beschäftigten abzuschließen.


Über Flaschenpost

Flaschenpost wurde 2016 von Dieter Büchel gemeinsam mit Dr. Stephen Weich, Niklas Plath und Christopher Huesmann im westfälischen Münster gegründet. Büchel ging mit seiner Idee des Getränkelieferdienstes jedoch bereits 2014 an den Start. Mit Erfolg: Das Start-up erhielt derart viele Aufträge, dass es mit der Auslieferung nicht mehr nachkam und damit die Kunden verärgerte. Büchel zog die Reißleine und analysierte die Fehler. 

2016 dann der zweite Versuch mit Flaschenpost. Das Unternehmen wurde schnell über die Stadtgrenzen Münsters hinaus bekannt. Um weiter zu expandieren, zogen die Gründer immer mehr Investoren an Land. Frisches Kapital erhielt das Unternehmen zuletzt aus New York. 50 Millionen Euro investierte VC Tiger Global im März 2019 in den Lieferdienst, um das Wachstum voranzutreiben. Heute beliefert Flaschenpost von 23 Lagerstandorten aus mit rund 1.300 Fahrzeugen und 7.000 Mitarbeitern rund 150 Städte in Deutschland. Der Jahresumsatz soll bei über 200 Millionen Euro liegen.


Über die Radeberger Gruppe

Die Radeberger Gruppe ist Deutschlands größte private Brauereigruppe und Teil des Familienunternehmens Dr. August Oetker KG in Bielefeld. Mit ihrem Getränkeportfolio internationaler, nationaler und regionaler Biermarken und alkoholfreier Getränke, ihren Getränkefachgroßhändlern, einem Streckenlogistiker, einem Getränke-Einzelhändler sowie einem Express-Lieferdienst und verschiedenen Beteiligungen und starken Schulterschlüssen mit Marktbegleitern ist sie in allen Bereichen des Getränkemarktes vertreten. 

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Kaufpreis für Flaschenpost deutlich niedriger

Der Kaufpreis für den Online-Getränkelieferdienst Flaschenpost soll deutlich niedriger sein als von der Start-up-Szene kolportiert wird. Am Montag gab der Bielefelder Oetker-Konzern die geplante Übernahme von Flaschenpost bekannt (wir berichteten). Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Medienberichten zufolge soll er bei einer Milliarde Euro liegen. 

Getränke News sprach mit einem großen Start-up-Investor. Ihm sei das Unternehmen vor einiger Zeit für 600 Millionen Euro angeboten worden. Er glaube nicht, dass Oetker wesentlich mehr dafür zahle. Die meisten der 1.300 Lieferfahrzeuge von Flaschenpost seien geleast und die Lager weitgehend angemietet. Den hohen Kaufpreis zu kolportieren, hält er für eine clevere PR-Strategie. Der Informationsdienst „Deutsche Startups.de“ hatte am Sonntag als Erster über den Deal berichtet und einen Kaufpreis von einer Milliarde Euro genannt. Auch andere Branchenteilnehmer, die Getränke News befragt hat, gehen von einem deutlich niedrigeren Kaufpreis aus. Mit einer Milliarde Euro hätte Oetker seinen eigenen Lieferdienst Durstexpress bundesweit zur Nummer eins machen können, so unisono die Meinung.

Flaschenpost gilt als Erfolgsmodell

Das 2016 gegründete Start-up Flaschenpost gilt als Erfolgsmodell, obwohl das Unternehmen laut dem Nachrichtenportal „t3n“ einen negativen monatlichen Cash-Flow von 2,5 Millionen Euro ausweist. Der Umsatz habe sich jedoch von 2018 auf 2019 und von 2019 auf 2020 jeweils verdreifacht. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 200 Millionen Euro. Wie viele E-Commerce-Firmen konnte auch Flaschenpost durch die Corona-Pandemie profitieren. Dies belegen eindrucksvoll die Umsatzzuwächse der letzten Monate. Allein im Oktober dieses Jahres hat der Lieferdienst rund 27 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, meldet „t3n“.

In der Vergangenheit sorgte Flaschenpost jedoch auch vermehrt für negative Schlagzeilen. So berichtete „Der Spiegel“ bereits im März 2019 in einem Artikel mit der Überschrift „Wie seriös ist das Getränke-Start-up Flaschenpost?“ über unzufriedene Mitarbeiter und unseriöse Zustände. Anfang Februar 2020 wurde ein Brandanschlag auf die Dortmunder Filiale des Unternehmens verübt. Ebenfalls im Februar dieses Jahres stellte die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) Strafanzeige gegen die Flaschenpost-Geschäftsführer. Skrupellos und brutal habe der Lieferdienst die Beschäftigten in seiner Düsseldorfer Filiale an der Wahl eines Betriebsrates zu hindern versucht, so die NGG. Die Gewerkschaft fordert den Oetker-Konzern dazu auf, nach Abschluss des Deals mit der NGG einen Tarifvertrag für die Beschäftigten abzuschließen.


Über Flaschenpost

Flaschenpost wurde 2016 von Dieter Büchel gemeinsam mit Dr. Stephen Weich, Niklas Plath und Christopher Huesmann im westfälischen Münster gegründet. Büchel ging mit seiner Idee des Getränkelieferdienstes jedoch bereits 2014 an den Start. Mit Erfolg: Das Start-up erhielt derart viele Aufträge, dass es mit der Auslieferung nicht mehr nachkam und damit die Kunden verärgerte. Büchel zog die Reißleine und analysierte die Fehler. 

2016 dann der zweite Versuch mit Flaschenpost. Das Unternehmen wurde schnell über die Stadtgrenzen Münsters hinaus bekannt. Um weiter zu expandieren, zogen die Gründer immer mehr Investoren an Land. Frisches Kapital erhielt das Unternehmen zuletzt aus New York. 50 Millionen Euro investierte VC Tiger Global im März 2019 in den Lieferdienst, um das Wachstum voranzutreiben. Heute beliefert Flaschenpost von 23 Lagerstandorten aus mit rund 1.300 Fahrzeugen und 7.000 Mitarbeitern rund 150 Städte in Deutschland. Der Jahresumsatz soll bei über 200 Millionen Euro liegen.


Über die Radeberger Gruppe

Die Radeberger Gruppe ist Deutschlands größte private Brauereigruppe und Teil des Familienunternehmens Dr. August Oetker KG in Bielefeld. Mit ihrem Getränkeportfolio internationaler, nationaler und regionaler Biermarken und alkoholfreier Getränke, ihren Getränkefachgroßhändlern, einem Streckenlogistiker, einem Getränke-Einzelhändler sowie einem Express-Lieferdienst und verschiedenen Beteiligungen und starken Schulterschlüssen mit Marktbegleitern ist sie in allen Bereichen des Getränkemarktes vertreten. 

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