Bitburger Fassbrause
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Mehrwegpool gewinnt drei neue Mitglieder
Leergut

Kampf um die Mehrwegpool-Mitstreiter

In das Thema „Mehrwegflaschenpool der deutschen Brauwirtschaft“ kommt Bewegung. Der Verband Private Brauereien Deutschland und der Verband Private Brauereien Bayern empfehlen ihren Mitgliedern den Beitritt in die Gesellschaft für Mehrwegmanagement (Gemema), den Mehrwegpool, der von den Brauereien Bitburger, Krombacher, Radeberger und Warsteiner im August 2020 ins Leben gerufen wurde (wir berichteten). 

Die Privaten Brauereien favorisieren damit eine gemeinsame Poollösung von großen und kleinen Brauereien. Für die im Herbst vom Bayerischen Brauerbund, vom Brauereiverband NRW und der Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände gemeinsam mit sechs kleineren Brauereien gegründete Genossenschaft MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft (MPB) (wir berichteten) ist diese Empfehlung ein harter Schlag im Kampf um die Mitstreiter und könnte laut Branchenexperten sogar das Aus bedeuten.

Änderung des Vertragswerks entscheidend

„Einer der ausschlaggebenden Punkte für unsere Empfehlung für einen Gemema-Beitritt ist auch die Tatsache, dass die Gemema nach den mit uns geführten Gesprächen zahlreiche Punkte, die für die mittelständische Brauwirtschaft von besonderer Relevanz sind, in ihren Vertragswerken aufgegriffen hat“, sagt Roland Demleitner, Geschäftsführer Private Brauereien Deutschland. „In letzter Konsequenz sind wir der Meinung, dass ein funktionierendes, flächendeckendes gemanagtes Poolsystem nur gemeinsam mit den großen Marktführern realisiert werden kann“, so Demleitner.

Keine Konfrontation zwischen „Groß und Klein“

Auch Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Bayern, bekräftigt das Votum für die Gemema. „Die Vertreter der Gemema haben dem Verband Private Brauereien zugesichert, keine Konfrontation zwischen „Groß und Klein“ herbeiführen zu wollen.“ Vielmehr verfolge die Gemema den Zweck, die ökologisch vorteilhaften Mehrwegsysteme zum Wohle aller Brauereien zu stabilisieren und auszubauen.

„Letztendlich machen zwei miteinander konkurrierende Poolgesellschaften der deutschen Brauwirtschaft, die noch dazu Gebinde des gleichen Füllvolumens abdecken wollen, auch keinen Sinn. Ein funktionierendes Mehrwegsystem in der Gesamtbranche wird nur von allen Brauereien unabhängig von ihrer Größe gemeinsam getragen werden können“, sagt Stang. Gespräche zwischen der Gemema und der MPB über eine Zusammenführung beider Gesellschaften und ein gemeinsames Poolsystem sind zum aktuellen Zeitpunkt gescheitert, was der Verband Private Brauereien als Vertreter der mittelständischen Brauwirtschaft in Deutschland sehr bedauere.

Verzicht auf Individual-Flaschen?

Eine weitere Zielsetzung der Gemema sei der Verzicht auf bestehende und künftige Individual-Mehrwegflaschen, um das Mehrwegsystem wieder effizienter und nachhaltiger zu gestalten, so die Verbände. Dies sei vor allem auch im elementaren Interesse der mittelständischen Brauwirtschaft, für die das Aussortieren von Individual-Leergut große Kostenbelastungen mit sich bringe. Die Verbände sehen außerdem ihre geforderte Erhöhung der Pfandsätze für Mehrweggebinde durch das gemeinsame Agieren möglichst vieler Brauereien in einem Pool deutlich einfacher realisierbar.

Lesen Sie zum Thema hier auch das Interview mit Gemema-Geschäftsführer Hans Baxmeier.

 

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Kampf um die Mehrwegpool-Mitstreiter

In das Thema „Mehrwegflaschenpool der deutschen Brauwirtschaft“ kommt Bewegung. Der Verband Private Brauereien Deutschland und der Verband Private Brauereien Bayern empfehlen ihren Mitgliedern den Beitritt in die Gesellschaft für Mehrwegmanagement (Gemema), den Mehrwegpool, der von den Brauereien Bitburger, Krombacher, Radeberger und Warsteiner im August 2020 ins Leben gerufen wurde (wir berichteten). 

Die Privaten Brauereien favorisieren damit eine gemeinsame Poollösung von großen und kleinen Brauereien. Für die im Herbst vom Bayerischen Brauerbund, vom Brauereiverband NRW und der Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände gemeinsam mit sechs kleineren Brauereien gegründete Genossenschaft MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft (MPB) (wir berichteten) ist diese Empfehlung ein harter Schlag im Kampf um die Mitstreiter und könnte laut Branchenexperten sogar das Aus bedeuten.

Änderung des Vertragswerks entscheidend

„Einer der ausschlaggebenden Punkte für unsere Empfehlung für einen Gemema-Beitritt ist auch die Tatsache, dass die Gemema nach den mit uns geführten Gesprächen zahlreiche Punkte, die für die mittelständische Brauwirtschaft von besonderer Relevanz sind, in ihren Vertragswerken aufgegriffen hat“, sagt Roland Demleitner, Geschäftsführer Private Brauereien Deutschland. „In letzter Konsequenz sind wir der Meinung, dass ein funktionierendes, flächendeckendes gemanagtes Poolsystem nur gemeinsam mit den großen Marktführern realisiert werden kann“, so Demleitner.

Keine Konfrontation zwischen „Groß und Klein“

Auch Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Bayern, bekräftigt das Votum für die Gemema. „Die Vertreter der Gemema haben dem Verband Private Brauereien zugesichert, keine Konfrontation zwischen „Groß und Klein“ herbeiführen zu wollen.“ Vielmehr verfolge die Gemema den Zweck, die ökologisch vorteilhaften Mehrwegsysteme zum Wohle aller Brauereien zu stabilisieren und auszubauen.

„Letztendlich machen zwei miteinander konkurrierende Poolgesellschaften der deutschen Brauwirtschaft, die noch dazu Gebinde des gleichen Füllvolumens abdecken wollen, auch keinen Sinn. Ein funktionierendes Mehrwegsystem in der Gesamtbranche wird nur von allen Brauereien unabhängig von ihrer Größe gemeinsam getragen werden können“, sagt Stang. Gespräche zwischen der Gemema und der MPB über eine Zusammenführung beider Gesellschaften und ein gemeinsames Poolsystem sind zum aktuellen Zeitpunkt gescheitert, was der Verband Private Brauereien als Vertreter der mittelständischen Brauwirtschaft in Deutschland sehr bedauere.

Verzicht auf Individual-Flaschen?

Eine weitere Zielsetzung der Gemema sei der Verzicht auf bestehende und künftige Individual-Mehrwegflaschen, um das Mehrwegsystem wieder effizienter und nachhaltiger zu gestalten, so die Verbände. Dies sei vor allem auch im elementaren Interesse der mittelständischen Brauwirtschaft, für die das Aussortieren von Individual-Leergut große Kostenbelastungen mit sich bringe. Die Verbände sehen außerdem ihre geforderte Erhöhung der Pfandsätze für Mehrweggebinde durch das gemeinsame Agieren möglichst vieler Brauereien in einem Pool deutlich einfacher realisierbar.

Lesen Sie zum Thema hier auch das Interview mit Gemema-Geschäftsführer Hans Baxmeier.

 

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