Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland trinken seltener Alkohol als noch vor einigen Jahren. Auch das Durchschnittsalter beim ersten Alkoholkonsum ist gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA). Besonders deutlich ging der Alkoholkonsum zuletzt bei jungen Frauen zurück.
Von den 12- bis 17-Jährigen hatten 2025 insgesamt 60,7 Prozent der männlichen und 57,0 Prozent der weiblichen Jugendlichen mindestens einmal Alkohol getrunken. Im Jahr 2001 waren es noch 88,3 beziehungsweise 85,5 Prozent. Auch der Anteil der Jugendlichen, die innerhalb der vergangenen 30 Tage Alkohol konsumiert hatten, sank. Bei den 12- bis 17-Jährigen ging diese sogenannte 30-Tage-Prävalenz von 58,4 Prozent im Jahr 2004 auf 32,9 Prozent im Jahr 2025 zurück. Bei den 18- bis 25-Jährigen verringerte sie sich im gleichen Zeitraum von 84,4 auf 69,3 Prozent.
Der wöchentliche Alkoholkonsum erreichte 2025 in beiden Altersgruppen einen historischen Tiefststand. 6,8 Prozent der Jugendlichen und 25,0 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten wöchentlich Alkohol konsumiert zu haben. Zugleich stieg das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol von 14,1 Jahren im Jahr 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025.
Beim Rauschtrinken zeigt sich dagegen ein differenziertes Bild. Knapp 15 Prozent der Jugendlichen hatten 2025 innerhalb der vergangenen 30 Tage größere Mengen Alkohol bei einer Gelegenheit konsumiert. Bei jungen Männern lag der Anteil bei 45,8 Prozent und veränderte sich im Zeitverlauf nur wenig. Bei jungen Frauen sank er zwischen 2023 und 2025 statistisch signifikant auf 26,1 Prozent. Zuvor hatten die Werte, mit Ausnahme der Corona-Pandemie, stets bei mindestens 30 Prozent gelegen.
„Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Junge Menschen trinken heute seltener, sie beginnen später mit Alkohol, und der regelmäßige Konsum liegt auf einem historischen Tiefststand“, sagt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck. Eine Entwarnung sei jedoch falsch. Insbesondere das Rauschtrinken unter Jugendlichen und jungen Männern sei weiterhin weit verbreitet.
Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.

























































































