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Immer mehr verzichten auf Alkohol
Alkoholfrei

Immer mehr verzichten auf Alkohol

Brauer, Winzer und Brenner bieten zunehmend mehr alkoholfreie Alternativen zu Bier, Wein und Schnaps an. Immer mehr Menschen reduzieren im Sinne eines gesunden Lebensstils ihren Alkoholkonsum. 

Was die Generation der Babyboomer schier für unmöglich hielt, ist seit einigen Jahren die Realität: Unter den jungen Leuten wird es voll akzeptiert, wenn jemand keinen Alkohol trinkt. 60 Prozent der Deutschen würden ein Getränk mit niedrigem Alkoholgehalt oder ganz ohne in Betracht ziehen, stellt auch Bacardi in seinem „2020 Cocktail Trend Report“ fest. Der Markt für alkoholarme und -freie Spirituosen wird in den nächsten Jahren stark wachsen. Das prognostiziert aktuell das Marktforschungsinsitut Global Data.

Alkoholfreie Spirituosen sollen wachsen

Für Bacardi Grund genug, sich intensiv mit dem Thema alkoholfrei auseinanderzusetzen. So präsentierte das Unternehmen bereits im Frühjahr zwei alkoholfreie Varianten des Martini Vermouth, eine rote und eine weiße. „Die Kategorie ist zwar noch klein, aber das Potenzial ist riesig“, sagte Bacardi-DACH-Chef Nicolas Rampf zur Neueinführung. Innerhalb der nächsten zehn Jahre würden sich nicht-alkoholische Spirituosen sogar zu einer der größten Kategorien entwickeln, zeigt sich Rampf überzeugt. Diesen wachsenden Trend wolle Martini mit anschieben. Ein Schwerpunkt liege bei der Einführung zunächst auf der Systemgastronomie mit Mittagstisch, wo alkoholfreie Drinks besonders gefragt sind.

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Dabei gehört Deutschland mit seiner langen Weinbau- und Brauereigeschichte noch zu den Ländern, wo der Wandel zu weniger Alkohol sich relativ langsam vollzieht. Eine Entwicklung wie im angelsächsischen Raum, wo seit einigen Jahren immer mehr gänzlich alkoholfreie Bars entstehen, wäre bei uns wohl noch längst nicht vorstellbar.

Gesunder Lebensstil im Trend

Besucht werden sie nicht in erster Linie von trockenen Alkoholikern. Auch nicht von Menschen, die aus religiösen Gründen auf Alkohol verzichten, weil sie schwanger sind, Medikamente nehmen oder einfach noch fahren müssen. Vielmehr bildet sich offenbar gerade eine gesellschaftliche Gruppe heraus, für die Gesundheit, körperliches Wohlbefinden und Attraktivität im Vordergrund stehen. Auch in Berlin hatte im März eine solche „nüchterne Bar“ unter dem Namen „Zeroliq“ eröffnet.

Während über alkoholfreie Spirituosen indessen die Mehrheit der Deutschen wohl eher noch schmunzelt, ist alkoholfreies Bier längst etabliert, das Segment wächst seit Jahren. Laut dem Statistischen Bundesamt hat sich seine Produktion in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) geht von 5,3 Millionen Hektolitern aus.

Dem Verband zufolge gibt es derzeit mehr als 500 verschiedene alkoholfreie Marken. „Alkoholfrei liegt im Trend“, sagt DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Er rechnet damit, dass sich der Marktanteil binnen weniger Jahre von derzeit gut sieben auf künftig zehn Prozent erhöhen wird. Neben den etablierten TV-Marken mischen inzwischen immer mehr auch Spezialitäten- und Craftbrauer in dem Geschäft mit.

Alkoholfreie Weine im Anmarsch

So weit sind Wein und Sekt noch lange nicht, obwohl der Trend auch hier immer spürbarer wird. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) unter Verweis auf eine aktuelle Nielsen-Studie meldet, ist der Marktanteil beim Schaumwein inzwischen auf fünf Prozent gestiegen. Immerhin 53 Prozent der Befragten hatten von den alkoholfreien Pricklern schon einmal gehört. Wein hinkt da noch etwas hinterher: Kaum mehr als zehn Prozent der Konsumenten kennen überhaupt alkoholfreie Weine, ihr Marktanteil dürfte noch unter einem Prozent liegen. Zumindest hat sich laut dem DWI die Qualität in den letzten Jahren dank moderner Technik sehr stark verbessert. Nicht zuletzt durch den verstärkten Einstieg großer Markenartikler ins Segment wachsen aktuell auch hier das Angebot und die Verfügbarkeit.

Ist der Verzicht auf Alkohol tatsächlich ein neuer Trend? Darüber reden die Getränke News-Redakteure Barbara Rademacher und Dirk Omlor in ihrem aktuellen Podcast

Hier gehts zum Podcast 

 

Immer mehr verzichten auf Alkohol
Alkoholfrei

Immer mehr verzichten auf Alkohol

Brauer, Winzer und Brenner bieten zunehmend mehr alkoholfreie Alternativen zu Bier, Wein und Schnaps an. Immer mehr Menschen reduzieren im Sinne eines gesunden Lebensstils ihren Alkoholkonsum. 

Was die Generation der Babyboomer schier für unmöglich hielt, ist seit einigen Jahren die Realität: Unter den jungen Leuten wird es voll akzeptiert, wenn jemand keinen Alkohol trinkt. 60 Prozent der Deutschen würden ein Getränk mit niedrigem Alkoholgehalt oder ganz ohne in Betracht ziehen, stellt auch Bacardi in seinem „2020 Cocktail Trend Report“ fest. Der Markt für alkoholarme und -freie Spirituosen wird in den nächsten Jahren stark wachsen. Das prognostiziert aktuell das Marktforschungsinsitut Global Data.

Alkoholfreie Spirituosen sollen wachsen

Für Bacardi Grund genug, sich intensiv mit dem Thema alkoholfrei auseinanderzusetzen. So präsentierte das Unternehmen bereits im Frühjahr zwei alkoholfreie Varianten des Martini Vermouth, eine rote und eine weiße. „Die Kategorie ist zwar noch klein, aber das Potenzial ist riesig“, sagte Bacardi-DACH-Chef Nicolas Rampf zur Neueinführung. Innerhalb der nächsten zehn Jahre würden sich nicht-alkoholische Spirituosen sogar zu einer der größten Kategorien entwickeln, zeigt sich Rampf überzeugt. Diesen wachsenden Trend wolle Martini mit anschieben. Ein Schwerpunkt liege bei der Einführung zunächst auf der Systemgastronomie mit Mittagstisch, wo alkoholfreie Drinks besonders gefragt sind.

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Dabei gehört Deutschland mit seiner langen Weinbau- und Brauereigeschichte noch zu den Ländern, wo der Wandel zu weniger Alkohol sich relativ langsam vollzieht. Eine Entwicklung wie im angelsächsischen Raum, wo seit einigen Jahren immer mehr gänzlich alkoholfreie Bars entstehen, wäre bei uns wohl noch längst nicht vorstellbar.

Gesunder Lebensstil im Trend

Besucht werden sie nicht in erster Linie von trockenen Alkoholikern. Auch nicht von Menschen, die aus religiösen Gründen auf Alkohol verzichten, weil sie schwanger sind, Medikamente nehmen oder einfach noch fahren müssen. Vielmehr bildet sich offenbar gerade eine gesellschaftliche Gruppe heraus, für die Gesundheit, körperliches Wohlbefinden und Attraktivität im Vordergrund stehen. Auch in Berlin hatte im März eine solche „nüchterne Bar“ unter dem Namen „Zeroliq“ eröffnet.

Während über alkoholfreie Spirituosen indessen die Mehrheit der Deutschen wohl eher noch schmunzelt, ist alkoholfreies Bier längst etabliert, das Segment wächst seit Jahren. Laut dem Statistischen Bundesamt hat sich seine Produktion in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) geht von 5,3 Millionen Hektolitern aus.

Dem Verband zufolge gibt es derzeit mehr als 500 verschiedene alkoholfreie Marken. „Alkoholfrei liegt im Trend“, sagt DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Er rechnet damit, dass sich der Marktanteil binnen weniger Jahre von derzeit gut sieben auf künftig zehn Prozent erhöhen wird. Neben den etablierten TV-Marken mischen inzwischen immer mehr auch Spezialitäten- und Craftbrauer in dem Geschäft mit.

Alkoholfreie Weine im Anmarsch

So weit sind Wein und Sekt noch lange nicht, obwohl der Trend auch hier immer spürbarer wird. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) unter Verweis auf eine aktuelle Nielsen-Studie meldet, ist der Marktanteil beim Schaumwein inzwischen auf fünf Prozent gestiegen. Immerhin 53 Prozent der Befragten hatten von den alkoholfreien Pricklern schon einmal gehört. Wein hinkt da noch etwas hinterher: Kaum mehr als zehn Prozent der Konsumenten kennen überhaupt alkoholfreie Weine, ihr Marktanteil dürfte noch unter einem Prozent liegen. Zumindest hat sich laut dem DWI die Qualität in den letzten Jahren dank moderner Technik sehr stark verbessert. Nicht zuletzt durch den verstärkten Einstieg großer Markenartikler ins Segment wachsen aktuell auch hier das Angebot und die Verfügbarkeit.

Ist der Verzicht auf Alkohol tatsächlich ein neuer Trend? Darüber reden die Getränke News-Redakteure Barbara Rademacher und Dirk Omlor in ihrem aktuellen Podcast

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